Facebook Whitepaper: Werbung hat noch andere Ziele als Fanaufbau und Interaktion

Facebook Whitepaper: Werbung hat noch andere Ziele als Fanaufbau und Interaktion


Gestern hat Facebook ein Whitepaper unter dem Titel „Engagement on Facebook: When it matters“ veröffentlicht. Damit möchte das Social Network den in den letzten Monaten eingeschlagenen Weg im Bereich der Anzeigen verdeutlichen. Die Kernaussagen lauten:

  • Schaut auf eure Unternehmensziele, um die Erfolge einer Facebook-Kampagne zu messen
  • Verwendet Anzeigenmotive, die sich für eure Unternehmensziele auszahlen
  • Engagement sollte kein KPI sein. Auch Personen, die nicht interagieren, nehmen die Werbung wahr
  • Engagement kann ein Indikator in A/B-Tests von Anzeigenmotiven sein

So logisch diese Punkte für jeden Marketingmenschen klingen, so schwer wird es doch werden, diese bei KMUs zu verankern. Dort gibt es in den allermeisten Fällen keine Tools, um differenziert die Wirkung einer Anzeige in der Lokalzeitung mit der einer Facebook-Kampagne zu vergleichen. Vielfach wird dies auch schon an der Unternehmensgröße und Organisation scheitern. Doch dieses Segment scheint bei der aktuellen Aufstellung des Facebook-Anzeigen-Bereiches auch eher nachgelagert behandelt zu werden.

Zeitgleich befreit sich Facebook mit dieser Strategie auch von der Erfolgsmessung einer Kampagne auf Facebook. Damit kann niemand mehr Facebook dafür verantwortlich machen, ob eine Kampagne gut lief oder schlecht, denn die Messgröße muss ja nun außerhalb des Netzwerkes gesucht werden.

Konsequent wäre es nun von Facebook, die Anzeigenformate, die auf Fanaufbau und Engagement abzielen, komplett aus dem Programm zu nehmen (oder umzubenennen). Denn es bringt ja nichts, ein Whitepaper zu veröffentlichen, welches von Unternehmenszielen als KPIs ausgeht, und dann aber beim Einrichten einer Anzeige auf Engagement KPIs zu verweisen.

Passend zu diesem Whitepaper wird uns Scott Woods bei der diesjährigen Allfacebook Marketing Conference in München auch mit einer Keynote zur Verfügung stehen:
The revolution is now – Wie TV von Social Media als Leitmedium für Unternehmen abgelöst wird

Das ganze Whitepaper hat Thomas Hutter bei Scribd online gestellt:

– gelesen und geprüft von www.textorate.de

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Veröffentlichung 6. März 2014

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