Getestet: Was kann die neue Facebook Ads App?

Getestet: Was kann die neue Facebook Ads App?


Letzte Woche hat Facebook die längst erwartete Facebook Ads App vorgestellt, mit der es jetzt erstmals möglich ist, auch mobil Facebook-Anzeigen zu erstellen. Vorerst wird diese App nur für US-amerikanische iOS-Nutzer zur Verfügung stehen, eine Einführung in Deutschland ist in den nächsten Wochen geplant. Nichts desto trotz kann die App auch in Deutschland mit einem US-iTunes-Account heruntergeladen und installiert werden.

Wir haben für euch einen kleinen Rundgang zusammengestellt, der euch die Stärken, aber auch die Schwächen, der App zeigt. Auf unserer Facebook-Seite findet ihr das Ganze auch als Bewegtbild.

Ablauf

Wir starten ganz unspektakulär mit dem Homescreen. Wer bei der Facebook App angemeldet ist, wird hier direkt mit seinem persönlichen Nutzerkonto begrüßt. Hier kann aber auch ein alternativer Account gewählt werden.

Anschließend landet man auf der Übersicht der letzten Kampagnen innerhalb des Accounts. Wer mehrere Werbekonten verwaltet, kann diese – inkl. den Businessmanager-Konten – in den Einstellungen auswählen. Wir haben in unserem Video darauf verzichtet, euch die Infos zu laufenden und beendeten Kampagnen zu zeigen. Diese sehen genauso aus, wie im Werbeanzeigenmanager der normalen Facebook Mobile-App.

Local Awareness Ads und weitere Möglichkeiten

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Stattdessen widmen wir uns der Erstellung einer neuen Anzeige. Hier müssen wir zuerst eine Facebook-Seite auswählen, für welche wir die Anzeige gestalten wollen. Damit haben wir schon die erste Einschränkung: Es können nicht alle Ziele des normalen Facebook-Anzeigenmanagers erstellt werden, sondern nur solche, die in Verbindung mit einer Seite stehen. App-Engagement und App-Install Ads etc. fallen damit also schon einmal raus. Stattdessen stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:

  • Boost Post
  • Reach People near your Business
  • Send people to your Website

Für deutsche Nutzer neu ist hier der Punkt “Reach People near your Business”, den ihr auch im Video sehen könnt. Dieses Ziel ist in Deutschland weder über den normalen Ad Manager noch über den Power Editor möglich. Werbetreibende können hier die Anzeigenverbreitung auf 2 Kilometer Radius genau anlegen. Bei dieser Option ist das weitere Targeting stark eingeschränkt. Es kann nur noch Alter und Geschlecht gewählt werden.

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Die beiden andern Optionen funktionieren genau so wie erwartet. Es kann ein Post ausgewählt werden, der hervorgehoben werden soll, oder aber auch eine Anzeige für Webseitenklicks gestaltet werden.

Targeting & Tracking

Für die “Boost Post”- und “Webseitenklicks”-Ziele kann ein Targeting vorgenommen werden. Hier gibt es einige Einschränkungen gegenüber dem Anzeigenmanager am Computer. Es steht nur “Location”, “Interest”, “Age” und “Gender” zur Verfügung. Es gibt also keine Custom Audiences, keinen Beziehungsstatus, Schulbildung etc.

Auch ein Tracking über die Auswahl von Conversion Pixeln ist nicht möglich. Gerade bei den Webseitenklicks sehen wir das als großen Nachteil.

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Anzeigenbuchung

Die Anzeigenbuchung sieht im letzten Schritt für alle drei Optionen gleich aus. Es wird ein Tages- oder Laufzeitbudget angelegt und die Anzeigenlaufzeit festgelegt. Die Wahl der Abrechnung (CPC, CPM, oCPC ..) ist hier nicht möglich. Auch die Anzeige selbst, also Visuals und Copy, kann noch einmal in einem Preview kontrolliert werden.

Und für den täglichen Einsatz?

Zugegeben, die App ist gerade erst seit einer Woche im amerikanischen Appstore verfügbar, trotzdem hätten wir uns etwas “mehr” erwartet. Gerade vor dem Hintergrund, dass Facebook über die Account Manager die Themen Performance Marketing und Video vorantreibt, ist es ernüchternd, beides nicht in der Ad App vorzufinden. Auch die Targeting-Möglichkeiten sind so stark limitiert, dass sie sich kaum sinnvoll in eine Kampagne integrieren. Das ist schade, bietet Facebook aber immer noch die Möglichkeit, uns in Zukunft positiv zu überraschen.

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Das Wichtigste in Kürze
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Die neue Facebook Ads App ist ganz nett, um unterwegs bereits bestehende Kampagnen zu verwalten und zu bearbeiten. Für (gute) neue Kampagnen und Anzeigen scheint sie uns aber deutlich zu limitiert. Besonders die beschränkten Targeting- und Trackingmöglichkeiten fallen negativ auf.
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Veröffentlichung 3. März 2015

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