Facebook Angebote für Seiten: Übersicht, Tipps und neue Funktionen

Facebook Angebote für Seiten: Übersicht, Tipps und neue Funktionen


Facebook hat im August 2016 die Angebote (Offers) für Facebook Seiten komplett überarbeitet und viele neue Features integriert. Dabei sind die Angebote vor allem auch für die Nutzer attraktiver aufbereitet worden, was beim Einsatz für Unternehmen natürlich nur hilft.

Die Facebook Angebote haben eine lange Geschichte innerhalb vom Funktionsumfang für Seiten. Sie waren zuerst nur für große Unternehmen mit Werbebudget verfügbar, wurden dann komplett entfernt und schließlich vor ein paar Jahren integriert. Dabei sind die Angebote inzwischen so vielfältig wie alle anderen Inhalte die auf Facebook veröffentlicht werden können.

Wir nehmen das neuste Update als Anlass mal wieder umfassender über Facebook Angebote zu berichten und euch einige Tipps für die Nutzung zu geben. Dazu betrachten wir folgende Themen:

Anlegen von Facebook Angeboten

Ihr habt generell zwei Optionen zum Erstellen eines Facebook Angebots. Zum einen direkt auf der Seite:

Angebot-Titelbild

Oder auch direkt als Facebook Anzeige im Werbeanzeigenmanager:

Facebook-angebot-als-anzeige

Zuerst bestimmt Ihr, wo das Angebot eingelöst werden kann

facebook-angebot-verfuegbarkeit

Facebook bietet euch hier zwei (bzw. drei) verschiedene Angebote. Zum einen könnt ihr auswählen, ob man das Angebot Online einlösen kann oder im Geschäft. Falls ihr einen eigenen Facebook Shop eingerichtet habt könnt ihr auch dies auswählen.

Auf die Darstellung des Angebots hat die Auswahl keine Auswirkung. Der größte Unterschied liegt darin, dass bei der Auswahl „im Geschäft“ Facebook euch die Option gibt, an Stelle eines Rabattcodes auch einen Barcode zu definieren:

facebook-angebote-barcode

Diesen Barcode können eure Kunden dann direkt an der Kasse auf dem Smartphone oder ausgedruckt vorzeigen. Facebook bietet verschiedene Standards von Barcodes an. Innerhalb der Auswahl versteckt sich auch die Option für einen QR-Code:

facebook-angebote-qr-code

4 verschiedene Formate für Facebook Angebote

facebook-angebot-arten

Facebook bietet euch vier verschiedene Typen von Angeboten:

  • Prozent-Rabatt: Ein Prozentwert wird vom Gesamteinkaufswert des Kunden abgezogen
    (z.B. 20 % Rabatt auf alle Bücher)
  • Rabatt (Betrag): Ein vorgegebener Betrag wird vom Gesamteinkaufswert des Kunden abgezogen
    (z.B. 50 $ Rabatt auf jede Maniküre)
  • Zwei zum Preis von Einem: Personen erhalten kostenlose Artikel oder Dienstleistungen nach dem Kauf einer definierten Anzahl von Artikeln oder Dienstleistungen
    (z.B. Beim Kauf von 12 Donuts erhältst du 3 Stück gratis dazu)
  • Geschenk: Personen erhalten einen definierten kostenlosen Artikel oder Service
    (z.B. Versandkostenfrei, kostenloses Geschenk mit dem Einkauf)
    (Textquelle: Facebook Hilfe

Ihr habt innerhalb der verschiedenen Typen, dann allerdings die komplette Freiheit. Facebook gibt euch nicht vor ob es jetzt 20% oder 70% sein sollen. Beim Rabatt könnt ihr das Angebot auch lokalisieren in dem ihr für jedes Land die passende Währung auswählt.

Tipp: Überlege genau was für eure Kunden oder Neukunden wirklich attraktiv ist. Aktionen die ihr extra für Facebook gemacht habt, funktionieren meist besser als wenn ihr überall das gleiche Angebot kommuniziert. Bevor ihr eine große Kampagne macht könnt ihr ein Angebot auch im kleinen Format testen und Erfahrungen sammeln.

Ein Facebook Angebot gestalten

Neben dem Typ des Angebots könnt ihr euer Angebot auf der Seite natürlich noch komplett frei ausgestalten:

facebook-angebot-gestalten

Ihr definiert hier folgende Elemente:

  • Titel = der Angebotstitel der unter dem Bild erscheint
  • Beschreibung = der eigentlich Text des Postings (über dem Bild)
  • Rabattcode = könnt ihr selbst festlegen. Er darf aber maximal 20 Zeichen lang sein.
  • Nutzungsbedingungen = solltet ihr unbedingt definieren, sofern ihr denn welche habt. Oft sind Gutscheine über x€ ja an einen Mindestumsatz gebunden. Solche Details müsst ihr selbstverständlich auch auf Facebook definieren

Als Designelement könnt ihr dann noch eins oder mehrere Bilder einstellen. Bei einem Bild sieht euer Angebot so aus wie oben Dargestellt und bei mehreren erstellt Facebook daraus einen Carousel Post:

Facebook-angebote-carousel

Tipp: Ihr habt keine Bilder? Wenn ihr das Angebot nicht auf der Seite, sondern im Werbeanzeigenmanager erstellt dann könnt ihr kostenlos auf das Archiv von Shutterstock zugreifen und euch dort die passenden Bilder aussuchen.

