Facebook will Videos zukünftig vermarkten und Produzenten an den Werbeeinnahmen beteiligen

Facebook will Videos zukünftig vermarkten und Produzenten an den Werbeeinnahmen beteiligen


Keine Tag ohne Neuigkeiten zum Thema Videos auf Facebook. Erst diese Woche gab es ja schon neue Insights und die Änderungen am Newsfeed für Videos. Jetzt enthüllt Re/code, dass Facebook zukünftig die Werbeeinnahmen mit den Videoproduzenten teilen möchte:

Facebook is offering video creators like the NBA, Fox Sports and Funny or Die a revenue split from ads sold alongside their videos beginning this fall. It’s the first time Facebook has done any kind of revenue share around video, and the pitch to content creators is pretty transparent: Share your content with us and we’ll share some of the money we make back with you.

Damit bietet Facebook in Zukunft etwas an, was es bei Youtube schon jahrelang gibt: Geld. Der Hauptgrund, warum Youtube derzeit noch für viele Videoersteller, von Youtube-Stars bis zu TV-Sendern, der attraktivere Kanal ist. Auf Facebook gibt es zwar extrem viel Reichweite, die man indirekt vermarkten kann, aber es gab eben keine direkte Vergütung. Und genau das kann eine große Motivation sein, zukünftig noch mehr Inhalte bei Facebook einzustellen:

“A lot of [our partners] have said this will be a big motivation to start publishing a lot more video content to Facebook,” Dan Rose, Facebook’s VP of partnerships, told Re/code about the new revenue model. “That’s exactly what we’re hoping for.”

55 % gehen an die Videoproduzenten und 45 % bleiben bei Facebook

Genau so wird laut Re/code der Gewinn zwischen Videoproduzent und Facebook aufgeteilt. Diese Aufteilung dürfte für Youtuber dabei nichts Neues sein. Ganz so simpel ist das Produkt von Facebook zum Launch dann jedoch leider nicht. Im Vergleich zu Youtube gibt es bei Facebook bekanntlich keine Werbung vor Videos und auch keine Banner im Video. In der Regel ist auf Facebook das Video an sich das Werbemittel.

Um mit einem derzeit werbefreien Video überhaupt einen direkten Gewinn zu erwirtschaften, den man später teilen kann, muss Facebook also neue Formate einführen wie:

Suggested Videos

It’s not quite that simple, though. The revenue share on Facebook doesn’t apply to all videos in News Feed. Instead, the company is rolling out a new feature called Suggested Videos, a News Feed of sorts that’s exclusively video content. For example, if you click on a video in your News Feed about snowboarding, you’ll be taken to the Suggested Videos feed where you can watch that video, then scroll down to see others that are similar.

This “suggested” videos feed will use an algorithm to find the related content. If you click on a video of your college friend, you’ll probably see more videos from that person. But if you click on a video from a larger brand or publisher, you’ll primarily see videos from bigger content partners, like those listed above, explained Rose.

There will also be ads in this stream — standalone, autoplay ads like you might find in News Feed — and this is where the revenue share comes into play.

Es wird also so etwas wie einen eigenen kleinen Newsfeed mit vorgeschlagenen Videos geben. Dort zeigt Facebook ähnliche Videos an, zum Beispiel von Freunden, von der gleichen Seite, zum gleichen Thema oder aber auch gesponserte Videos.

video-facebook

Der große Vorteil des neuen Features ist, dass Facebook dort die bekannten Autoplay-Videos auch mit Ton anbieten kann und dass neben dem normalen Newsfeed quasi ein zweiter Feed mit der Möglichkeit zur Vermarktung entsteht.

Die Vergütung wird an dieser Stelle aber auch noch mal etwas komplizierter. Stellt euch vor ihr schaut euch als Nutzer 4 – 5 normale Videos an und zwischendurch seht ihre eine Anzeige. Wem gehört der Gewinn? Bei einem Preroll-Video auf Youtube ist das relativ leicht nachvollziehbar. Facebook wird laut Re/Code die 55 % zwischen den angesehen Videos verteilen und dabei einbeziehen, wie lange man sich mit dem jeweiligen Video beschäftigt hat.

Das komplette Potenzial, das Facebook hier hätte, wird unserer Einschätzung nach nicht ausgeschöpft. Facebook kämpft hart, um eine wirkliche Konkurrenz zu Youtube zu werden, aber am Ende bleiben doch einige offenen Fragen. Angefangen von der Abrechnung bei Werbern bis hin zum Rollout. Aber noch gibt es auch keine offizielle Produktvorstellung und bekanntlich arbeitet Facebook sehr schnell an dem Top-Prio-Thema „Video“.

Die Suggested Videos sollen in den nächsten Wochen für iOS und dann auch für Android Smartphones verfügbar werden. Am Anfang gibt es einige wenige Partner, die direkt mit Facebook einen Vertrag schließen werden. Bis Facebook die große Masse an Videoproduzenten anlockt oder das Produkt in Deutschland startet, dürfte noch etwas Zeit vergehen. 

Beitragsbild: Set of modern flat design icons on the topic of web video marketing and social video presentation.

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