Personalisiertes Facebook Video: Steck deine Freunde in den Sack

Bereits vor ein gut ein bis zwei Wochen wurde eine neue Kampagne von Notruf Deutschland veröffentlich die speziell auf Facebook Nutzer zielgerichtet wird. Dabei wird die bereits bekannte Technik eines personalisierten Videos genutzt für die es inzwischen viele Beispiele im Web gibt. Wir erinnern uns hier z.B. an Think Blue von VW im März 2010.

Die Kampagne ist über die Seite http://www.notruf-deutschland.com/ erreichbar. Gut gemacht ist allerdings auch hier der Personalisierung des Videos in kombination mit der Story. Erst durch gute konzeptionelle Arbeit wird ein solches Video im Web erfolgreich. Die Story ist dabei relativ einfach: Drei junge Mädels vergöttern ihren Schwarm der in diesem Fall durch den eigenen Facebook Account repräsentiert wird. Die Mädels zeigen sich passende Fotos oder auch neue Tattoos bis die Story dann schließlich eine düstere Wendung nimmt.

Technisch lässt sich an der Kampagne nichts aussetzen da zumindest wir auf keine Probleme gestoßen sind. Natürlich kommt die Anwendung nicht ohne eine Datengenehmigung aus. Schön finden wir allerdings auch, dass es sich hier nicht um eine 100%ige Facebook Lösung handelt und andere Nutzung die Anwendung auch nutzen können nach dem sie die entsprechenden Daten von Hand eingegeben haben. Insgesamt also eine gute Kampagne die wohl auch mit einem überschaubaren Budget ausgekommen ist.

Um euch noch ein paar Insights mehr zu bieten haben wir mit Jiannis Sotiropoulos von doodem gesprochen der für die Produktion zuständig ist. So war z.B. Dreh und Konzept deutlich weniger aufwendig als die spätere Umsetzung des kompletten Konzepts. Er hat uns sogar einen Blick in die Facebook Insights gewährt, (weiterlesen …)

Interview: Die Aktivitäten von Greenpeace im Social Web und auf Facebook

Greenpeace ist bekannt für seine Aktionen im Social Web. So wurden durch Kampagnen in den letzten Jahren einige Probleme bei Konzernen öffentlich gemacht. Nicht zuletzt die Verbreitung durch die Social Media Kanäle hat dabei geholfen die Inhalte sehr weit zu verstreuen. Deshalb haben wir für dieses Interview an Volker Gaßner (Teamleater Kommunikation, Greenpeace Deutschland) gewandt und ihn zu ihren verschiedenen Aktivitäten im Social Web befragt.

1. Willkommen Herr Gaßner! Können Sie sich und ihre Position kurz vorstellen?

Ich bin Teamleiter im Bereich Kommunikation und verantworte den Teilbereich Presse, Recherche und Neue Medien bei Greenpeace. Momentan arbeiten dort 17 Personen für die tagesaktuelle Kommunikation. Im Jahr 2000 habe ich als Kampaigner angefangen und meine Aufgabe war es Strategien für die Einbindung unserer Ehrenamtlichen Aktivisten in die Kampagnenarbeit zu entwickeln und durchzuführen. Außerdem war ich verantwortlich die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Ehrenamtlichen aufzubauen. In den folgenden Jahren habe ich Kampagnen wie z.B. die Müllermilch-Kampagne „Müllermilch = Genmilch“ geleitet.

2. Können Sie uns kurz die Aktivitäten von Greenpeace vorstellen?

Spektakuläre Aktionen haben Greenpeace weltweit bekannt gemacht. Die direkte Konfrontation mit Umweltsündern dient dazu, auf Missstände aufmerksam zu machen. Greenpeace-Aktivisten setzen sich persönlich für ihr Anliegen ein – dadurch erzeugen sie öffentlichen Druck auf Verantwortliche in Politik und Industrie. 1980 kam es in Nordenham zur ersten Greenpeace-Aktion in Deutschland – Aktivisten in Schlauchbooten protestierten gegen die Verklappung giftiger Dünnsäure in der Nordsee. Aber Greenpeace protestiert nicht nur, sondern wir arbeiten auch Lösungen. Wir haben den ersten FCKW-freien Kühlschrank entwickelt und schon in den Neunzigern ein Auto gebaut, dass mit weniger als drei Liter Sprit auskommt und serienmäßig zu bauen ist. Wir entwickeln Verbraucherratgeber zu Themen wie Fisch, Gentechnik und Pestizide. Eines unserer Kernthemen ist die Nutzung der Atomenergie, die wir strikt ablehnen. In den letzten Jahren haben wir detaillierte Pläne vorgelegt, wie wir aus der Nutzung der Atomenergie aussteigen können. Zurzeit arbeiten wir zum Thema CO2-Reduktion am Beispiel von VW und haben einen aktuellen Report veröffentlicht, wie die Textilindustrie chinesische Flüsse mit gefährlichen Chemikalien verschmutzt. Unsere Arbeit unterstützen unsere rund 560.000 Förderer mit ihrer Einzelspende. Staatliche Mittel oder Firmenspenden lehnen wir ab.

