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admin panel

Was zuerst nur wie ein Test aussah, ist inzwischen bei fast allen Seiten aktiv: Facebook hat eine entscheidende Änderung im Admin Panel vorgenommen.

Auf allen von uns betreuten Seiten hat Facebook in den letzten zwei bis drei Wochen die große Box oben links ausgetauscht. Diese zeigte in der Vergangenheit Benachrichtigungen über die Aktivitäten der Facebook-Fans auf einer Seite an. Es war also auf einen Blick möglich zu sehen, was sich bei welchem Beitrag verändert hat. Diese Benachrichtigungen wurden zudem farblich hervorgehoben, wenn die Aktivität in der Zeit seit dem letzten Besuch der Seite passierte. Nun hat Facebook diese durch einen Überblick der eigenen Posts sowie deren Reichweite ersetzt.

Die Änderung ist zwar nicht groß, aber für das Community-Management bedeutend. Dort konnte man zuvor mit einem Blick beim Aufruf der Seite sehen, ob es neue Aktivitäten gab, um die man sich kümmern musste. Diese Benachrichtigungen sind nun nur noch über die separate Benachrichtigungsseite zu erreichen. Bisher haben wir auf unserer Facebook-Seite auch primär negatives Feedback zu dieser Änderung erhalten und viele Nutzer haben sich sehr positiv darüber geäußert, als Sie für 1-2 Wochen wieder die alte Version hatten.

Altes Vorgehen als Administrator oder Community-Manager:

  • Seite aufrufen
  • Schauen, ob farbig hinterlegte Benachrichtigungen vorhanden sind
  • Diese gegebenenfalls anklicken und bearbeiten
  • Hoch scrollen und weitere Benachrichtigungen ansehen

Neues Vorgehen:

  • Seite Aufrufen
  • Schauen, ob Benachrichtigungen vorhanden sind (rote Zahl am Benachrichtigungsbutton)
  • Benachrichtigungsseite aufrufen
  • Überlegen, wann man die Seite das letzte Mal besucht hat und von da an die neuen Benachrichtigungen anschauen
  • Diese gegebenenfalls anklicken und bearbeiten
  • Zurück auf die Benachrichtigungsseite springen und weitere Benachrichtigungen ansehen

Dabei ist schon der ständige Wechsel zwischen den Ansichten sowie die fehlende Hervorhebung sehr nervig. Hinzu kommt aber noch, dass der Benachrichtigungsseite entscheidende Informationen fehlen, welche wir in der alten Ansicht hatten. So hat uns die alte Ansicht zum Beispiel verraten, welchen Link oder Status ein Nutzer kommentiert hat. Die jetzt aktuelle Ansicht verrät nur noch, dass ein Link oder Staus kommentiert wurde. Die alte Ansicht hat die ersten Worte eines Nutzerposts mit angezeigt, die neue Ansicht lässt den Community-Manager nur noch wissen, dass es einen Post gab.

alt

Der Blick auf die Benachrichtigungsseite lässt aber ein klein wenig Hoffnung aufkommen. Dort gibt es schon lange den Link “Get notifications via: RSS”. Das hört sich nach einer super Lösung an, hat man im RSS Reader doch eine Hervorhebung der bisher nicht gelesenen Nachrichten. Klickt man den Link an, landet man direkt auf dem unformatierten RSS Feed. Als wir uns dessen URL dann in den RSS Reader kopiert haben, hat uns Facebook aber leider abgewiesen:

NewsRack

Der Hintergrund ist natürlich klar: Mit einem RSS Reader und der URL könnte sich jeder Nutzer die Benachrichtigungen jeder Seite anschauen. Auch von Seiten, bei denen er nicht Admin ist. Wirklich funktionieren sollte dieser Feed also eigentlich nur, wenn er im gleichen Browser genutzt wird mit dem man auch bei Facebook eingeloggt ist.

Doch warum diese Änderung? Wir können nur einen Zweck darin sehen: Facebook möchte noch mehr Administratoren dazu bewegen ihre Beiträge gegen einen kleinen Betrag hervorzuheben. Denn in der neuen Ansicht ist rund ein Drittel jeder Zeile für die bezahlte Reichweite und den “Advertise Post” Link vorgesehen. Alle anderen Informationen im neu gestalteten Bereich finden sich so auch unter jedem Post selbst. Dort erfährt man dann neben der Gesamtreichweite auch die virale Reichweite, ein Wert den Facebook im neuen Dashboard einfach unter den Tisch fallen lässt. Dabei sollte doch gerade dieser Wert zeigen, wie “engaging” ein Beitrag war.

Der große Rollout auf fast allen Seiten lässt vermuten, dass der Test bereits abgeschlossen ist. Die Hoffnung, das alte Dashboard zurück zu bekommen, ist damit relativ gering.