Challenge Copenhagen – Wie Facebook eine Triathlon Community formt und zusammenschweißt

Challenge Copenhagen – Wie Facebook eine Triathlon Community formt und zusammenschweißt


Gastbeitrag von Erol Kazan.

Challenge Copenhagen ist Teil einer weltweiten Triathlon-Wettkampfserie, bestehend aus 3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einem Marathon von 42,195 km, die nacheinander von den Triathleten ausgetragen werden. Die Organisation und Logistik eines Events dieser Größenordnung, mit über 1.800 Teilnehmern und die Einhaltung von diversen Behördenauflagen, gleicht einer Herkules-Aufgabe, die vom Veranstalter so einiges abverlangt.

Dabei darf natürlich die Betreuung und die Unterhaltung der Athleten bis zum Wettkampf nicht zu kurz kommen, wenn man bedenkt, dass die Zeitspanne zwischen Anmeldung und Wettkampf, bis zu einem Jahr betragen kann. Für den Veranstalter stellt sich dabei die grundlegende Frage: “ Wie schaffe ich es, die Leute bei Laune zu halten und gleichermaßen die Spannung und das Interesse für den Event aufzubauen?“

Die Antwort liegt bei einer Facebook Präsenz, da sich die Mehrheit der Teilnehmer bereits auf Facebook befindet und dort auch erreichbar ist. Obwohl die Website www.challengecopenhagen.com als offizielle Anlaufstelle dient, ist es den Machern des Events gelungen Facebook als Kommunikationskanal zu etablieren.

Die Facebook Page, als Dreh und Angelpunkt, entpuppte sich für den Veranstalter als ein wahrer Segen. Der größte Benefit für den Veranstalter war es, dass Teamgeist und Gemeinschaftsgefühl unter den Athleten entstand. Der Austausch von Ratschlägen und Tipps für den kommenden Wettkampf gehörte zu einem der wichtigsten Punkte. Das Bemerkenswerte an der Community ist die großartige Hilfsbereitschaft unter den Athleten sowie die Identifikation mit dem Wettkampf selbst. Diese ging soweit, dass sich einige Athleten das Logo des Veranstalters auf die Wade tätowieren ließen.

Die Tatsache, dass sich inoffizielle Moderatoren auf der Fan Page fanden, die „nebenher“ einem Großteil die Supportarbeit des Veranstalters ersetzten und zudem jene maßregelten, die nicht zur Diskussion beitrugen, ersparte Unmengen an Zeit und Geduld für Supportanfragen. Die Info Mailbox blieb praktisch leer.

Nach dem Rennen wurde der Veranstalter in der Presse dafür kritisiert, die Gesundheit der Athleten aufs Spiel gesetzt zu haben, weil nach starken Regenfällen, sich vermehrt Bakterien im Wasser bildeten. Die Community demonstrierte jedoch auf Facebook regelrecht einen Beschützerinstinkt und stufte die Pressmeldungen als maßlos übertrieben ein. Die allgemeine Grundhaltung lässt sich am folgenden Zitat eines Teilnehmers festhalten:
“Auch wenn Haie im Meer wären, würde ich trotzdem ins Wasser gehen“
Der Aufschrei der Facebook User zwang die Presse dazu, die Aussage deutlich zu relativieren, in dem es sich auf die Aussagen auf der Facebook Fan Page stützte.

Der Wettkampf wurde äußerst positiv sowohl von den Teilnehmern als auch von der öffentlichen Hand aufgenommen. Obwohl das Rennen erst am 15.08.10 stattfand, gab es bereits eine Woche später mehr als 500 Anmeldungen für das nächste Rennen. Durch den Ansporn und Ehrgeiz untereinander sowie diverse Gewinnspiele auf der Fan Page, kam eine hohe und frühe Anmeldezahl zustande und bescherte dem Veranstalter den netten Nebeneffekt bereits ein Jahr vor dem nächsten Rennen finanzielle Planungssicherheit zu besitzen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass Facebook für den Veranstalter in vielen Belangen unersetzbar war und die beste PR Arbeit lieferte, die man je bekommen kann. Erwartungsgemäß werden die Organisatoren des Triathlons weiter in Facebook investieren und ihren Auftritt dort ausbauen. Sie versprechen fürs nächste Rennen eine noch engere Verzahnung mit Facebook, so dass es auch während des Wettkampfs von den Athleten und deren Freunde & Fans genutzt werden kann.

Hätte der Veranstalter des Triathlons keine Facebook Fan Page angeboten, wäre es äußerst schwer gewesen den selben Effekt nur mit einer Website zu erzielen.

Über den Autor:
Erol Kazan ist Projektkoordinator bei Nodes (www.nodesagency.de). Nodes ist eine der führenden Social Media Agenturen in Dänemark und ist nun dabei auch in Deutschland Agenturen zu eröffnen.

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