Jetzt verfügbar: Audience Network für mobile Webseiten

Wer an die Monetarisierung einer Webseite denkt, kommt in den meisten Fällen erst einmal auf Bannerwerbung und dabei auf Google Adsense. Ein Dienst, der unter Berücksichtigung der jeweils aufgerufenen Seite und dessen Inhalt zielgruppengenaue Werbeeinblendungen vornimmt. Klickt ein Webseitenbesucher solch eine Anzeige an, erhält der Webseitenbetreiber (Publisher) eine Vergütung.

Als Konkurrenz zu Adsense positioniert sich dabei immer stärker auch Facebook. Mit dem Audience Network ist es seit Anfang des Jahres im Rahmen eines offenen Beta-Tests jedem Publisher möglich, auf mobilen Webseiten Facebook Anzeigen einzublenden. Diese Neuerung an sich ist ziemlich radikal, da sich das Audience Network bisher nur an App-Entwickler für iOS und Android gewendet hat. Anders als bei Google orientiert sich Facebook bei der Auswahl der Anzeigen nicht an den Inhalten oder dem Aufbau der Webseite, sondern identifiziert den Nutzer und somit seine Interessen ausschließlich über ein Facebook Cookie.

Voraussetzung für den Einsatz des Audience Networks ist eine Facebook App. Dies hat den Vorteil, dass man alle Informationen zu App und Audience Network an einer Stelle gebündelt findet. Für andere Funktionen auf der eigenen Webseite – etwa einen Facebook Login – ist eine Facebook App ebenfalls nötig.

Innerhalb der App Einstellungen kann das Audience Network somit als weiteres Facebook Produkt hinzugefügt werden. Ein Assistent hilft Schritt für Schritt bei der Einrichtung.

audience_network

Der aufmerksame Beobachter hat schon im Screenshot gesehen: Facebook behält sich einen Schritt vor dem Livegang das Review der Anzeigenplatzierung vor. Wer also das Audience Network in einer nicht von Facebook vorgesehenen Position (zum Beispiel als Pop-up oder auf einer nicht mobilen Webseite) einsetzen möchte, wird hier eine Ablehnung des Anzeigenplatzes bekommen.

Ist der Anzeigenplatz live, könnt Ihr regelmäßig in die Auswertung schauen,  müsst dabei allerdings etwas Geduld mitbringen. Eine Auszahlung durch Facebook erfolgt erst ab einem Einnahmenbetrag von 100 US Dollar. Bevor Ihr diesen Betrag erreicht, müsst Ihr Euch bei Facebook zudem einen Unternehmensaccount anlegen und Eure Kontodaten für die Auszahlung angeben. Das alles erklärt Euch der Facebook Assistent zu den Instant Articles.

Unsere Erfahrungen mit dem Audience Network waren bisher eher ernüchternd. Zugegeben, wir haben uns nicht um die Optimierung der Anzeigenplätze gekümmert, sondern diese vor dem Redesign Anfang Mai einfach nur im unteren Bereich unserer Webseite laufen lassen. Dort kamen wir regelmäßig auf Einnahmen von etwa 2 Dollar – im Monat.

Trotz allem lohnt sich ein Blick auf das Facebook Audience Network für mobile Webseiten. Mit etwas Engagement und passender Optimierung lässt sich hier sicher ein kleines Nebeneinkommen generieren.

Tipp: Wenn Ihr das Audience Network in einer WordPress Seite einsetzen wollt, empfehlen wir Euch das Plugin „Pojo Device Widget„. Mit diesem können WordPress Sidebar-Widgets abhängig vom Endgerät gesteuert werden. Das ist wichtig, da Eure Anzeigenplätze nur das Review passieren, wenn diese ausschließlich auf mobilen Endgeräten ausgegeben werden.

Jens Wiesehttp://www.jens-wiese.net
Jens berät als Freelancer internationale Unternehmen in Social Media Fragen, entwickelt neue Applikationen, organisiert Workshops und entwirft individuell passende Strategien. Zudem betreibt er unter https://papierloswerden.de eine Plattform für Menschen, die den Schritt in eine rein digitale Zukunft gehen möchten.

Neueste Artikel

Happy Birthday – allfacebook.de ist 11 Jahre alt!

Unglaublich aber wahr, elf Jahre gibt es Allfacebook.de (bzw. Facebookmarketing.de) nun schon. Unser Herz schlägt gerade etwas höher! Das sind 4017 Tage,...

Links in Instagram: So geht es auch ohne verifizierten Account

Das größte Manko der Instagram Stories im Moment? Sie sind, was Nutzerinteraktionen angeht, im Moment eine ziemliche Sackgasse. Außer einer Kommentarfunktion und einzelnen...

Pixel Learningphase nutzen mit Microconversions

Gastbeitrag von Samuel Fleck Eines ist sicher: Facebook-Werbeanzeigen haben eine relativ steile Lernkurve. Insbesondere große Kampagnen können einiges...

Ähnliche Artikel

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Täglichen Newsletter abonnieren