Tutorial: Dynamic Product Ads auf Facebook schalten. Vom Produktkatalog über den Facebook Pixel bis hin zur individuellen Anzeige.

Tutorial: Dynamic Product Ads auf Facebook schalten. Vom Produktkatalog über den Facebook Pixel bis hin zur individuellen Anzeige.


In dieser Serie über Dynamische Produktanzeigen nehmen wir Euch mit in die weite Welt der individuellen Wiederansprache von Nutzern und zeigen Euch was sie zu bieten hat.

Jeder Online-Shopper kennt es: Nach dem Surfen im Lieblingsshop, finden sich die gleichen Produkte in den Werbeanzeigen der nachfolgenden Seiten wieder und erinnern an den abgebrochenen oder noch nicht vollendeten Shoppingausflug.

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Wie entstehen solch benutzerdefinierten Anzeigen, die dem User Produkte präsentieren, die er sich schon einmal angesehen hat? Was sind die Voraussetzungen für solche Ads und wie werden sie geschaltet? All diese Fragen und noch mehr klären wir in unserer Artikelserie über dynamische Produktanzeigen.

Wie viele andere Reisen startet auch unsere mit einem Blick in den Katalog. Der erste Schritt zur dynamischen Produktanzeige beginnt mit dem Erstellen eines Produktkataloges. Wie dieser aufgebaut sein sollte, verraten wir im folgenden Artikel.

Was ist ein Produktkatalog?

Ein Produktkatalog, auch Produktfeed genannt, umfasst wie der Name schon verrät eine strukturierte Auflistung aller Produkte, die beispielsweise in einem Onlineshop zu finden sind und zur Bewerbung zur Verfügung stehen sollen. Der Katalog inkludiert neben den Produktnamen viele weitere notwenige Informationen wie beispielsweise Kategorie, Preis oder Warengruppe. Diese Parameter können je nach Ziel und Wunsch spezifisch festgelegt werden.

Warum ist ein Produktkatalog unumgänglich?

In erster Linie erhöht der Katalog die Präzision von Anzeigen und erleichtert die Anzeigenschaltung auf Facebook für Onlineshops ungemein. Für Werbetreibende mit einer Vielzahl von Produkten im Portfolio ist die klassische, manuelle Erstellung von Werbeanzeigen zu aufwendig und ineffizient.

Die Lösung für das Problem heißt dynamische Produktanzeigen. Doch um diese zu realisieren, kommt man um den Produktkatalog nicht umhin. Dieser enthält viele relevanten Informationen für den Inhalt der jeweiligen Anzeige. Mit dynamischen Anzeigen fällt die Erstellung von Anzeigen für einzelne Produkte weg. Alle wichtigen Parameter werden über den Katalog übermittelt, damit steht einer unkomplizierten, automatisierten Anzeigenschaltung nichts mehr im Weg.

Die Vorteile dynamischer Produktanzeigen auf einem Blick:

  1. Skalierbar: Alle Produkte können mit einer attraktiven Werbeanzeige hervorgehoben werden, ohne dafür jeweils einzelne Werbeanzeigen konfigurieren zu müssen.
  2. Immer live: Die Kampagne muss nur einmal eingerichtet werden und erreicht ständig Personen mit dem richtigen Produkt zur richtigen Zeit.
  3. Geräteübergreifend:  Mit der Anzeige werden alle Personen auf jedem Gerät erreicht, unabhängig davon, auf welchem Gerät der ursprüngliche Berührungspunkt stattfand.
  4. Besonders relevant:  Durch das potenzielle Interesse am Produkt ist der Weg zur Conversion sehr kurz und der User bekommt im besten Fall durch die Anzeige den letzten Kaufimpuls.

Wie muss der Produktfeed aussehen?

Im Allgemeinen orientiert sich der Feed sehr stark am Google Shopping Feed. Eine ausführliche Anleitung zur Erstellung findet sich hier:

https://developers.facebook.com/docs/marketing-api/dynamic-product-ads/product-catalog

Der Katalog muss gewisse Bedingungen erfüllen:

  • Format: XML, CSV, TSV
  • Tabulator, Balken, Komma und Tilde müssen als Trennzeichen in Produkt-Feeds verwendet wurden sein
  • UTF 8 oder ISO88591 Format
  • Er muss mindestens alle verpflichtenden Parameter enthalten

Folgende Spalten müssen beinhaltet sein:

  • ID (eindeutige IDs, nachdem ein Artikel eingereicht wurde, darf die ID später nicht erneut für ein anderes Produkt verwendet werden.)
  • availability (akzeptierte Werte: in stock, out of stock, preorder, available for order)
  • condition (akzepierte Werte: new, refurbished, used)
  • description (max. 5.000 Zeichen)
  • image_link (1200 x 630 px, Seitenverhältnis 1,9:1)
  • link (Ziel-Url zum Produkt)
  • title (max. 100 Zeichen)
  • price (Kosten und Währung z. B. 9,99 EUR)
  • Gtin (global trade item number), mpn (manufacturer’s part number) oder brand (Name der Marke) – mindestens Eins von der Drei angeben

Im Produktfeed können außerdem eine Vielzahl an weiterführenden Elementen wie beispielsweise die Parameter Farbe, Material oder Lieferbedingungen angefügt werden. Außerdem können Product Deep Links integriert werden. Zum Beispiel können sie die jeweiligen App Spezifikationen beinhalten, indem Parameter wie ios_url oder ipad_app_store_id hinzugefügt werden. Je mehr Informationen der Feed enthält, desto spezifischer kann die Werbebotschaft gestaltet werden und den potenziellen Kunden erreichen.

