„Lebensereignis“ – Facebook Chronik / Timeline Features im Detail

„Lebensereignis“ – Facebook Chronik / Timeline Features im Detail


Nicht nur das neue Feature „Aktivitäten Anzeigen“ des neuen Facebook Timeline Profils wollen wir euch etwas genauer vorstellen, auch die „Lebensereignisse“ sind auf Facebook neu. Unter dem neuen „Lebensereignissen“, die im Englischen „Life Event“ heißen, versteht Facebook Ereignisse oder Informationen die besonders wichtig für die entsprechende Person sind. Genau hier will Facebook den Nutzern die Möglichkeiten geben diese wichtigen Ereignisse im Leben auch in der eigenen Chronik entsprechend schön darstellen zu können. Dazu finden sich auf dem eigenen Profil neben den Möglichkeiten ein Statusupdate mit Text, Bild oder Ort zu veröffentlichen nun auch verschiedene Kategorieren dieser Lebensereignisse ihren Platz: 

  • Arbeit und Ausbildung:
    Arbeitsstelle hinzufügen, Abgeschlossene…, Wehrdienst…
  • Freunde und Familie:
    Hat sich verlobt, Hat geheiratet, Kind hinzufügen, Haustier hinzufügen, Einen geliebten Menschen verloren, …
  • Wohnorte:
    Umgezogen, Haus gekauft, Mitbewohner Hinzufügen, Fahrzeug hinzufügen, …
  • Gesundheit und Wohlbefinden:
    Knochen gebrochen, Wunde operiert, Hat eine Krankheit überwunden, …
  • Meilensteinen & Erfahrungen:
    Sprache gelernt, Führerschein erhalten, War auf reisen, Leistung und Auszeichnung, …

An den Beispielen, die Facebook in unserem Fall vorgibt, sieht man wie differenziert so ein Ereignis sein kann. Hinter den meisten Personen steckt dann doch mehr als das lustige Youtube-Video der letzten Woche, sondern eben auch wichtige Erlebnisse und Eigenschaften die Personen ausmachen. Hier besteht unserer Meinung nach auch noch großer Diskussionsbedarf, was denn nun solche Ereignisse sind und ob man diese nun wirklich auf Facebook veröffentlich muss. Dies sollte aber wie immer jeder für sich selbst entscheiden. Ob und wie die angezeigten Beispiele durch Demographie oder andere Nutzereigenschaften beeinflusst werden wissen wir derzeit noch nicht. Da können vielleicht unserer Leser mehr berichten, vielleicht habt ihr andere Kategorien? Für alles was nicht in die vorgeschlagenen Elemente passt bietet Facebook auch die Möglichkeit ein anderes Lebensereignis hinzuzufügen.

Solche „wichtigen“ Ereignisse kommen meist nicht ohne passende Geschichte, aber auch daran hat Facebook gedacht. Beim Eintragen eines neuen Elementes können noch viele Informationen ergänzt werden:

  • Frei wählbarer Name des Ereignisses (z.B. bei Krankheit „Erkältung“, bei Erfolg „Red Dot Design Award 2011“)
  • Ort (optional)
  • Weitere Personen die zum Ereignis passen und die man in diesem Update markieren will
  • Zeitpunkt
  • Geschichte die im großen Textfeld optional ergänzt werden kann
  • Bild

Viel unterscheidet ein Lebensereignis in der Darstellung dann aber doch nicht von einem klassischen Statusupdate. Die getroffenen Auswahl erlaubt es Facebook aber natürlich dieses Statusupdate zu kategorisieren. So können zum Beispiel alle Erkrankungen auf einmal angeschaut werden. Wird ein (aktuelles) Lebensereignis veröffentlicht so erscheint dies im Stream der Freunde und wird auf der eigenen Chronik auch besser hervorgehoben. Außerdem würden wir erwarten, dass ein solches Lebensereignis eine bessere Sichtbarkeit im Stream der Freunde haben dürfte.

Unsere Frage: Lebenchronik ausfüllen, Sinn oder Unsinn? 

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Es gibt 17 Kommentare

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  1. 3
    Daniela

    Also Krankheiten würde ich jetzt mal zu den Dingen zählen, die man nicht unbedingt bei Facebook eintragen muss/sollte. Andere Dinge finde ich ganz nett, z.B. dass man seine Haustiere eintragen kann. Meiner Meinung nach sagen Haustiere oft auch viel über eine Person aus.
    Je nachdem wie öffentlich man sein Leben auch für potentielle Arbeitgeber auf Facebook machen will kann es durchaus sinnvoll sein Wohnort- und Jobwechsel bei Facebook anzugeben. Ist dann ja quasi nichts anderes als mein Lebenslauf bei Facebook.

