Buchverbrennungen und Facebook retten Bibliothek

Buchverbrennungen und Facebook retten Bibliothek


Die Geschichte klingt schon ein wenig absurd. In Michigan hatte das Städtchen Troy kein Geld mehr um die Stadtbibliothek weiter zu betreiben. Nur mit einer Steuererhöhung von 0,7% wäre die Finanzierung zu sichern gewesen. 0,7% sind gewiss nicht viel, doch für viele Einwohner war das zu viel. Es kam zu einem Protest gegen die Steuererhöhung, der indirekt auch ein Protest gegen die Bibliothek war. Das Schicksal der Bibliothek schien bereits besiegelt.

Mit gerade einmal 6 Wochen Zeit bis zur entscheidenden Abstimmung und einem Budget von nur 3500 Dollar konnte die Bevölkerung aber trotzdem noch umgestimmt werden. Wie es dazu kam zeigt das folgende Video:


Credits: Facebook-Studio

Die Bibliotheksbefürworter hatten auf Plakaten und auf einer eigens eingerichteten Facebook Seite anonym zu einer Buchverbrennungsparty aufgerufen. Erst als die Empörung groß genug war und sowohl regionale als auch nationale Presse das Thema aufgegriffen hatten, gaben sich die Initiatoren zu erkennen und erklärten denn Sinn ihrer trojanischen Aktion.

Ein wirklich spannender Case, der noch einmal die Macht der socialen Medien zeigt.

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Veröffentlichung 13. Januar 2012

Es gibt 3 Kommentare

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  1. 1
    ScubaBen

    Toller Fall! Ich denke aber auch Marketing erreicht irgendwann mal Geschmacksgrenzen!!!

    Aber wen stört schon noch Geschmack! Hauptsache man hat viele Likes!

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