Die Like-Button 2-Klick Lösung im Marketing – Pro und Contra


Vor genau  zwei Wochen haben wir mit einem kleinen Stausupdate auf Facebook für große Aufruhr gesorgt. Damals ging es um die 2-Klick Lösung für den Facebook Like Button. Seit dem haben wir uns viele Gedanken zu diesem Thema gemacht und nach Vor- und Nachteilen gesucht. Dabei lag unser Fokus klar auf dem Facebook Marketing und dem Einsatz als Anbieter von Informationen und Produkten.

Noch einmal kurz worum es geht: Nach der Drohung des ULD, Unternehmen in Schleswig-Holstein die den Like-Button nutzen mit einem Bußgeld zu belegen, haben sich verschiedenen Entwickler überlegt, wie sich die Forderungen erfüllen lassen. Diese wurden von heise.de aufgenommen, verbessert und verbreitet. Bei dieser Lösung wird der eigentliche Like Button erst nach einem Klick auf ein Bild nachgeladen.

Pro:

  • Die Webseiten laden schneller, da keine Daten von Facebook bezogen werden müssen
  • Es werden ohne explizite Aufforderung keinerlei Daten an Facebook übertragen
Contra:
Ihr seht es schon, bei uns kommt die Zwei Klick Lösung nicht wirklich gut weg. Gerade die Argumente, dass diese Lösung dem ULD nicht weit genug geht und Facebook offen gelegt hat, welche Daten beim Like Button (nicht) verwendet werden, sprechen für uns gegen Einsatz.
Aus Marketingsicht ist der Einbruch der CTR das K.O. Kriterium. Viele Webseiten generieren heute schon einen erheblichen Anteil ihres Besucheraufkommens über Facebook und die Verbreitung der eigenen Produkte und Information im Netzwerk. Wie gesagt, das ist unsere Meinung. Wenn ihr weitere Punkte für die Pro & Contra Liste habt könnt ihr diese gern in den Kommentaren ergänzen, die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch eure Meinung würde zum Thema 2-Klick-Button würde sehr interessieren.
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Es gibt 13 Kommentare

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  1. 3
    Rafal

    Eigenlich müsste dann ja jede zweitverlinkte Seite, die aufgerufen wird, erst mit einem Extraklick bestätigt werden. Wird „heise.de“ aufgerufen werden Contents von vielen anderen Seiten geladen – ja man könnte sogar sagen, das „Internetmodell“ nämlich die Verlinkung insbesondere iframes und der inline Grafiken wird ad absurdum geführt (P.S. diese TEXTAREA ist zu klein, man muss immer rumscrollen ob man richtig geschrieben hat!)

  2. 4
    Stefan Scheurer

    Wir haben die Zweiklick-Lösung seit einem Jahr eingebaut, bevor Heise kam. Und ich kann in meinen Nutzerzahlen einen Großteil der „Contra“-Punkte nicht bestätigen. Sorry, aber manchmal muss man auch mal einen anrufen, der das einsetzt und dann mal nach Zahlen Fragen bevor man dazu neigt, Facebook-Argumentationen zu übernehmen. Übrigens: Ich bin kein Datenschutzfanatiker, und trotzdem spricht mehr für 2-clicks als es hier oben steht.
    Lieben Gruß!
    Stefan Scheurer,
    Redaktionsleiter SWR3.de

  3. 5
    noname

    „Wenn der Einsatzzweck der Schutz des Nicht-Facebook Nutzers ist, so ist er nach der Erklärung von Facebook zur Funktionsweise des Like Buttons unnötig“
    Das ist meiner Meinung nach falsch. Denn bei Nicht-Nutzern speichert Facebook beim jeweiligen Nutzer ein Cookie, was deutlich brisanter ist – denn so lässt sich jeder nicht-Nutzer eindeutig identifizieren bzw. wiedererkennen, auch wenn sich die IP wechselt!