Eine gute Beschreibung und die richtigen Bilder sind natürlich A und O eures Angebotes. Abgesehen vom eigentlichen Angeboten bestimmten diese Elemente wie erfolgreich eure Anzeige wird.

Personalisierte Codes für Facebook Angebote

Es ist im Moment noch nicht möglich für jeden Nutzer einen personalisierten Code zu erzeugen. Allerdings hat Facebook diese Funktion im August 2016 angekündigt:

Im Moment unterstützen Facebook-Angebote einen Angebotscode oder Barcode, der für alle beanspruchten Angebote gilt und vom Werbetreibenden bereitgestellt wird. Diese Lösung ist ideal für Werbetreibende, die möchten, dass ihr Angebot so weit wie möglich verbreitet wird. Manche Unternehmen möchten jedoch bestimmten Kunden einen größeren Rabatt anbieten oder einfach eine massenhafte Verteilung des Angebots vermeiden. Deshalb werden wir bald die Option für individuelle Angebotscodes anbieten. Mit individuellen Angebotscodes bei Facebook-Angeboten können Werbetreibende problemlos jeder Person einen individuellen Angebotscode zur Verfügung stellen, sodass das Angebot nicht massenhaft an andere Personen weitergegeben werden kann.

Wir erwarten uns hier in der nächsten Zeit unter anderem auch eine Uploadmöglichkeit für diese Rabattcodes. Dann kann man auch Sicherstellen, dass ausschließlich Facebook Nutzer das Angebot gesehen haben und nicht über ein Gutscheinportal oder ähnlich den Code erhalten haben.

Die Regeln für Facebook Angebote beachten

Das Facebook eigene Regeln für Angebote hat, wird oft übersehen, aber in den Page Guidelines gibt es einen ganzen Abschnitt darüber.

Hier ein Auszug:

  • Facebook-Angebote müssen für eine begrenzte Zeit zur Verfügung stehen.
  • Du darfst ein Angebot nur dann schalten, wenn du der Händler für das von dir hervorgehobene Produkt oder die Dienstleistung bzw. der Hersteller davon bist.
  • Du musst jegliche Beschränkungen für dein Angebot (wie beispielsweise das Ablaufdatum oder Einschränkungen bei der Einlösung) klar und deutlich offenlegen.
  • Du darfst die Angebotserstellfunktion nur für ihren beabsichtigten Zweck verwenden und nicht, um deine Webseite oder sonstige Kontaktinformationen hervorzuheben oder den Gegenwert einer Geschenkkarte, eines Geschenkgutscheins oder einer gespeicherten Wertkarte anzubieten.
  • Du bist dafür verantwortlich sicherzustellen, dass dein Angebot diesen Bedingungen sowie sämtlichen geltenden Gesetzen, Regelungen und Vorschriften entspricht. Angebote unterliegen vielen Vorschriften (wie beispielsweise Alkoholrabatte und für Minderjährige ausgelegte Angebote) und wenn du nicht sicher bist, ob dein Angebot geltendem Recht entspricht, dann lass dich fachmännisch beraten.

Wie gesagt nur ein Auszug. Mit den Regeln sichert sich Facebook ab, so dass ihr alleine für das Angebot verantwortlich seid. Außerdem natürlich auch hier der Hinweis von Facebook: Um gesetzliche Regelungen und Vorschriften müsst ihr euch selbst kümmern.

Sichtbarkeit und Kosten von Facebook Angeboten

Die Angebote sind natürlich sowohl auf dem Desktop Rechner als auch auf dem Smartphone verfügbar. Generell kosten Facebook Angebote euch als Unternehmen nichts. Ihr könnt das Angebot einfach so auf der Seite erstellen und dann dort posten. Es wird dann, abhängig vom Newsfeed Algorithmus, an einen Teil der Fans ausgespielt.

Wenn ihr mehr aus eurem Angebot machen wollt, dann solltet ihr dafür ein Werbebudget definieren. Hier bietet euch Facebook die gleichen Optionen wie bei allen anderen Anzeigen auch. Überlegt euch welches Angebot zu welcher Zielgruppe passt und wie viel Budget ihr investieren wollt beziehungsweise was euch eine Conversion (außer dem Rabatt) Wert ist.

Tipp: Wenn ihr euer Angebot im Werbeanzeigenmanager erstellt habt ihr mehr und deutlich bessere Optionen zur Definition der Zielgruppen. Außerdem könnt ihr dort auch den Facebook Pixel zum Tracking integrieren.

Neben dem Newsfeed werden eure Angebote auch in einem Tab auf eurer Facebook Seite dargestellt. Dort kann der Nutzer alle aktiven Angebote einsehen. Aber hier gilt wie immer: kaum jemand ruft die Seite an sich auf. Die Reichweite generiert ihr im Newsfeed.

