Facebook kauft Snaptu – Wir testen es!

Facebook kauft Snaptu – Wir testen es!


Nachdem Facebook am Wochenende snaptu für mehrere Millionen Dollar gekauft haben soll, wollten wir dieses Wunderstück der Technik auch mal testen. Was ist snaptu überhaupt? Snaptu stellt für fast jedes Java-fähige Handy eine Software zur Verfügung mit der sich Facebook, Twitter, Picasa und ein paar weitere Services nativ, also ohne Browserunterstützung nutzen lassen. Während Twitter und Picasa für uns eher uninteressant sind haben wir uns den Facebook teil dieser Anwendung genauer angesehen.

Also schnell das alte Sony Ericson K800i rausgesucht, Mobile-Flat für einen Monat gebucht und ab ins Internet. Unter m.snaptu.com kann man sich mit wenigen Klicks die Software für das eigenen Handy laden. Eine vorherige Modelwahl war nicht nötig. Nach der Installation (einfach den Anweisungen des Handys folgen) kann man die Software auch direkt starten und zwischen den verschiednen Diensten wählen. Nach dem Klick auf Facebook wird die Sprachdatei ausgewählt und dynamisch aus dem Netz nachgeladen – hier steht auch deutsch in einer Beta-Version zur Verfügung. Bei der anschließenden Anmeldung sollte man genau hinschauen, da das Liken der Snaptu-Fanpage schon vorausgewählt ist.

Auf dem Homescreen finden sich 9 Symbole, die für Neuigkeiten, Postfach, Anfragen, Benachrichtigungen, Events, Profil, Freunde, Fotos und Suche stehen. Am meisten genutzt wird sicherlich der Bereich Neuigkeiten, der den Newsstream abbildet. Dieser wird ungefiltert gezeigt, es erscheinen also nicht nur die „Hauptmeldungen“. Besonders praktisch ist, dass man alle Beiträge auch direkt liken und kommentieren kann. Außerdem kann zum entsprechenden Nutzerprofil oder dessen Pinnwand gewechselt werden. Bei Videos kann zudem in den Handybrowser gewechselt werden. Bei unserem stark betagten K800i ließ sich hier aber nur die Tonspur der MP4 Videos wiedergeben. Auch Fotos können nicht nur betrachtet sondern auch kommentiert, gezoomt und sogar gelöscht werden.

Statusupdate aus der Software raus

Statusupdate aus der Software raus

Gegenüber dem herkömmlichen m.facebook.com zeichnet sich snaptu besonders durch seine Geschwindigkeit aus. Da hier nicht ganze Webseiten sondern nur die Daten zwischen Facebook und Handy übertragen werden, macht das Surfen erheblich mehr Spaß. Auch das Caching in der Anwendung gibt noch einmal einen kleinen Geschwindigkeitsschub.

Ganz wichtig fürs Marketing aber: Pages finden bei snaptu nicht statt. Auch wenn man nach diesen sucht, sind sie nicht zu finden. Das selbe gilt für Statusnachrichten. Pages können mit snaptu also auch nicht aktualisiert werden. Damit unterscheidet sich snaptu aber nicht von den anderen mobilen Versionen – auch dort werden Pages größtenteils ausgeblendet.

Mit dem Kauf  von Snaptu hat Facebook ein strategisch wichtiges Puzzlestück für die Eroberung des mobilen Internets dem eigenen Portfolio hinzugefügt. Auch wenn in Deutschland inzwischen moderne TouchScreen Handys fast überall Einzug gehalten haben, gibt es noch viele Länder in denen weniger moderne Handys verwendet werden. Hier wird sich Facebook mit snaptu noch schneller verbreiten können.

Auch Facebooks Pressemeldung macht die Ziele deutlich:

As part of our goal to offer people around the world the opportunity to connect and share on mobile devices, we’re excited to confirm that we recently signed an agreement to acquire Snaptu. We expect the acquisition to close in a few weeks, subject to customary closing conditions.

Snaptu is a startup run by a highly innovative collection of engineers and entrepreneurs, who we already work closely with to offer a Facebook mobile application for feature phones.

As part of Facebook, Snaptu’s team and technology will enable us to deliver an even better mobile experience on feature phones more quickly.

Habt ihr auch noch ein altes Handy zu Hause? Werdet ihr snaptu damit testen? Erzählt uns von euren Erfahrungen!

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Veröffentlichung 22. März 2011

Es gibt 20 Kommentare

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  1. 1
    AndreasK

    Ich habe zu SonyEricsson-Zeiten viele Tools ausprobiert, um mich mit Facebook und Twitter zu verbinden. Snaptu ist ziemlich schnell mein Favorit geworden. Hauptargument neben der angesprochenen Geschwindigkeit war, dass ich keine zweite Anwendung brauchte, um von Twitter zu Facebook zu kommen, und umgekehrt.

    Die anderen Funktionen wie Wetter oder News haben mich kaum interessiert. Und da man trotz Anmeldung mit dem Picasa-Tool keine Änderungen im eigenen Account machen kann (konnte?), habe ich das auch nicht genutzt.

    Ich empfehle snaptu jedem, der auf der Suche nach einer entsprechenden Anwendung ist.

  2. 15
    Hans

    Blöde Frage: Wie kann man eigentlich, nachdem man „Online Medien“ (allein das ist schon falsch geschrieben) studiert hat, so viele Rechtschreibfehler in einem Artikel machen?

  3. 18
    allfacebook.de | Facebook Mobil für 2500 Handy Modelle und kostenlos mit O2 Deutschland

    […] Getestet haben wir die Anwendung bereits vor vier Monaten, geändert hat sich seit dem nicht viel. Neu hinzu gekommen ist die Möglichkeit mit Hilfe des internen Adressbuches nach neuen Freunden zu suchen. Die in der Facebook Ankündigung versprochene Kamera Integration konnten wir zumindest auf unserem Testgerät (SE K800i) nicht finden. Wie von Facebook gewöhnt kommt auch diese mobile Anwendung übrigens ohne jede Werbung aus. […]

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