Tutorial: Die Erstellung von Dynamic Product Ads – Teil 3

Tutorial: Die Erstellung von Dynamic Product Ads – Teil 3


– Gastbeitrag von Julia Rittig und Steffen Jecke –

Im dritten und letzten Teil unserer Serie über dynamische Produktanzeigen geben wir euch eine Anleitung wie ihr die dynamischen Anzeigen final im Werbeanzeigenmanager respektive im Power Editor erstellt. Unsere Serie runden außerdem hilfreiche Praxis-Tipps rund um das Thema Dynamic Product Ads ab.

Weitere Teile dieser Serie:

Nachdem der Produktkatalog erstellt, die nötigen Pixel verbaut und die relevante Zielgruppe gewählt wurde, ist der Schritt zur Aussteuerung individualisierter Anzeigen ein leichter.

Die Erstellung von Dynamic Product Ads

Beim Erstellen einer neuen Kampagne mit dynamischen Produktanzeigen muss das Ziel „Produktkatalogkäufe“ ausgewählt werden. Ist dies getan, muss der Advertiser im Erstellungsfeld auch den jeweiligen Produktkatalog selektieren, der im Business-Manager zuvor hochgeladen wurde. Bei inkorrektem Upload des Produktkataloges zeigt der Business-Manager spätestens an dieser Stelle an, dass kein Katalog zur Verfügung steht.

Schon auf Anzeigengruppenebene stehen erweiterte Auswahlmöglichkeiten zur Zielgruppenbestimmung zur Verfügung. So können Personen ausgewählt werden, die Produkte beispielsweise in den Warenkorb gelegt haben, aber nicht gekauft haben. Folgende Optionen sind weiterhin selektierbar:

  • Angesehen oder zum Einkaufswagen hinzugefügt, aber nicht gekauft
  • Zum Einkaufswagen hinzugefügt, aber nicht gekauft
  • Up-Selling Produkte
  • Cross-Selling Produkte
  • Benutzerdefinierte Kombinationen

bild1

Innerhalb der Placement-Aussteuerung können die Anzeigen nun auch auf der Audience Network-Position ausgesteuert werden, was nicht von Beginn an möglich war. Auch im Bereich „Optimierung & Preise“ sind die Auswahlmöglichkeiten weiter als noch im letzten Jahr. Facebook empfiehlt an dieser Stelle das „Klick auf Links-Modell“. Weitere Abrechnungsoptionen sind Impressions, Conversion Ereignisse sowie Klicks auf Werbeanzeige.

Die Anzeigen können als single oder multi Product Ad ausgespielt werden. Es empfiehlt sich das Karussell-Format, denn in der Regel schaut sich der User mehrere Produkte in einem Shop an. Mit diesem Ad kann man ihm mehrere Vorschläge unterbreiten. Das Karussell-Format besteht aus maximal fünf Einzelkarten.

Durch die dynamische Einbindung der Produkte, sollte der Anzeigen-Text sehr allgemeingültig formuliert sein, da man nicht vorhersagen kann auf welches Bild er sich bezieht. Als Webseiten-URL hinterliegt die Startseiten-URL des jeweiligen Shops.

Welche Bausteine bei der automatischen Erstellung des Titels beinhaltet sein sollen, kann über das Plus neben dem Titel-Feld gewählt werden. Neben Marke, Name und Preis sind Beschreibungen mögliche Selektionskriterien. Wichtig ist an dieser Stelle, dass der Titel nicht zu lang wird, da die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass er gerade auf mobilen Devices abgeschnitten wird. Auch im Feld Titelbeschreibung können die gleichen Elemente wie bei der Titel-Erstellung gewählt werden.

All diese Parameter ziehen sich automatisch aus den Informationen, die im Produkt-Feed hinterlegt sind.

bild2

Automatisch wählt Facebook auch bei der Anzeigenerstellung den richtigen Facebook-Pixel aus.
Mit diesen wenigen Schritten sind die dynamischen Anzeigen im Powereditor erstellt und bereit zur Auslieferung.

