Tutorial: Facebook Shop für Seiten einrichten und Produkte taggen

Tutorial: Facebook Shop für Seiten einrichten und Produkte taggen


Nach relativ langer Wartezeit hat Facebook in den vergangenen Wochen nun auch in Deutschland begonnen die Shop-Funktion für Facebook Pages zu veröffentlichen. Wer jetzt an ein Deja-Vu glaubt, liegt falsch. Dieses Mal geht es nicht um die Integration eines externen Anbieters, wie etwa Shopify sondern um einen Produktkatalog direkt in der Facebook Seite.

Wobei „Produktkatalog“ dann auch schon genau den einzigen aber sehr großen Nachteil des Shops beschreibt: Der Kauf findet nicht direkt in Facebook statt, sondern immer auf einer externen Webseite. Facebook dient also nur der besonderen Darstellung des Sortiments.

Achtung: Die folgende Anleitung funktioniert nur für Seiten, die zuvor nicht bereits einen Shopify Shop integriert haben. Falls ihr einen Shopify Shop bereits in der Seite eingebunden habt oder hattet, endet die Anleitung hier. Zwei Shops sind nicht möglich. Wie man den Shopify Shop wieder trennt konnten wir noch nicht herausfinden.

So richtet ihr den Facebook Shop ein:

Zuerst einmal müsst ihr schauen, ob ihr bereits von Facebook für die Shopfunktion freigegeben seid. Ihr erkennt dies beim Besuch euerer Facebook Seite am Desktop Browser an dem „Add Shop Section“ Link in der Navigation. Wenn das nicht der Fall ist: Wartet noch ein paar Tage und schaut erneut. Unter Umständen müsst ihr die Kategorie der Seite wechseln.

Add Shop Section

Im nächsten Schritt müsst ihr den Nutzungsbedingungen für Shops zustimmen und die Währung für euren Shop auswählen.

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Anschließend solltet ihr von Facebook direkt in euren neuen Shop weitergeleitet werden. Wenn das nicht der Fall ist: Einfach links im Menu auf Shop klicken. Euer erstes Produkt erfasst ihr mit einem Klick auf „Add Product“:

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Ihr könnt zu jedem Produkt ein oder mehrere Fotos und Videos hochladen. Ein integrierter Fotoeditor hilft euch die Produktbilder noch einmal zu beschneiden oder zu optimieren.

Jedes Produkt hat einen Namen und natürlich auch einen Preis sowie eine Beschreibung. In unserem Test waren auch sehr lange Beschreibungen mit über 600 Wörtern kein Problem.

Absolute Pflicht ist die Checkout-URL. Hier seid ihr sehr flexibel. Ihr könnt entweder nur auf die Produktseite eures Webshops verlinken oder, wenn euer Webshop es erlaubt, auch gleich einen Schritt weitergehen und eine URL hinterlegen bei der das Produkt schon im Warenkorb liegt, oder der Nutzer nur noch die Kontakt- und Zahl-Informationen angeben muss. Der „Kaufen“ Button wird von Facebook mit „Kaufbestätigung auf Webseite durchführen“ betitelt. Darunter kann der Kunde sich wohl jeden der genannten Schritte vorstellen.

Zum Schluss könnt ihr noch festlegen, ob der Artikel in der „Featured-Section“ des Shops und der Page-Timeline dargestellt wird.

Featured Shop

Außerdem könnt ihr das neue Produkt direkt mit einem Post auf euere Pinnwand bekannt machen.

Das war es dann im Prinzip auch schon. Im nächsten Schritt könnt ihr eurem Shop noch eine kurze Beschreibung (200 Zeichen) mitgeben und weitere Artikel verfassen:

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Ein Import der Produkte aus externen Quellen ist nach unserem Wissen (und Testen) bisher nicht möglich. Das bedeutet, ihr müsst den Produktkatalog zwei Mal pflegen, sowohl in euerem „richtigen“ Shop, als auch auf Facebook. Deshalb empfiehlt es sich sicher auf Facebook nur eine kleinere Auswahl von 5-10 Produkten anzubieten. Alles andere kann dann auf der echten Shop-Seite geschehen.

Der Produktkatalog, wie man ihn zum Beispiel für Facebook Anzeigenkampagnen angelegt hat, greift hier bisher nicht. Beide Funktionen laufen bisher noch nebeneinander.

Statistiken

Facebook stellt im Insights Bereich der entsprechenden Page auch eine neue Kategorie für den Shop zur Verfügung. Dort können für verschiedene Zeiträume Zahlen zu Views und Klicks der einzelnen Artikel abgerufen werden. Zumindest für uns scheinen diese Daten aber nicht aktuell zu sein:

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Wie sieht der Kunde den Shop?

Der Katalog selbst ist relativ unspektakulär in der Darstellung. Es wird ausschließlich zwischen „Featured Products“ und „All Products“ unterschieden. Es gibt keine Möglichkeit Kategorien oder Produktgruppen anzulegen.

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Der Nutzer sieht den einzelnen Artikel des Shops später so:

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Der Artikel kann also nicht nur „gekauft“ sondern auch geliked, geteilt und kommentiert werden. Ein Punkt, auf den unbedingt auch das Community Management der Seite aufmerksam gemacht werden muss.

Auch in der mobilen Ansicht der Seite ist der Shop perfekt integriert. Das war in der Vergangenheit stets ein Problem bei Facebook Seiten gewesen.

