Domain Sponsored Stories – Warum macht das eigentlich (gefühlt) kaum jemand?

Domain Sponsored Stories – Warum macht das eigentlich (gefühlt) kaum jemand?


Domain-Sponsored-Story

Domain Sponsored Story von Amazon – Screenshot bereits vom 30.03.2012

Wir beschäftigen uns fast jeden Tag mit Marketing auf Facebook und schauen genau was sich so tut, aber eine Frage kam (u.a. durch die Anfrage von Cashy) wieder auf:

Warum nutzt eigentlich (gefühlt) niemand die Domain Sponsored Stories? 

Wenn eine Werbeform auf Facebook richtig unterschätzt wird, dann diese! Vielleicht kennen Sie zu wenige, oder die Einrichtung ist zu kompliziert. Fakt ist allerdings, dass wir zwar viele Sponsored Stories rund um Pages sehen, weniger Sponsored Stories rund um Facebook Apps und (gefühlt) keine rund um Domains. In unserem Screenshot-Archiv musste ich bis zum März 2012 zurück gehen um diese Anzeigenform zu finden (siehe oben).

Die Domain Sponsored Stories sollten dabei eigentlich eine Goldgrube sein, und das sowohl für Facebook als auch für jeden Shopbetreiber. Aber um das zu verstehen erklären wir kurz den Hintergrund:

Wie funktionieren Domain Sponsored Stories? 

Domain Sponsored Stories heben Interaktionen (z.B. Shares oder Likes), welche in Verbindung mit einer bestimmten Webseite passieren auf Facebook hervor.  Hervorheben bedeutet in diesem Fall, dass der Inhalt mehr Personen auf Facebook erreicht und länger sichtbar ist. Was im Rückschluss bedeutet, dass mehr Personen diesen Inhalt sehen und klicken. Jeder der klickt landet dann auf der entsprechenden Webseite.

Am Screenshot erklärt:

Mirko und Kerstin teilen ein Buch auf Facebook. Besser gesagt, sie Teilen ein Buch und damit einen Link zu einem Produkt auf Amazon. Das tun Mirko und Kerstin natürlich komplett freiwillig und natürlich mit eigenem Kommentar. Nichts besonders bis zu diesem Zeitpunkt, der Post wird dann von Facebook verteilt und erreicht einen Teil der Freunde.

Aber genau jetzt kommt Amazon ins Spiel. Amazon als Inhaber der Domain kann auf Facebook diese Interaktionen bewerben. Genau durch diesen Obolus an Facebook wird der Beitrag von Mirko und Kerstin dann bei mehr Freunden anzeigt, ist länger im Newsfeed verfügbar, erreicht mehr Menschen und generiert auch mehr Klicks.

Nicht mehr Klicks auf einen unpersönlichen Banner für das Buch, sondern mehr Klicks von Freunden von Mirko auf ein Produkt das Mirko selbst empfohlen hat. Bis auf die kleine „Sponsored“ Anmerkung ist nicht zu sehen, dass es sich um Werbung handelt. So entstehen qualitativ extrem wertvolle Besucher für Amazon.

Einstellungsmöglichkeiten, Einschränkungen und Nachteile:

  • Eine Auswahl der Post ist nicht möglich – Wie bei fast jeder Sponsored Storie kann nicht bestimmt werden von welchen Nutzern die Interaktion hervorgehoben wird – da dies u.a. ein Verletzung der Privatsphäre eines Nutzers wäre. Man kann deshalb auch nicht sehen in welchem Kontext die eigene URL gepostet wurde. Ein Post wie das Beispiel oben ist hier bestimmt der Best Case. Es können allerdings auch negative Posts zur eigenen Homepage sein die hier beworben werden. 
  • Nur Interaktionen der letzten sieben Tage – Es können nur Nutzerinteraktionen beworben werden die innerhalb der letzten sieben Tage geschehen sind.
  • Normales Targeting möglich – Natürlich können die Anzeigen wie gewohnt nur an bestimmte Zielgruppen ausgeliefert werden. Allerdings nur innerhalb der Möglichkeiten welche die Sichtbarkeit der Nutzerposts zulässt. (Man kann die Anzeige also nicht einfach an komplett DE richten)
  • Eine Auslieferung im Newsfeed ist nicht immer garantiert – Facebook selbst bestimmt ob die Anzeige im Newsfeed der Freunde erscheint oder ob die Anzeige in der Seitenleiste angezeigt wird. (Im PowerEditor gibt es allerdings erweiterte Einstellungsmöglichkeiten zur Auslieferung)
  • Nur der Domainbesitzer kann Ads schalten – Nur wer bei Facebook als Admin für die Domain eingetragen ist kann diese Anzeigen schalten. Dazu ist ein einfache Prozess zur Freischaltung möglich. Die Anzahl der Admins ist nicht begrenzt und lässt sich auch einfach mit der eigenen Facebook Seite gleich setzen.

