Facebook Canvas Ads: Tutorial, Funktionsumfang, Tipps, Tricks und aktuelle Probleme (Update)

Facebook Canvas Ads: Tutorial, Funktionsumfang, Tipps, Tricks und aktuelle Probleme (Update)


Die Facebook Canvas Ads stehen derzeit ausgewählten Werbetreibenden zur Verfügung, sollen aber bis Ende Februar 2016 für alle Nutzer veröffentlicht werden. Mit dieser neuen Anzeigenform möchte Facebook es Unternehmen ermöglichen, superschnelle Mini-Landingpages für den Newsfeed aufzusetzen und diese innerhalb einer Werbekampagne zu bewerben. Wir berichteten bereits letzte Woche darüber.

Seit diesem Sonntag haben wir – Dank Facebook – nun auch Zugriff auf den Canvas Editor und können euch so durch die Erstellung eines kompletten Canvas führen. Dabei wollen wir euch auch ein paar Tipps und Tricks zeigen, beziehungsweise euch auf aktuelle Bugs und Probleme hinweisen.

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Achtung
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Der ganze Prozess ist noch im Beta-Status. Die hier gezeigte Anleitung kann schon in wenigen Tagen so nicht mehr aktuell sein. Aufgeführte Probleme sind vielleicht bald schon gelöst. Stand dieses Artikels: 20.01.2016.
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Habe ich schon die Möglichkeit, Canvas Ads zu schalten?

Die Canvas Ads werden nach und nach allen Werbetreibenden zur Verfügung gestellt. Bis zum 28. Februar sollte jeder Zugriff darauf haben. Ob du jetzt schon Canvas Ads erstellen kannst, erkennst du in den Publisher-Tools deiner Facebook-Seite. Dort gibt es dann einen neuen Menüpunkt “Canvas”:

canvas

Bereits von Facebook angelegt ist hier ein “Canvas Tutorial”. Dieses öffnet sich bei uns mit einer Fehlermeldung und lässt bei der mobilen Vorschau (dazu später mehr) geschmeidig unsere iOS Facebook App abschmieren. Wir ignorieren es also bis auf weiteres und starten über den “+ Create” Button ein neues Canvas, denn es ist recht einfach:

Wie ist der Canvas Editor aufgebaut?

Der Editor gliedert sich in zwei Bereiche. Links können die einzelnen Elemente zusammengestellt werden, auf der rechten Seite gibt es dazu eine erste Vorschau im Browser.

editor

Bei einem neuen Canvas legt Facebook bereits vorab ein paar Elemente an: Einen Header, ein Foto und einen Button. Alle drei sind noch komplett leer und schon da, müssen aber nicht (in dieser Reihenfolge) verwendet werden.

Wir werden mit euch jetzt Schritt für Schritt ein Canvas zusammenstellen. Am Ende wird dann eine Anzeige für die AllFacebook-Konferenz im März dabei rauskommen. Das Ergebnis könnt ihr als Screenshot am Ende des Beitrags sehen.

Theme auswählen

Direkt im ersten Schritt scheitern wir im aktuellen Canvas Editor: Egal was wir versuchen, der Punkt “Select a theme” lässt sich bei uns nicht aufklappen. Möglicherweise werden die Themes derzeit noch erstellt. Wenn wir uns etwas wünschen dürften, dann Canvasweite Einstellungen für Hintergrundfarben und Schriftarten. Ansonsten sind wir gespannt, was hier kommt. Gerade für kleine Unternehmen dürften die Themes sehr interessant sein.

Header auswählen

Facebook empfiehlt, das Canvas mit einem Header zu beginnen. Dieser bleibt fest im Kopfbereich stehen, lässt sich also nicht wegscrollen. Leider ist die mögliche Auflösung mit 120 x 44 Pixeln sehr gering. Hier habt ihr also nicht sehr viel Gestaltungsspielraum. Wenn ihr wollt, dass euer Header halbtransparent vor allen andern Inhalten liegt, solltet ihr das Logo-Bild als PNG mit transparentem Hintergrund anlegen. Über den Wert “Background Opacity” könnt ihr dann den Grad der Transparenz wählen. Wir haben für uns auf die Transparenz verzichtet und einfach das Logo der AllFacebook-Konferenz eingesetzt.

allfacebook_de

Wir konnten hier auch größere Logos hochladen. Das änderte jedoch nichts an der Qualität (Schärfe) des angezeigten Logos. Das ist allerdings auch ok, die Canvas Ad soll ja auch schön schnell laden.