Tipps & Tricks rund um das Thema Dynamic Product Ads

1. Der Feed

Bei der Erstellung des Feeds, bietet es sich immer an unterschiedliche Variationen zu erstellen, die die jeweiligen Spezifikationen der Anzeigenformate berücksichtigen. Es ist empfehlenswert, zwei verschiedene Feeds anzulegen. In einem Feed sind die Produktbilder im Verhältnis 1:1 hinterlegt, so dass sie optimal für eine Multi Product Ad benutzt werden können. In dem zweiten Feed liegen die Produktbilder im Verhältnis 1,9:1 vor, so dass sie für eine Anzeige mit nur einem Produkt verwendet werden können.

Die Titellänge sollte nicht zu lang sein, da die Überschriften sonst abgeschnitten werden und die Gefahr besteht, dass wichtige Informationen nicht transportiert werden. Daher empfehlen wir die relevantesten Facts zu den Produkten in 140 Zeichen unterzubringen.

Der Feed lässt sich auch mit Komplementärprodukten füllen. Der Nutzer hat ein Fahrrad gekauft. Im Feed bekommt er aber die ID für ein passendes Produkt z.B. Fahrradtasche zugeordnet und demnach eine Anzeige zu Fahrradtaschen ausgespielt. Das lässt sich pro Produktkategorie überlegen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, Käufer zu Nachkäufen zu animieren. Wenn die bestellte Packungsgröße zuneige geht, kann dem Käufer in einer Anzeige die nächste Bestellung nahegelegt werden. Typisches Beispiel: ein Käufer einer 30 Tage Kontaktlinsen Packung benötigt zu einem festen Zeitpunkt Nachschub. Ihm kann nach etwa 20 Tagen eine neue Ad angezeigt werden.

Je mehr Informationen im Produktkatalog hinterlegt sind, desto größer ist der Pool aus dem die dynamischen Anzeigen schöpfen können. Hier gilt also die Devise: Viel hilft viel.

2. Die Website Custome Audience

Bei der Auswahl der Zielgruppe gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten:

Alle Website-Besucher der vergangenen 30 Tage

Diese Liste ist als Einstieg empfehlenswert. Sie ist ein Allrounder und beinhaltet alle Besucher, die auf der Website waren. Sie kann zum Beispiel bei Kampagnen zum Fanaufbau eingesetzt werden, da Besucher der Website vermutlich eher Fan der Seite werden als Nutzer, die die Seite noch nicht kennen. Auch bei anderen Kampagnenzielen wie Klicks für die Website oder Conversions kann diese Liste eingesetzt werden.

Käufer

Diese Liste enthält alle Nutzer, die die Bestellbestätigungs- oder Danke-Seite gesehen haben, die nach dem Abschluss der gewünschten Conversion angezeigt wird. Diese Zielgruppe kann zum Beispiel bei der weiteren Anzeigenschaltung ausgeschlossen werden. Eine andere Möglichkeit ist: Käufer per Anzeige darüber informieren, dass es eine neue Kollektion gibt oder eine Rabattaktion beginnt.

Nutzer, die die Website vor längerer Zeit besucht haben

Mit dieser Liste können Nutzer reaktiviert und wieder auf die Website zurückgeholt werden. Diese Liste eignet sich zum Beispiel, wenn der Nutzer ein Produkt gekauft hat, das sich nach einer gewissen Zeit verbraucht, wie ein Kontaktlinsenpaket für 14 Tage.

Nutzer, die die Website gestern besucht haben

Werden die Nutzer kurze Zeit nach dem Website Besuch wieder mit einer Anzeige angesprochen, ist der Anzeigeninhalt sehr relevant. Er erinnert sich noch gut an das Thema und ist dementsprechend empfänglich für die Anzeige.

Nutzer, die bestimmte Unterseiten angeschaut haben

Hier können zum Beispiel Nutzer gesammelt werden, die bestimmte Produkt- oder Kategorieseiten besucht haben. Dadurch können die Anzeigen sehr individuell gestaltet werden. Hat der Nutzer Produkt A angesehen, könnte er später eine Anzeige zum Produkt A eingeblendet bekommen. Es ist aber auch möglich, ihm weitere ähnliche oder zum Produkt A passende Produkte vorzustellen.

