Am Freitag ging es schon druchs Netz als die Nachricht von TechCrunch, Mashable oder auch Gizmodo aufgegriffen wurden. Facebook veröffentlicht gerade bei bestimmten Nutzer “intelligente” Freundeslisten, welche Freunde (so gut es geht) automatisch Listen zuteilen können. Hauptzweck dieses Updates ist für Facebook wohl ein größerer Push der Freundeslisten. Gleich Vorweg soviel: Wie immer ist das Feature nur bestimmten Personen zugänglich, derzeit könnt ihr nur warten bis ihr die Features habt und nichts aktiv dafür tun.

Die Freundeslisten sind dabei Teil der vielen Optimierungen am Stream die Facebook gerade durchführt. Unter anderem durch den Start von Google+ war Facebook stark in die Kritik geraten, da die Listen weniger im Vordergrund stehen als die Google “Circles”. Bei dieser Neuerung fällt vor allem auf, das Facebook zum einen das Feature enorm pusht in dem der Nutzer durch die Funktionsweise geführt wird und zum anderen, das die Funktion viel besser in Facebook integriert ist.

Wir wollen deshalb drei Punkte dieses Updates hervorheben: 

1. Mehr Nutzer von Listen durch automatische “intelligente” Freundesslisten? 

Das schöne an Google+ ist, dass man die Listen gleich von Anfang an befüllt. Wenn man allerdings mal 150+ Freunde auf Facebook hat, und dies nicht von Anfang an gemacht hat ist das Anlegen von Listen doch schon eine Arbeit die wir zwar als wichtig aber auch als nicht wirklich spannend einstufen würden.

Die neuen Facebook Smart Lists erledigten zumindest einen Teil der Arbeit in dem sie automatisiert Freunde in Listen einteilt. In der ersten Version gibt es hier drei unterschiedliche Typen von intelligenten Freundeslisten:

  • Arbeitskollegen – hier wird Facebook automatisch Arbeitskollegen eintragen. Basieren wird diese Logik dann wohl darauf, dass diese hoffentlich die gleiche Firma eingetragen haben wir man selbst.
  • Schul-/Unifreunde – hier wird Facebook automatisch Schul/Unifreunde eintragen. Die Logik wird dann wohl auch ähnlich sein wie bei Arbeitskollegen, wer in seinem Profil die gleiche Schule/Uni eingegeben hat ist in der Liste.
  • Freunde im Umkreis – alle Freunde die im Umkreis von 50 Meilen wohnen. Herausfinden wird Facebook dies dann auch sehr einfach durch die Profilangabe oder über das Orten der Nutzer über ihre IP.

Man sieht also, dass es sich weniger um super intelligente Listen handelt als veil mehr um einen guten und einfachen Einstieg in Facebook Listen. Natürlich kann man immer noch selbst bestimmten wer alles in welcher Liste landet, Facebook macht hier nur Vorschläge.  Für alle die es gerne etwas genauer haben wollen mit ihren Listen empfehlen wir diesen Beitrag im Blog.

2. Bessere Integration der Listen in den Publisher.

Die zweite große Neuerung dürfte die viel bessere Integration der Freundelisten in den Facebook Publisher sein. Früher mussten die Nutzer den Umweg über die benutzerdefinierten Einstellungen gehen, seit dem Update des Publisher kann dort zumindest schon mal zwischen verschiedenen Kategorien gewählt werden (Öffentlich, Nur Freunde oder Benutzerdefiniert)

Mit dem Update können spezifische Facebook Listen dann direkt im Publisher gewählt werden. Unserer Einschätzung nach eine sehr gute Neuerung. Sieht dann Google+ zwar sehr ähnlich, schadet aber auch nichts. G+ hat ja auch bei Facebook abgeschaut.

3. Relevantere Newsstreams von bestimmten Listen

Weiterer wichtiger Punkt ist die viel bessere Integration der Listen in die linke Seitenleiste. So sind bestimmte Gruppen von Personen innerhalb von Facebook über verschiedene Newsstreams auffindbar. Dies deckt den Fall ab, dass man die Meldungen von guten Freunden vielleicht 2-3x pro Tag ansehen will, die Meldungen von alten Schulfreunden  aber vielleicht nur ein mal die Woche. Da mit der neuen Seitenleiste auch hier fast alles frei definiert werden kann ist zu erwarten, dass man selbst auswählen kann welche Freundeslisten hier erscheinen und welche nicht. Verfügbar ist der Newsstream gefiltert nach Freundeslisten allerdings auch schon jetzt. 

Zusammengefasst will Facebook als nun wirklich dass die Nutzer Listen nutzen und integriert diese viel besser als zuvor. Woher sich Facebook hier etwas inspiriert hat ist klar, aber unserer Einschätzung nach definitiv kein Fehler. Auch hier noch mal der Hinweis: Wie immer ist das Feature nur bestimmten Personen zugänglich, derzeit könnt ihr nur warten ihr die Features habt und nichts aktiv dafür tun.

Wie findet ihr es? Hat es vielleicht schon jemand von euch? (Deutsche Screenshots gerne an uns…)

Bilderquelle: TechCrunchMashable und Gizmodo


7 Kommentare

  1. Damien

    Naja, ein großes Problem der Listen: Nehmen wir mal an, ich habe eine Person in der Liste “Arbeitskollegen” und “Engere Freunde”. Die “Arbeitskollegen” können keine Bilder anschauen. Durch die Zuteilung der Liste “Engere Freunde” dürfte jene Person sich die Fotos anschauen, darf es aber doch nicht, weil die “negative” Gruppe höher priorisiert wird.

    Bei Google+ ist das wesentlich besser gelöst, denn da geht es anders herum: “Bessere” Gruppe, “bessere” Berechtigungen.

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  2. Dieses Feature ist fürchterlich! Ich hatte meine Freunde alle so sortiert, wie ich sie haben will. Jetzt kommen diese neuen (un-)intelligenten Listen hinzu und es entsteht ein riesen Chaos auf meiner linken Menüleiste.

    Ich vermisse die Funktion, wie ich es abschalten kann. Ob und inwieweit es mal wieder datenschutzrechtliche Schwierigkeiten gibt (wer weiß, was diese Listen anderen Menschen ungefragt zugänglich machen, da ist FB ja immer ganz groß mit) weiß ich nicht.

    Wenn Ihr mich fragt: Google+ ist einfach “more advanced”.

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  3. @Sterni: Jup, abschalten geht nicht, wohl aber ignorieren, dazu die Kriterien für die Listen auf nahezu unmögliche Werte setzen und die Listen manuell leeren.
    Gibt echt bessere Methoden. Noch schlimmer ist die neue Startseite, da hab ich mich jetzt in meinem Blog mal drüber ausgekotzt…

    Wenn das so weitergeht, bin ich bei Facebook weg, Fanpage hin oder her! >.<

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