Vorstellungsgespräch auf Facebook: Social Interview

Vorstellungsgespräch auf Facebook: Social Interview


Karriereseiten bei Facebook gehören inzwischen bei vielen Unternehmen zu Standardmaßnahmen bei der Suche nach geeignetem Personal. Die New Yorker Agentur R/GA hat den Gedanken des Social Recruitings weiter getrieben und eine App entwickelt, um Interessenten für die Praktika der Agentur auf Herz und Nieren und zu prüfen – mit Hilfe der eigenen Freunde.

Die Bewerber autorisieren eine Facebook App, die verschiedene Fragen über sie auf die Pinnwand postet, verbunden mit einem Aufruf an die eigenen Freunde, diese Fragen zu beantworten. Bei R/GA erhofft man sich neben der Aufmerksamkeit auch einen direkten Dialog und einen ehrlicheren Blick auf die Bewerber als in einem Vorstellungsgespräch.

Die Agentur zeigt Konzept und Ergebnisse der “Social Interview” genannten App in einem YouTube-Video. Auffällig ist, dass die Antworten zumindest im Video stets positiv ausfallen. Ein Grund mehr, sich künftig zweimal zu überlegen, wen man als Freund hinzufügt.

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Es gibt 12 Kommentare

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  1. 1
    Sven

    Könnte man negative Kommentare nicht einfach löschen oder Freunde um ein positives Feedback bitten. Klingt irgendwie unausgereift. :S

  2. 3
    Steffen

    @sven
    es kann also genauso beeinflusst/gelogen werden wie bei jedem anderen weg, bei dem die freunde gefragt werden.
    aber stimme zu: insgesamt find ich diese methode auch unausgereift.

  3. 5
    fimbim

    @Sven: Das hab ich auch gedacht. Außerdem ist die Überwindung, mir meinen neuen Job durch einen negativen Kommentar in der Öffentlichkeit zu versauen, doch auch viel größere als mir durch ein positives Feedback zu helfen und dadurch beliebter zu werden…

  4. 6
    Ben

    @Sven @fimbim: Dann teilt man den Beitrag nur mit einer bestimmten Liste, wo sich nur die besten Freunde befinden. So kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit überwiegend positive Kommentare und vor allem authentische. Finde ich deswegen auch noch unausgefreift.

  5. 10
    B. Siegrist

    Ein Grund mehr sich mehrfach zu überlegen was man von sich persönlich im Internet veröffentlicht. Denn wenn Personalabteilungen von Unternehmen solch maschinelle Auswahlverfahren anwenden stellt sich schon die Frage, ob hier aalglatte Maschinen oder wirkliche Menschen eingestellt werden sollen. Außerdem sagt doch der persönliche Blick in die Augen des Bewerbers viel mehr aus als jeder noch so smarte Prozess.

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