Video Upload

In unserem Canvas haben wir als nächstes ein Video eingeplant. Eine Zeitrafferaufnahme unserer letzten Konferenz in München. Hier kommt schon die erste Besonderheit, denn das zweite Element wird (um 44 Pixel) vom Header überlagert. Ihr solltet also immer damit rechnen, dass euch vom zweiten Element einige Pixel in der Höhe fehlen und das ggf. schon bei der Erstellung der Visuals beachten.

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Ansonsten hatten wir beim Upload kein Problem. Funktioniert sehr gut und schnell.

Text einbinden?

Um den Startscreen unseres Canvas zu vervollständigen, wollten wir anschließend ein Textfeld mit den relevanten Informationen zur Konferenz einbinden. Doch hier gab es die ersten unüberwindbaren Probleme.

Facebook erlaubt nicht:

  • Frei wählbare Schriftarten. Es gibt nur mit oder ohne Serifen.
  • Mehrere Formatierungen in einem Text
  • Zeilenumbrüche
  • Hintergrundfarben
  • Hintergrundbilder

Texte können also nicht wirklich attraktiv aufbereitet werden und wir können uns nicht vorstellen, dass Werbetreibende oft zu diesen Textfeldern greifen werden.

Bilder Upload

Statt des Textfeldes haben wir uns dann für eine Grafik entschieden, die unsere Anforderungen erfüllt:

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Facebook erlaubt bis zu 10 Bilder in einem Canvas. Gerade wenn ihr das Canvas mit eurem Designer plant, solltet ihr diese Einschränkung also im Kopf haben.

Panorama einfügen

Als nächstes wollen wir in unserem Canvas den Besuchern einen Blick durch unseren größten Vortragsraum bieten und haben uns dafür ein Panorama ausgesucht. Facebook bietet hierzu bei den Foto-Komponenten die Option “Fit to height (tilt to pan)”. Dabei kann der Nutzer in einem Fullscreen-Bild durch rechts und links Schwenken des Smartphones das gesamte Bild erkunden.

Das hinterlegte Bild sollte für den bestmöglichen Effekt ein deutliches Querformat aufweisen.

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Hier gibt es noch einen Bug bei der Umsetzung (zumindest am iPhone): Wird die Anzeige mit leicht nach rechts oder links gekipptem Telefon geöffnet, so wird das Bild nicht zentriert im Canvas geladen.

Carousel einfügen

Die Möglichkeiten der Carousel Posts und Ads dürften den meisten Lesern bereits bekannt sein. Eine ähnliche Komponente lässt sich auch in ein Canvas einbauen. Wir haben es bei uns genutzt, um ein paar Testimonials zu Wort kommen zu lassen.

Anders als bei Carousel Ads ist die Größe der Bilder hier relativ egal. Wichtig ist nur, dass alle Bilder auf den Pixel genau gleich groß sind. Ansonsten lässt sich das Canvas nicht sichern.

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Überraschend für uns: In der Vorschau wird bei dieser Komponente ein grauer Verlauf über das Bild gelegt. Wahrscheinlich, um die weißen “Navigationspunkte” deutlich sichtbar zu machen:

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Die Browser-Vorschau ist hier leider nicht verbindlich. So ist der Verlauf zum Beispiel auf unserem iPhone deutlich geringer.

Leider gibt es auch beim Carousel einen Bug: Die optionale Beschreibung für jedes einzelne Bild wird bei unseren Tests nirgends angezeigt. Wir haben dieses Feld nach unseren Tests vorerst wieder gelöscht, da wir keine Überraschungen erleben wollen, sollte diese Bildunterschrift in den nächsten Tagen doch noch freigeschaltet werden.

