Was ist eigentlich: Parse?

Was ist eigentlich: Parse?


parse

Der Cloudservice Parse hat vor kurzem den Besitzer gewechselt und wurde von Facebook gekauft. Bei Parse handelt es sich um einen Service, der einem mobilen App-Entwickler die lästigen aber notwendigen Aufgaben abnimmt, welche mit der Netz-Infrastruktur zusammenhängen bzw. eben eine solche benötigen. Dies beginnt beim simplen Speichern von Daten bis hin zum Handling der Push-Notifications. Alles in allem sollen App-Entwickler sich nur noch auf den eigentlichen Kern fokussieren. Alles andere erledigt sich mit einem API-Aufruf, ohne dass man Infrastruktur bereitstellen oder, noch viel wichtiger, ohne, dass Infrastruktur skaliert werden muss.

Parse unterstützt Anwendungen für OSX, iOS, Android und .NET. Für den Rest steht auch noch ein Javascript-SDK und eine REST-API bereit. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der Dienste, die Parse bereitstellt:

Data 

In einem datenbankähnlichen Schema können sowohl Nutzerdaten als auch Meta-Daten der Anwendung verwaltet werden. Nutzerdaten können von den verbundenen Clients geschrieben und gelesen werden. Für Meta-Daten und Assets der Anwendung steht online ein Data-Browser bereit.

Push

Notifications wirken für den Endnutzer sehr einfach und leichtgewichtig. Im Hintergrund ist aber schon ein gewisser Aufwand nötig, der sich auf einem Server abspielt. Eine vollkommen andere Domäne als das Entwickeln einer mobilen App. Mit Parse ist nur noch ein einzelner Aufruf nötig. Egal ob routiniert programmatisch oder für spezielle Einzelfälle per Web-Interface.

Social

Die Integration eines Facebook- oder Twitter-Logins muss nicht mehr selbst implementiert werden. Liest sich jetzt wie ein kleines Feature, ist aber gewaltig. Denn rückblickend hat sich allein der Facebook-Login in den letzten drei Jahren bestimmt drei Mal verändert – bis hin zur perfekten Integration in iOS. Mit Parse muss man sich um diese Änderungen nicht mehr kümmern.

Hosting

Der neuste der Services erlaubt das Hosting einer statischen Website. Verglichen mit den anderen Services nur eine kleine Dienstleistung. Allerdings für ein großes Versprechen: Ein App-Entwickler benötigt damit wirklich gar keinen Server mehr.

Code

Der Service erlaubt das Ausführen von Code in der Cloud mit der entsprechenden Javascript-Bibliothek. Hauptsächlich genutzt für Cronjobs, um Daten zu manipulieren und Dokumente zu managen.

Kunden

Das Kunden-Portfolio ist schon jetzt sehr beeindruckend. Sei es der Netzwerk-Riese Cisco oder die global agierende Agentur BBDO.

Fazit

Wie bei jedem guten Cloud-Service fängt das Developer-Paket klein an und man wird erst zur Kasse gebeten, wenn man nicht mehr wechseln kann. Konkret werden bis zu einer Million Requests und Push-Notifications spendiert, bevor es 199 $ im Monat zu bezahlen gilt. Ein fairer Deal. Ab diesem Zeitpunkt sollte die Anwendung auch entsprechend Geld einspielen. Und auf der anderen Seite hält Parse das Versprechen, dass sich ein mobiler Entwickler um nichts mehr kümmern muss, außer um seine App. Und das Universum einer Server-Infrastruktur unterscheidet sich gewaltig von der Entwicklung einer nativen App. Parse kümmert sich also um alle Sachen, die ein App-Entwickler vielleicht nicht unbedingt selbst (Achtung!) „geparst“ bekommt.

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Veröffentlichung 16. Mai 2013

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