  4. 6
    Rüdiger Kladt

    Bei Ihrer Erörterung vergessen Sie das Wesentliche: die gelebte Praxis ist rechtswidrig!
    Und so schön und bequem Sie es auch finden mögen, die CTR einer Branche kann nicht der Maßstab sein, wenn es um ein Recht mit Verfassungsrang geht – das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

    Rüdiger Kladt

  5. 7
    m. Förster

    Die Diskussion um 2-Klick-Lösungen finde ich momentan eher müßig, solange das ULD auch die Abschaltung der Fanpages selbst von den Unternehmen fordert. Solange diese Forderung im Raum steht, müssen wir uns doch gar keine Gedanken um die Like-Buttons machen. Die brauche wir dann sowieso nicht mehr, wenn Schleswig-Holstein alle Fanpages abschaltet.
    Gruß von einem genervten Marketingberater aus SH

  6. 8
    Monika T-S

    am Flughafen verkauf ich jedesmal meine Intimsphäre wegen dem Argument „Sicherheit“

    hier in dem Artikel wird argumentiert ich soll meine Privatsphäre wegen „Facebook Follower Freunde“ verkaufen, damit Firmen mehr „Freunde“ generieren,

    weil ein Facebook Freund ist nochlange kein Kunde ;) =>

    mein Mitleid mit den 2ClickGegnern hält sich in extrem engen Grenzen,

    hier sind MarketingFachleut=> hoff ich=> na dann “ verführt eure Leute“ zur 2Click Lösung

    oder macht FB Druck => nicht den deutschen Gesetzen

    ich find die Argumentation schwach – zu eng betrachtet, schön wäre es , wenn hier Lösungen stünden, die die Leut zum 2ten Click verführen, das hilft

  7. 9
    Marcus

    Da muss ich Rafal zu 90% recht geben. Jedes noch so kleine eingebaute AD und IFRame von Drittanbietern müsste dann verboten werden.

    Was ist eigentlich mit Google? Wenn ich dort auf ein AD stoße auf einer anderen Seite und gleichzeitig angemeldet bin, dann weiss doch Googel bestimmt auch genau, wer da gerade surft.

    Das grundsätzliche Problem bei Facebook, ist wohl, deswegen auch die „große“ Diskussion, dass Facebook den Namen (Interessen etc.) hat und somit haarklein weiss, welche Person auf welchen Seiten surft. Ein intelligentes AD erkennt lediglich den gleichen Nutzer und liesst vielleicht „nur“ den Verlauf, Cookies etc. aus. Oder irre ich mich da?

    Aber ein gutes hat das alles: Bald wird sich die Piratenpartei um sowas kümmern. Bleiben wir also gespannt.

    (und ja das Textfeld hier zum Schreiben ist zu klein)

  8. 10
    Rafal

    Danke @Marcus – dachte schon ich wäre der Einzige der dieses Manko erkannt hat (äh und das Textfeld ist immer noch zu klein, ok, eine Zeile passt noch rein, aber jetzt isses zuende)

  9. 11
    Simon

    Ausserdem ignorieren eure Ausführungen dass gerade bei deutschen Nutzern der Punkt Datenschutz recht sensibel ist. Das mag bei Usern unter 25 eine geringfügigere Rolle spielen aber die sind erstens nicht FB und zweitens nicht die kaufkräftigste Kundengruppe. Insofern wird man (immer abhängig von der Branche) eher mehr Sympathien mit der 2-klick-Lösung gewinnen sofern man deren Umsetzung richtig kommuniziert!

  10. 13
    John

    Es ist ein wenig erschreckend, wie bereitwillig hier der Datenschutz der (durch Facebook bewusst schlecht aufgeklärten) Nutzer höheren CTR untergeordnet wird. Im Übrigen gibt es Möglichkeiten, serverseitig die Zahl der Likes zu parsen und anzuzeigen, ohne dass der Like-Button bereits aktiv ist, wenn der Nutzer auf die Seite kommt.

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