 Wie erstellt man Domain Sponsored Stories? 

Das wird eigentlich in der Facebook Hilfe schon gut beschrieben, hier noch mal die einzelnen Schritte als Überblick…

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  • Sich selbst oder eine Gruppe an Personen als Admin eintragen:
    • Auf den Facebook Insights die eigenen Domain hinzufügen
    • Auswählen wer Admin sein soll (Tipp: Hier die eigene Seite eintragen, dann sind alle Admins der Seite auch berechtigt.)
    • Den angezeigten Code auf der Webseite einbinden
    • Den Facebook Check durchführen
    • Sobald die Domain in den Insights auftaucht hat es geklappt
  • Eine Facebook Anzeige erstellen
    •  Über den normalen Weg auf den Anzeigen Creator (oder PowerEditor)
    • Im Dropdown die eigene Domain auswählen
    • Danach sollte unten die Option für Domain Sponsored Stories erscheinen (wenn nur die normalen Optionen für Anzeigen verfügbar sind, zurück zum ersten Schritt)
    • Die üblichen Optionen definieren (Zielgruppe, Budget, CPC … )
    • Anzeige schalten

Vorteil davon ist, dass man auch Zugriff auf die Domain Insights hat. Genau diese Insights geben auch einen schönen Einblick wie viel eigentlich auf der eigenen Homepage passiert und wie viel Potential somit auch die Anzeigen bieten. Eine Alternative zu Schritt eins ist vielleicht auch, eine App für die eigene Domain zu erstellen. Dort können dann auch Administratoren verwaltet werden.

Das Potential der Anzeigenform hängt an dieser Stelle natürlich auch massiv davon ab, was man auf der eigenen Homepage anbietet und wie man Facebook (& andere Netzwerke) dort integriert hat. Je besser Facebook in die User Experience / Customer Journey eingebaut ist desto mehr Potential haben eben diese Anzeigen für den Shop/die Homepage. Dabei muss besser nicht immer auch komplexer bedeutet. Auch einfache Integration, die konzeptionell gut und logisch sind, steigern die Aktivität der Nutzer und somit die Reichweite für diese Anzeigenart. Ein weiterer guter Beitrag zu diesem Thema inklusive ein paar Zahlen gibt es bei Pagelever.

Langer Text, kurzes Fazit: Domain Sponsored Stories sind extrem unterschätzt, sind einfacher als man vermutet und bieten sehr viel Potential.  Deshalb schaut es euch mal an. 


Vorab Disclaimer für skeptische Nutzer: Durch eine Domain Sponsored Story wird nur die Reichweite eines Inhalts gesteigert unter den Personen die den Inhalt sehen dürfen. Facebook achtet dabei penibel auf jede getätigte Privatsphäre Einstellung! Wenn ein Post nur für eine Gruppe von Freunden zu sehen ist, so bleibt dies auch weiterhin so. Was vom Nutzer eingestellt wurde zählt, egal wie viel ein Unternehmen zahlt. Es wird also nur die Sichtbarkeit unter jenen Nutzer erhöht die den Post sehen dürfen.

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Es gibt 3 Kommentare

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  1. 1
    webdesign – Meine Lesetipps: März 105 Links

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  2. 2
    Meine Lesetipps: Januar 65 Links - webdesign

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