Lokalisierung von Facebook Angeboten

Wer mehrere Geschäfte betreibt, wird sich zu Recht Fragen: Mache ich ein Angebot für alle meine Filialen oder kann ich auch einzelne Angebote für einzelne Filialen anbieten?

Die gute Antwort ist, dass generell alles Möglich ist. Ihr habt hier verschiedenen Optionen:

  • Wenn ihr ein Angebot als Facebook Anzeige anlegt könnt ihr die genaue Zielgruppe definieren (z.B. einen Ort mit einem Umkreis von +/- 5km) und das Angebot nur an diese Nutzer ausspielen
  • Auch wenn ihr ein Angebot auf der Seite einstellt ist dies möglich, hier könnt ihr die Targeting-Optionen wie bei anderen Postings nutzen. So wird der Post im Newsfeed nur an die gewünschte Zielgruppe ausgespielt.

Wie bereits erwähnt, können Angebote natürlich auch in spezifischen Währungen angelegt werden, ganz wie ihr es benötigt. Weitere Tipps für die Lokalisierung von Facebook Seiten findet ihr hier.

Einlösen von Facebook Angeboten

Für die genaue Realisierung seid ihr selbst verantwortlich in dem ihr die verschiedenen Optionen von Facebook nutzt. Also entweder den passenden Rabattcode oder eben auch ein Barcode fürs Geschäft.

Für Nutzer ermöglicht Facebook inzwischen einiges damit diese das Angebot so einfach wie möglich sehen können. So werden eingelöste Angebote zum Beispiel auch in den Bookmarks gespeichert. Außerdem halten die Kunden auch in unregelmäßigen Abständen eine Notification, dass sie ihr Angebot noch wahrnehmen können.

Neu ist auch, dass der Code auf der besuchten Webseite zusammen mit den Einlösebedingungen nach dem Klick auf den Link weiterhin in einer Leiste auf der Webseite dargestellt wird.

facebook-angebote

Bitte überlegt euch auch die genauen Prozesse am Verkaufsort oder im Online-Shop, wenn ein Nutzer das Angebot einlösen möchte. Sind alle Verkaufs-Mitarbeiter geschult? Ist der Rabatt in Shopsystem korrekt hinterlegt? Gibt es Ansprechpartner, die bei Problemen mit dem Einlösen zur Verfügung stehen?

Sonstiges

Einige Funktionen der Facebook Angebote sind noch im Rollout und nicht überall verfügbar, hier müsst ihr euch noch etwas gedulden. Außerdem gibt es aktuell noch Unterschiede zwischen dem Erstellungsprozess auf Seiten und im Werbeanzeigenmanager. Gerade wenn ihr ein Angebot, im Werbeanzeigenmanager erstellen wollt, welches im Laden eingelöst werden soll.

Ansonsten empfehlen wir euch eher den Weg über die Werbeanzeigen zu gehen, da ihr dort bei der Zielgruppendefinition deutlich mehr und bessere Optionen habt. Weitere Informationen zu den Angeboten erhaltet ihr auch in der Facebook Hilfe. Falls ihr dort nichts findet, postet eure Frage gerne hier unter diesem Beitrag.

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Es gibt 3 Kommentare

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  1. 2
    Nick

    Hallo liebes Allfacebook-Team und vielen Dank für eine endlich verständliche und übersichtliche Anleitung, wie man Angebote richtig verwendet und einstellt.

    Eine Frage habe ich jedoch: weiter oben schreibt ihr, dass der Rabattcode auch ausgedruckt an der Kasse vorgezeigt werden kann. Dann würde Facebook aber ja nicht erkennen, dass der Rabattcode von dieser Person eingelöst wurde, oder? Außerdem besteht ja dann die Möglichkeit, dass der Code beliebig oft kopiert wird und beliebig oft eingesetzt werden kann. Oder habe ich dies falsch verstanden? Habt ihr eventuell auch Beispiel-Screens wie es auf Facebook aussieht, wenn der Kunde sein Angebot in Anspruch nimmt bzw. einlöst (sprich: wie wird der Barcode angezeigt/dargestellt, wenn der Kunde zu uns ins Geschäft kommt und seinen Code vorzeigt?)

    Im Voraus besten Dank für eure Antwort und macht weiter so! ;-)

    • 3
      Philipp Roth

      Hi Nick,

      wenn du nicht möchtest das ein Code beliebig oft eingesetzt wird musst du auf die personalisierten Codes warten. Ansonsten kann bei jeder Option der Gutschein beliebig kopiert werden, schreiben wir ja auch so oben. Der Kunde kann den Barcode auf dem Smartphone vorzeigen oder eben die entsprechende Mail ausdrucken. Ein aktuelles Beispiel haben wir nicht zu Hand, ist aber auch nichts besonderes. Im Prinzip blauer Facebook Rahmen, Beschreibung des Angebots und dann der Barcode drauf.

      Grüße
      Philipp

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