So könnte ein fertiger Feed aussehen:

beispielkatalog1

beispielkatalog2

Zur Verwaltung sowie Kontrolle von mehreren Feeds und zur Optimierung dieser bieten Tools wie Channable hilfreiche Unterstützung.

Wie wird der Katalog eingebunden?

Der Produktkatalog muss im Facebook Business Manager hochgeladen werden. Dies erfolgt über die Einstellung „Neu hinzufügen“ à Produktkataloge.

Katalog-einfuegen

Nachdem der Produktkatalog benannt wurde, kann der Werbetreibende dem Produktkatalog optional Pixel, Apps sowie Personen zuordnen. Eine Zuweisung der Pixel ist für das Conversiontracking äußerst wichtig und sollte daher nicht übersprungen werden.

Pixel-zuordnen

Sobald der Produktkatalog erstellt ist, gelangt der Werbetreibende in die Übersichtsseite des Katalogs.

produkt-feed

An dieser Stelle muss durch das Feld „Produkt-Feed hinzufügen“ der jeweilige Feed eingefügt werden. Vor dem Upload besteht die Möglichkeit den Feed zu benennen, die Währung auszuwählen und die Art des Hochladevorgangs zu bestimmen. Man kann hier aus einem regelmäßigen und einem einzelnen Upload wählen. In jedem Fall empfiehlt sich der regelmäßige Upload, um die ständigen Änderungen aktuell zu halten. So werden zum Beispiel Produkte, die nicht mehr lieferbar sind, nicht mehr für Anzeigen verwendet.

Produkt-feed2

Der Upload erfolgt über das Einbinden der Feed-URL. Der Feed muss demnach auf einem Server liegen und über eine URL erreichbar sein.

produkt-feed-upload

Der Feed sollte im Business-Manager des Kunden hochgeladen werden, durch Übergabe der Catalog ID können Agenturen auf den jeweiligen Feed zugreifen. Die Übergabe erfolgt über den Punkt „Unternehmenseinstellungen“ à Produktkataloge, oder wird zuvor mit der Option „Personen zuweisen“ abgedeckt.

produkt-katalog-detail

Über die Produktkatalog-ID kann die Agentur Einsicht in die Katalogübersichtsseite bekommen.

Auf dieser Seite können gegebenenfalls Fehler eingesehen werden.

Welche Fehler können entstehen?

Beim Hochladen des Feeds oder beim Updaten des Feeds können immer wieder Fehler entstehen. Hier eine Auswahl der häufig auftretenden Fehler:

Falsche Formatierung:

  • Der Feed muss in den vorgegebenen Formaten vorliegen
  • Tab-, Balken-, Komma- und Tilden müssen getrennt sein
  • Produkt- und Artikelnummern müssen im richtigen Format vorliegen

Falsche Komprimierung:

  • Bei der Verwendung von Endungen wie “.zip” oder “.gz” muss die Datei komprimiert sein.

Fehlende Parameter:

  • Wenn die verpflichtenden Parameter bei der Erstellung des Feeds nicht einbezogen werden, kann der Upload fehlschlagen.

Nicht eingehaltene Restriktionen:

  • Description Felder sind zu lang
  • Bilder sind zu klein oder zu groß
  • Texte enthalten nur Großbuchstaben

Diese Auflistung ist lediglich ein Auszug der möglichen Fehlerquellen. Dem Werbetreibenden werden im Facebook Business Manager die Fehler gut verständlich aufgezeigt und beschrieben. Eine Behebung der Mängel sollte damit keine Schwierigkeiten bereiten.

Wenn der Product-Feed fertig gestellt und fehlerfrei hochgeladen wurde, ist der Werbetreibende einen elementaren Schritt zur Erstellung von dynamischen Werbeanzeigen gegangen, die Reise kann weitergehen. Welche Stationen zur dynamischen Produktanzeige folgen, erfahrt Ihr in unserem nächsten Artikel, der dies mit das Thema Pixelverbau unter die Lupe nimmt:

  • Teil 2: Pixel Setup und Validierung sowie Zielgruppenerstellung
  • Teil 3: Anzeigenschaltung und Tipps
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Kategorien
Veröffentlichung 23. Mai 2016

Es gibt 7 Kommentare

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  1. 1
    Klaus Forsthofer

    Super Artikel, dankeschön. In meinem Powermanager steht die Funktion leider noch nicht zur Verfügung. Wisst Ihr wann das in deutschen Accounts freigegeben/ausgerollt wird? Liebe Grüße! Klaus

  2. 2
    Heiko Portz

    ich erhalte beim Anlegen einer Produktepalette (product set) im Business Manager die Fehlermeldung “Filter must be in token format”.

    Keine Ahnung, was mit token format gemeint ist.
    Der “learn more” button, der mir angeboten wird führt in die FB developer Ecke in der ausschließlich code angeboten wird. Ich hab noch nie code geschrieben… Im Business Manager muss ich das auch nicht (dachte ich…)

    bin für jede hilfe dankbar…

  3. 3
    Instagram jetzt mit Dynamic Product und Video Carousel Ads - allfacebook.de

    […] Dynamic Product Ads gibt es auf Facebook schon lange, doch jetzt werden sie auch auf Instagram eingeführt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um dynamisch (automatisch) erstellte Anzeigen für spezifische Produkte. Der klassische Anwendungsfall ist das Re-Targeting. Mit diesen Anzeigen spricht man die Nutzer an, welche zuvor bereits auf der eigenen Webseite Interesse an einem Produkt gezeigt haben. Jene Nutzer, die ein bestimmtes Produkt aufgerufen oder es sogar schon in den Warenkorb gelegt haben, dann aber doch nicht kauften. Abgesehen von diesem klassischen Re-Targeting kann man aber auch andere Methoden anwenden und ähnliche oder weitere Produkte anbieten (Cross-/ Up-Selling). […]

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