Warenkorbabbrecher

Nutzer, die bereits Produkte in den Warenkorb gelegt haben, sind eine sehr interessante Zielgruppe. Sie haben sich mit dem Produkt beschäftigt und eine Kaufabsicht signalisiert. Aus irgendeinem Grund ist der Kauf nicht abgeschlossen worden. Eine Anzeige kann dazu führen, dass der Kauf doch noch vollzogen wird. Hilfreich können hier zusätzliche Anreize wie Rabattcodes in den Anzeigen sein.

Landing Page Besucher

Ähnlich wie Besucher einer Shopkategorie können auch Landing Page Besucher gezielt angesprochen werden. Ihnen wird noch einmal das Thema der Landing Page präsentiert. Dadurch bleibt das Thema beim Nutzer präsent.

Tipp zum Targeting:

  • Remarketing mit weiteren Targeting-Kriterien verknüpfen. Das gilt vor allem bei Webseiten mit viel Traffic bzw. großen WCA Zielgruppen-Listen. Durch die Verwendung von zusätzlichen Targeting-Kriterien können die Anzeigen noch besser für die jeweilige Zielgruppe gestaltet werden.

3. Pixelverbau

Die Nutzung eines Tag-Managers erleichtert das Leben von Programmierern, Webseitenbereitern und Werbetreibenden. Er ist kostenlos und bietet viele Vorteile:

  • Der Quellcode der Website wird sauberer. Dies gilt besonders dann, wenn mehrere Tracking Codes für verschiedene Dienstleister eingebunden werden müssen. Diese können dann durch einen einzigen Code des Google Tag Managers ersetzt werden.
  • Der Google Tag Manager überprüft automatisch, ob neue Tags korrekt eingebunden werden. Zeitintensive Tests entfallen.
  • Da nicht jeder Tracking Code einzeln geladen werden muss, verbessert sich die Ladezeit der Website.
  • Mit dem Google Tag Manager benötigt man nur noch einen Code für eine Vielzahl von Tracking-Dienstleistern. Darüber hinaus arbeitet das System auch mit anderen Plattformen, beispielsweise mobilen Websites.
  • Die Verwendung des Systems ist dank der benutzerfreundlichen Weboberfläche sehr einfach und schnell möglich. Direkte Änderungen am Quellcode sind nicht mehr erforderlich.

(Quelle: https://de.onpage.org/wiki/Google_Tag_Manager)

Bevor man sich in die Tiefen des Quellcodes begibt, hilft das Ad On Facebook Pixel-Helper Fehler zu entdecken und zu beseitigen.

4. Anzeigenerstellung

Bei der Gestaltung der Anzeigen gibt es folgende Tipps:

  • Vielfalt nutzen: Bei einem Karussell Ad werden dem User mehrere Möglichkeiten aufgezeigt.
  • In Anzeigentexten zusätzlichen Kaufanreiz bieten. Das könnten sein: Verknappung oder Rabatt.
  • In Anzeigentexte Elemente aus dem Feed verwenden. Dadurch werden die Anzeigen noch individueller ohne dass ein großer Aufwand entsteht. Empfehlenswert ist z.B. die Verwendung von Titel und Preis.

Wenn ihr an diese Tipps haltet, sollte einer erfolgreichen Produktanzeigen-Kampagne nichts mehr im Weg stehen.

Über die Autoren:

JuliaRittig_2_klein
Julia Rittig ist Account Managerin bei Projecter und u.a. zuständig für den Bereich Social Media Marketing. Sie stieg im September 2009 als Online Marketing Trainee ins Projecter-Team ein.

 

Tutorial__Die_Erstellung_von_Dynamic_Product_Ads_-_Teil_3_-_allfacebook_de
Steffen (@Privileg7) ist Head of SEA bei Projecter. Nach seinem Masterabschluss in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Leipzig fand er im Online Marketing seine Bestimmung. Sein Aufgabenfokus liegt dabei in den Bereichen SEA und Social Media. In dieser Tätigkeit setzt er sich intensiv mit der Anzeigenschaltung auf Google und Facebook auseinander. Privat interessiert er sich für gute Gespräche, Sport und Reisen.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on LinkedInBuffer this pageEmail this to someone

+ Hinterlasse einen Kommentar