Produkte in Beiträgen markieren

Ein echtes Highlight ist für uns die Möglichkeit, Produkte die man zuvor angelegt hat in Facebook Status-Updates zu markieren. So sind spannende Posts möglich, bei denen die Produkte nicht zwingend im Vordergrund stehen sondern nur einen Mehrwert für den Nutzer bilden:

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Nach dem Einstellen der Produkte gibt es zum vertaggen im Publisher einen neuen Button. Produkte lassen sich sowohl bei Text- wie auch Bild- und Linkposts markieren:

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Hier gibt es noch eine wichtige Änderung gegenüber dem normalen Shop, denn es lassen sich auch alle Produkte taggen, die in einem Produktkatalog für Facebook Anzeigen angelegt wurden. Auch wenn diese nicht im Shop sichtbar sind.

Fazit

Die Funktionen der neuen Shop-Section in Facebook Pages sind großartig! Erstmals wird der Produktkatalog sowohl mobil als auch am Desktop ausgespielt und kann auch von technisch wenig versierten Administratoren eingerichtet und gepflegt werden.

Die Möglichkeit Produkte in Facebook Posts zu taggen ist für uns das Sahnehäubchen und erlaubt eine völlig neue Produktkommunikation auf Facebook.

Für uns noch ungeklärt ist hier die rechtliche Frage, selbst wenn der Verkauf nicht direkt auf Facebook stattfindet werden gewissen Grundregeln zur Auszeichnung von Produkten und Preisen wohl auch auf Facebook nötig sein.

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Es gibt 17 Kommentare

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  1. 1
    Regina Oswald

    Danke für den interessanten Artikel!
    Es wäre ja sicher möglich, den Facebook-Shop als Affiliate-Shop zu führen.
    Auf meiner Webseite gartenstauden.de habe ich einen Produktkatalog mit Gartenstauden, der jede Nacht Produktdaten aus Partnerbaumschulen einliest und statt Checkout auf diese verlinkt. Das müßte ja ganz ähnlich mit dem Facebook-Shop zu machen sein. Meines Wissens ist das auch von den Partnern her kein Problem, müßte man aber vermutlich im Einzelfall noch mal absichern.
    Das mit der Import-Funktion wäre bei der großen Anzahl Produkte natürlich sehr interessant, vor allem, weil ja die Preise ständig aktualisiert werden müssen. Auf der Webseite passiert das natürlich automatisch.
    Mal im Auge behalten….
    Übrigens interessante Webseite Biodukte.de, die ich noch gar nicht kannte, obwohl wir schon seit vielen Jahren in der Bioszene auch recht aktiv sind.

  2. 2
    Alptekin

    Ich frage mich, ob es möglich ist im FB Shop mehrere Produkte in den Warenkorb zu legen und dann den Check Out Prozess in Gang zu setzen? Oder muss nach jeden Produkt der Check Out eingesetzt werden? Dazu steht leider nichts im Artikel.

  3. 3
    Kristin Abdullina

    Danke für den Artikel! Die Funktion mit dem Einbezug der Produkte unter dem normalen Post ist spannend! Rein theoretisch kann man den Produktkatalog auch für Reiseanbieter nutzen – nicht wahr? Reisen als Produkte anlegen und gebucht wird dann auf der normalen Seite.

  4. 5
    Tanja

    Hallo, ich betreue einige Online-Shops für Kunden, die Produkte mit Altersbeschränkung (ab 18 Jahre) anbieten.

    Mich würde interessieren, ob ich einen solchen Facebook-Shop anlegen darf?

    Die Altersbeschränkung der Fanpage wurde auf 18 Jahre gesetzt. Einen dementsprechenden Hinweis in der Produktbeschreibung unterzubringen ist jetzt nicht das Ding, ferner findet auf der Homepage immer eine Jugendschutzabfrage seitens der Schufa statt.

    Vielen Dank für die Info!

    • 9
      Chris

      Leider musst du den Shop komplett löschen und neu anlegen, dann wird die gewünschte Währung abgefragt. Ging mir auch so.

  5. 10
    wolltankstelle

    ich habe auch noch nicht heraus gefunden, wo ich die Währung einstellen kann. Das Feld ist „ausgegraut“. Also erstmal abwarten was noch folgt, weil mit der falschen Währung möchte ich nicht starten.

  6. 11
    Chris

    Geht es euch auch so, oder nur mir: Wenn ich ein Produkt mit dem Preis 13,60 Euro eintragen möchte- wird der Betrag auf 14 Euro nach Eingabe aufgerundet. ?!

  7. 12
    JP

    Hallo Zusammen,
    probiere gerade die Funktionen der neuen Möglichkeit.
    Ich kann bei der Produktbeschreibung kein Trademark oder Register Zeichen setzen.
    Weder per Unicode oder Entity.
    Das wäre aber ein großes Handicap bzw. könnte zu Abmahnungen führen.

  8. 13
    Björn

    Toll wäre eine Möglichkeit die Produkte per Feed mit dem eigentlichen Online Shop zu synchronisieren, oder habe ich diese Funktion übersehen?

  9. 15
    Kai

    Unseren Shop habe ich vor 3 Wochen eingerichtet. Nun möchte ich seit geraumer Zeit etwas ändern, die Änderungen werden aber nicht abgespeichert. Es erscheint der Hinweis „Leider ist etwas schiefgelaufen: Bitte versuche es später noch einmal.“
    Was kann ich tun?

  10. 17
    Ivan L.

    Super Sache die Option mit dem integrierten Shop. Hab aber ein kleines Problem entdeckt. Wollte den Shop auch auf unserer Seite einrichten. Soweit alles gut dennoch habe ich keine Möglichkeit beim Produkt den Link zur Shop-Seite einzufügen. Den Button „Kaufbestätigung auf Webseite ausführen“. Ich bekomme da nur einen Button „Nachricht senden“. Wurde das geändert?

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