Paradigmenwechsel: OpenGraph Objekte direkt bei Facebook hosten

Paradigmenwechsel: OpenGraph Objekte direkt bei Facebook hosten


– Gastbeitrag von Klaus Breyer –

dev (1)

Open Graph Objekte benötigten bisher immer eine im Web hinterlegte URL als „physische“ Manifestation. Der Open Graph durchzieht die unendlichen Weiten des Netzes mittels seiner Meta-Tags. Das war ein Problem für einige native Apps, die eben genau nicht im Web stattfinden. Viele native Apps sind nur bessere Zugänge zu den jeweiligen Webservices und haben ohnehin eine Repräsentation im Netz – aber eben nicht alle. Für diese gibt es nun eine Lösung, denn ab sofort können Open Graph Objekte auch direkt bei Facebook erstellt und gehosted werden. Ein interessanter Paradigmen-Shift, um nativen Apps entgegen zu kommen.

newobject

Mit dem Object Browser gibt es zum schnellen prototypisieren das entsprechende Tool. Ähnlich wie im Graph API Explorer werden die Aktionen gleich im Kontext der eigenen Anwendung und mit dem richtigen Access Token ausgeführt. Die Objekte können maschinell über die neue Object API angelegt werden. Die Object API kann mit der Achievements API verglichen werden. Es werden Objekte mit entsprechenden Eigenschaften erstellt und anschließend per eindeutiger ID ausgelöst, wenn die entsprechende Aktion eingetreten ist.

uebersicht

Mit der ID kann das Objekt wie gewohnt über die Graph API veröffentlicht werden. Aber eben mit der Objekt-ID anstelle der URL.

graphapi

Das Ergebnis ist nun von außen nicht zu unterscheiden. Mit der einzigen Ausnahme, dass jetzt sehr einfach im Object Browser nachträglich die Eigenschaften, z.b. URL oder Titel, geändert werden können.

ergebnis

Die Objekte können im Kontext eines Nutzers oder im Kontext der Anwendung erstellt werden. Der Unterschied:

  • Objekte im Kontext der Anwendung sind global verfügbar.
  • Objekte im Kontext eines Nutzers haben die Privatsphäre, die der Nutzer für die Anwendung definiert hat.

Neben der eigenen Anwendung kann im Object Browser auch der Nutzer, in dessen Kontext die Objekte erstellt werden sollen, ausgewählt werden.

nutzer

Fazit:

Es kann begrüßt werden, dass immer mehr Daten direkt bei Facebook liegen. Ein Umzug der Domain ist weniger ein Problem, wenn Facebook nur noch eine ID anstelle einer URL speichert. Vermutlich ergibt sich auch durch besseres Caching ein Vorteil.

Allerdings wird damit auch ein Teil der Infrastruktur an Facebook ausgelagert. Datenschützer könnten dies kritisch sehen. Allerdings kann dadurch noch schneller, noch simpler, und noch mobiler entwickelt werden. Und schlussendlich ist es ja optional – nur ein Angebot an Entwickler nativer Anwendungen für eine noch bessere Integration der Plattform.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on LinkedInBuffer this pageEmail this to someone
Kategorien
Veröffentlichung 25. April 2013

+ Es gibt keine Kommentare

Deinen hinzufügen