LiveRail – Was ist das überhaupt?

LiveRail – Was ist das überhaupt?


Facebook hat im Sommer des vergangen Jahres die (Video-) Anzeigenbörse LiveRail gekauft. Seitdem habt ihr hier bei uns im Blog kaum darüber gelesen. Nicht zuletzt, weil der Markt, in dem LiveRail tätig ist, nicht zwingend in Verbindung mit dem „herkömmlichen“ Facebook Marketing steht.

Nichts desto trotz möchten wir euch heute einen kurzen Überblick geben, was LiveRail überhaupt ist. Denn wer weiß, vielleicht werdet ihr es in der Zukunft doch einmal benötigen.

LiveRail ist in erster Linie eine Video-Anzeigenbörse und bringt als solche Werbenetzwerke und Publisher zusammen. Dies geschieht in der Regel nicht auf Facebook, sondern es geht hier um ganz normale Webseiten. Ein (fiktives) Beispiel: Pro7 bietet auf der eigenen Webseite Videos und Shows aus dem eigenen Programm als Stream an und möchte diese monetarisieren. Auf der anderen Seite möchte ein Werbenetzwerk Videoanzeigen aus dem Bereich Automotive oder Tourismus bei einer möglichst passenden Zielgruppe ausspielen. Dazwischen schaltet sich nun LiveRail und bringt beide Parteien zusammen. In der einfachsten Kombination werden Pro7-Formate aus dem Bereich Automotive also mit Videoanzeigen aus demselben Bereich befeuert.

So weit so gut, doch jetzt kommt Facebook an zwei verschiedenen Stellen ins Spiel:

  • Zum Einen könnten Werbenetzwerke auch direkt auf Facebooks Werbeplätze zugreifen und so Video Ads zum Beispiel für den Newsfeed buchen. Facebook kann also massiv die Anzahl verfügbarer Anzeigenplätze im LiveRail-Katalog erhöhen. Auch eine Ausspielung in Facebooks Audience Network – also außerhalb der Facebook-Plattform in Drittanbieter-Apps – wäre möglich.
  • Zum Anderen besitzt Facebook mit den detaillierten Nutzerprofilen den heiligen Gral des Targetings. Diese Technologie könnte im kompletten LiveRail Prozess eingesetzt werden, um Werbeanzeigen und Zuschauer noch besser aufeinander abzustimmen. Eine Zuordnung könnte also nicht nur auf Basis des Video-Genres, sondern noch viel besser auf Grund der Nutzerinteressen erfolgen.

Mit LiveRail wird es Facebook also möglich sein, auch im Werbemarkt außerhalb der eigenen Plattform mitzumischen und an den Umsätzen zu partizipieren.

Wer sich als Publisher für die Vermarktung des eigenen Werbeplatz-Inventars interessiert, wird dabei im europäischen Raum auf einen alten Bekannten treffen. Scott Woods, ehemaliger „Facebook Deutschland“ Chef, ist im Mai zu LiveRail gewechselt und übernimmt dort die Rolle des Nordeuropachefs.

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Es gibt 2 Kommentare

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  1. 1
    Georg

    Kann es sein, dass ihr diesen Artikel zum 1. Mal seit langem in Form einer Notiz auf Facebook gepostet habt?

    Bei mir (Chrome, Mac OS) funktionieren die Links in der Notiz übrigens nicht.

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