Das war besonders für ein zweites Carousel in unserer Anzeige wichtig, da wir hier die Bilder einiger unserer Sprecher untertiteln wollten. Dies mussten wir dann direkt in Photoshop vor dem Upload von Hand machen. Zusammen mit dem grauen Verlauf von Facebook keine wirklich schöne Lösung:

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Button einfügen

Als letzte Komponente fehlen uns jetzt nur noch die Buttons. Hier erlaubt Facebook bis zu 30 Zeichen und die für andere Textblöcke auch möglichen Formatierungen. Buttons können entweder komplett mit einer Farbe gefüllt sein oder nur einen Rahmen haben.

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Wichtig zu wissen: Facebook reserviert rund um die Buttons einen sehr großzügigen weißen “Sicherheitsabstand”. Außerdem werden die Buttons, anders als in der Desktop-Vorschau am Handy, mit abgerundeten Ecken angezeigt.

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Da man jedem Bild aber auch eine URL hinterlegen kann, sollten auf diesem Weg im Prinzip aber auch sehr individuelle Buttons möglich sein.

Wir haben den oben gezeigten Button mit der Option “Fixed to Bottom” versehen. So wird er im kompletten Canvas immer unten angezeigt und ist damit der Gegenpart zum Header.

Vorschau am Handy

Als Nutzer kann man sich das selbst erstellte Canvas zu fast jeder Zeit auch direkt auf dem eigenen Handy anschauen. Voraussetzung dazu ist nur, dass in keiner Komponente ein Fehler vorliegt. Facebook zeigt solche Fehler mit einer roten Meldung in der entsprechenden Komponente an. Ist das nicht der Fall, klickt man im Editor erst auf “Save Draft” und dann auf “Preview on device”.

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Daraufhin öffnet sich am Handy eine Benachrichtigung. Wenn man diese anklickt wird das Canvas angezeigt.

Screenshot_19_01_16_14_53

Veröffentlichen des Canvas

Bevor ein Canvas in eine Anzeige eingebunden werden kann muss dieses finalisiert werden. Das bedeutet, anschließend können an dem Canvas keine Veränderungen mehr vorgenommen werden. Wer später noch eine Änderung hat, muss das finale Canvas duplizieren und kann dann an der Kopie wieder arbeiten.

Abgeschlossen wird das Canvas über den Button “Finish Canvas” oben rechts im Editor. Facebook zeigt daraufhin die für eine Anzeige nötige URL an. Diese URL lässt sich außerhalb einer Anzeige nicht verwenden, es ist also derzeit nicht möglich, ein Canvas in der Timeline einer Page zu posten.

Update: Ein entsprechendes Canvas kann jetzt auch über den normalen Publisher einer Seite veröffentlicht werden. Eine Anzeigenschaltung ist nicht zwingend nötig.

Bildschirmfoto 2016-02-17 um 15.25.08

In eine Anzeige einbauen

Bei der Anzeigenerstellung müssen wir glaube ich nicht so tief ins Detail gehen. Canvas Ads können derzeit nur im PowerEditor geschaltet werden. Dort können sie für die Ziele “Website Klicks” und “Website Conversions” eingesetzt werden. In beiden Fällen wird als Ziel-URL die URL des Canvas angegeben.

Den Rest der Anzeige könnt ihr frei gestalten. Ihr könnt also für ein Canvas auch mit verschiedenen Headlines, Bildern und Call-to-Actions experimentieren. Im mobilen Newsfeed sieht das dann etwa so aus:

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Unser größtes Learning

Erinnert ihr euch noch, wie ihr mit eurem Designer oder alleine an der richtigen Formatierung der Tab-Apps gesessen habt? Diese Zeiten sind jetzt mit den Canvas Ads mehr oder weniger zurück. Für die Canvas Ads werdet ihr eine Menge Abstimmung benötigen und solltet vorab die Möglichkeiten des Formats ausprobieren und den Aufbau des Canvas planen.

“Einfach mal so” wird sich ein gutes Canvas bei den aktuellen Limitierungen nur schwer umsetzen lassen. Bis zum richtigen Launch bei allen Werbetreibenden sollte es aber funktionieren.

Unser Canvas als Anzeige

Wie zu Beginn des Beitrags versprochen, haben wir hier einen Screenshot unseres gesamten Canvas für euch. Man kann bestimmt noch mehr Zeit investieren. Für einen ersten Entwurf sind wir mit der Anzeige aber sehr zufrieden:

canvas2

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Veröffentlichung 20. Januar 2016

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