  2. 4
    Atomic

    Grundsätzliche, „wichtige“ Ereignisse wie Umzüge, Auszeichnungen oder selbst Führerschein finde ich gar nicht mal so übel. Wer aber allen ernstes seinen Freunden oder gar der Welt detailliert mitteilen möchte, was für ein Krankheitsbild er in einem gewissen Zeitraum hatte, hat für mich irgendwo ein Persönlichkeitsproblem.

    Es ist jedem selbst überlassen, was er einträgt aber manche Auswahlmöglichkeiten sind definitiv übertrieben und haben NICHTS im world wide web zu suchen… ganz egal, wie man seine Privacy-Einstellungen handhabt.

  3. 5
    Tim

    Wenn’s zu privat für den Personalleiter ist, warum dann überhaupt (irgend)einer Website anvertrauen? Privatsphäre-Einstellungen hin oder her – die Daten landen irgendwo verteilt auf Facebook-Servern in den USA. Ich weiß nicht, ob meine Besitztümer und meine Krankengeschichte unbedingt da hin müssen.

    Und abgesehen davon: „Mein Haus, mein Auto, meine Krankheit.“ Wer zum Henker nimmt sich denn selbst so wichtig, dass er/sie meint, dies alles wirklich in die Welt (und sei’s auch nur die eigene kleine Welt) setzen zu müssen?

    Ich sehe den Nutzen nicht.

  4. 6
    Stefanie Norden

    Sehe das ähnlich wie meine Vorredner. Das Eintragen von Haustieren, vielleicht noch mit netter Geschichte und Bild, macht bestimmt zum einen Spass und kann zum anderen die Darstellung der Persönlichkeit abrunden.
    Krankheiten sind da allerdings ein ganz anderes Thema… aber ich denke, viele Menschen haben ein grundlegendes Bedürfnis, viel über sich mtzuteilen, also nehme ich an, dass auch diese Option genutzt werden wird.

  5. 8
    TomCheck

    Meiner Ansicht nach will Facebook uns mit diesem Feature einfach dazu bringen, noch mehr von uns preis zu geben.
    Die Werbewirtschaft freut sich schon auf die vielen persönlichen Daten!
    Wer sich auch noch bezüglich Gesundheitsfragen, Verlust von liebgewonnenen Menschen und privaten/beruflichen (Miss-)Erfolgen bei Facebook transparent macht, tut sich wirklich keinen Gefallen.
    Ich werde jedenfalls auch zukünftig bei solchen Ereignissen lieber mit einem guten Freund über die Sache sprechen, als gleich zu Maus und Tastatur zu greifen und die Datenkraken des Internets zu bedienen.

  6. 9
    Martin

    Wenn Wilma Kontakt hatte, dann doch wohl mit Fred ;-)
    Spaß beiseite: ich finde es nicht besonders lustig oder sinnvoll, ein Archiv persönlicher Daten bei Facebook anzulegen. Ist natürlich schon toll, wenn man alles, was man so verlegen oder vergessen könnte, aufbewahren kann. Aber da gibt es doch bestimmt auch ein Plätzchen im heimischen Regal oder Schreibtisch oder am eigenen PC. Wenn den die Generation Facebook noch hat … Was wiederum den Wunsch nach Speicherplatz erklären würde ;-)

  7. 10
    Susanne Ullrich

    Ich finde es sehr bedenklich, was Facebook macht. Letzenendes profitert ja doch nur der Werbekunde davon… die Pharma-Firmen werden in die Hände klatschen, wenn sie den Betroffenen zu jeder Krankheit passende Banner anzeigen können. Meiner Meinung nach sollte es wirklich irgendwann gut sein mit Informationen, Informationen und Informationen auf Facebook.

  8. 12
    Armin

    Verurteile nie einen Menschen in einer Situation, in der Du selbst nie handeln musstest.

    Ich bin gottseidank nicht davon betroffen, aber ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass Menschen mit einer schweren oder seltenen Krankheit das Bedürfnis haben sich darüber auf Facebook auszutauschen. Und besonders glücklich dürfte es diese Menschen machen, wenn sie vom Sieg gegen die Krankheit auf Facebook berichten dürfen.

    Bei dem Thema Krankheit sollte man nicht nur an Schnupfen oder Grippe denken.

  9. 13
    Tim

    Wer es bedenklich findet, der gibt nichts an – oder meldet sich gar nicht erst an. Krankheiten würde ich da auch nie angeben – darum tue ich es ja auch nicht. Aber warum soll das nicht jeder selbst entscheiden können?

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