Am praktischen Beispiel: 3 Tipps, um eure Videos für die Autoplay-Anzeige zu optimieren

Am praktischen Beispiel: 3 Tipps, um eure Videos für die Autoplay-Anzeige zu optimieren


Videos werden auf Facebook immer wichtiger. Das hat uns auch Arne Henne von Facebook auf unserer AllFacebook Marketing Conference in Berlin nochmals deutlich gesagt. Laut seiner Aussage muss es nicht immer das aufwendige Hochglanzvideo sein. Auch kurze und einfache Clips vom iPhone funktionieren. Sein Beispiel: ‚Kitchen Guerilla‘ aus Hamburg.

Die Zahlen sprechen auch für Videos auf Facebook. So hat Facebook bereits im August Youtube in Sachen Video Views überholt. Schaut man sich die Videos einiger großen Seiten an, so merkt man schnell, dass auf Facebook deutlich mehr Views zustande kommen, als in den zugehörigen Youtube-Kanälen. Dies hat vor allem einen Grund: Autoplay-Videos. Die muss man nicht mögen, aber diese Funktion ist ein Treiber für Facebooks starkes Wachstum. Zusammen mit der Tatsache, dass immer mehr Unternehmen ihre Videos direkt auf Facebook hochladen und eben nicht nur den Link zum Video posten.

Dabei darf man nicht vergessen, dass man auch Facebook-Videos optimieren kann. Wie einfach das ist, will ich euch an einem zufällig gewählten Beispiel aus meinem eigenen Newsfeed zeigen. Munchies, ein Ableger des Vice Magazine, macht das in diesem Beispiel schon ziemlich gut:

Untertitel

Learning 1 – Autoplay-Videos haben keinen Ton. 

Hört sich trivial an, darf man aber nicht vergessen. Das Video läuft automatisch ab, der Ton nicht. Manche Videos funktionieren ohne Ton aber einfach nicht, sie sind für den Nutzer dann einfach uninteressant. Munchies, und einige andere, lösen dies sehr charmant über Untertitel. So wird der Inhalt des Videos auch verständlich, bevor man als Nutzer den Ton angestellt hat.

Call-For-Action

Learning 2 – Call-to-Actions einbauen.

In diesem Beispiel gibt es sowohl einen Link im Text als auch ein Call-to-Action am Ende des Videos. Ich als Nutzer kann das Video nochmals anschauen oder eben auf die verlinkte Seite wechseln. Wie man auf Facebook in ein Video einen Call-to-Action integriert, haben wir in dieser Anleitung beschrieben. Beim Funktionsumfang von Youtube ist man hier bei Weitem noch nicht, aber immerhin.

Learning 3 – Die Länge des Videos nach eurem Ziel ausrichten. (Kurz = Traffic, Lang = Views)

Auch das sieht man an diesem Beispiel sehr gut. Das Video ist gerade mal 12 Sekunden lang und damit nur ein kurzer Teaser für den eigentlich Inhalt. Wenn man nicht sehr schnell über den Beitrag scrollt, läuft das Video also bis zum Ende und man sieht den Call-to-Action. In Kombination mit dem Untertitel hat man also einen schönen Teaser und kann sich dann das ganze Video an anderer Stelle anschauen. Dementsprechend gut ist diese Variante, wenn man möchte, dass Videos auf der eigenen Webseite angesehen werden, weil man sie dort beispielsweise vermarktet. Ob man durch die Kombination Link im Text und Call-to-Action genauso viel Traffic erhält, wie über einen Link-Post, muss aber jeder für sich selbst testen. Der Aufwand ist ja durchaus etwas höher.

Wer eine möglichst hohe Reichweite und Verbreitung für seine Videos erreichen möchte, der sollte das ganze Video bei Facebook einstellen. Nur einen Teaser einzustellen, wird hier nicht genügen.

Fazit

Mit relativ wenig Aufwand hat man seine Videos so auf die Auto-Play-Funktion von Facebook optimiert. Je nach eurer eigenen Zielsetzung muss man aber Kosten/Nutzen für die jeweiligen Lösungen abwägen. Testen solltet ihr es meiner Meinung nach aber auf jeden Fall.

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Es gibt 7 Kommentare

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  1. 1
    Klaus

    Finde die Autoplay funktion ziemlich nervig. Da mein internet eh schon so langsam ist verschwende ich noch unnötig Mbits um videos wiederzugeben die ich garnicht sehen will

  2. 3
    Marcus

    Ich frage mich, wie das bei Musikvideos und Liedern am besten funktioniert. Da würde ich weiterhin eher auf Youtube denn auf FB-Videos setzen, denn bei Youtube suchen die Leute aktiv nach Musik, bei Facebook wohl eher nach den Fanpages.

    Hat da wer eine Einschätzung?

    • 4
      Philipp Roth

      Hi Marcus,

      das eine schließt ja das andere nicht aus. Wenn du eine möglichst hohe Reichweite haben möchtest veröffentlichst du das Video sowohl direkt bei Facebook als auch bei Youtube. Dann hast du den eher kurzfristig positiven Effekt auf Facebook und den langfristigen auf Youtube.

      Vlg

    • 5
      Marcus

      Hallo Philipp,

      das stimmt. Ist dann aber auch nicht zentralisiert. Gerade jetzt am Anfang (die Band ist noch brandneu und in der Garage produziert) kommt es auf jeden View an und dann streut das ja ziemlich. Bei YouTube werden die Videos ja relevanter, wenn sie öfter geschaut werden. Wenn ich die gleichen Videos noch einmal bei Facebook hochladen würde, hätte ich diese Views quasi verschenkt.

    • 6
      Philipp Roth

      Aber wenn du sie nicht bei Facebook einstellst dann verschenkst du die Views bei Facebook. Schön wäre es natürlich wenn Facebook die Youtube Videos gleich behandeln würde, aber derzeit ist es oft ein Faktor von 10-20x in Views. Aber es ist ja alles eine Frage der Ziele ;)

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