3. Facebook wird derzeit extrem gehyped, wie wichtig ist Facebook bzw. das Social Web für Greenpeace geworden?  (weiterlesen …)

Nachgefragt: Macht eine Fanpage ein Unternehmen erpressbar?

Bastografie / photocase.com

Credits: Bastografie / photocase.com

Gerade Dienstleister, wie etwa Telekommunikationsunternehmen, finden sich bei Facebook schnell in einer Rolle wieder, die so vielleicht gar nicht gedacht wahr. Ihre Facebook Seite wird von den Kunden als weiterer Service Kanal wahrgenommen. Da viele Unternehmen für die Social Media Aktivitäten auf externe Agenturen zurück greifen und deren Redaktionsteams buchen, kommt es gerade hier zu Problemen. So kann dieses Redaktionsteam zwar wunderbar Geschichten erzählen kann, Probleme mit Telefonanschlüssen, Routern und Handyverträgen aber weis es kaum zu beantworten.

So ist der nächste logische Schritt die Einbindung des First- und Second-Level Supports mit in die Fanpage Administration. Dies geschieht in verschiedenen Tiefen und endet in der größten Ausbaustufe in einem “Telekom Hilft” Szenario bei dem ein ganzes Team rund um die Uhr versucht die Probleme der Nutzer zu lösen. Auch der neue Twitterkanal der Bahn geht in diese Richtung.

Nachdem wir selbst ein Problem mit unserem Router und Anbieter hatten, welches Dank einer Facebook Anfrage sehr schnell gelöst werden konnte, haben wir uns gefragt ob und wie Unternehmen durch die breite Öffentlichkeit erpressbar werden. Und diese Frage haben wir dann auch weitergegeben, an die Betreuerin der Alice Fanpage (Eveline Hauptkorn) und den Verantwortlichen von Telekom hilft (Oliver Nissen).

Bei der Telekom sieht man das so: (weiterlesen …)

Interview: Die BMW Group auf Facebook

Screenshot BMW auf Facebook

Screenshot BMW auf Facebook

BMW ist schon lange auf Facebook aktiv. Die BMW Seite hat mittlerweile über 5 Millionen Fans und ist im letzten Monat um knapp 400.000 neue Fans gewachsen (Siehe Tracking BMW). Aber auch andere Seiten der BMW Group sind sehr erfolgreich. So ist die Facebook Page von Mini in den letzten 30 Tagen um ganze 42% auf 1,2 Millionen Fans gewachsen (Siehe Tracking MINI).  Grund genug also nach unseren Interviews mit der Deutschen Bahn, DATEV oder auch Subway mal BMW nach ihrer Strategie auf Facebook zu fragen:

1. Willkommen Herr Kühnel! Können Sie sich und Ihre Funktion bitte kurz vorstellen?

Hallo Herr Roth, vielen Dank, sehr gern. In der BMW Group gibt es schon seit langem die Abteilung „Marketing Innovations“, die schwerpunktmäßig für Marketingvorentwicklung und die Pilotierung neuer Themen verantwortlich ist.

Hier werden Innovationsfelder identifiziert und entwickelt. Mein Verantwortungsbereich ist das Innovationsfeld Social Business. Die Aufgabe besteht darin, eine konsistente, internationale und markenübergreifende Strategie zu entwickeln und diese gemeinsam mit den Fachstellen und Vertriebsregionen umzusetzen. Einer der Bausteine dabei ist Facebook.

2. Können Sie uns die Hintergründe etwas erläutern: Wann und warum wurde BMW auf Facebook aktiv?

Die Vorreiterrolle auf Facebook hatte MINI mit MINI Space. BMW startete mit dem Concept X1 die erste konsistente Social Media Kampagne und bezog dabei auch Facebook mit ein. Das war 2008.

Die Kommunikationskultur und damit auch das Kommunikationsverhalten von Konsumenten hat sich in den letzten Jahren verändert. Diese Entwicklung wurde seitens Marketing Innovations jahrelang mit diversen Projekten begleitet und analysiert. Das, was wir heute Social Media nennen, hat sich kontinuierlich über einen längeren Zeitraum entwickelt.

3. BMW ist im Social Web nicht nur auf Facebook aktiv. Welche Aktivitäten und Priorisierungen gibt es?  (weiterlesen …)

Interviews: Facebook Deals aus Anbietersicht

Zwei Wochen ist es jetzt her, dass Facebook auch in Deutschland das Produkt “Deals” oder “Angebote” gestartet hat. Nachdem wir bereits über unsere und eure Erfahrungen hiermit berichtet haben, sollen heute drei Facebook Deals Startpartner zu Wort kommen. Dazu haben wir Cinemaxx, Gravis und Achtung!, der Agentur von Vapiano, einen kleinen Fragebogen zukommen lassen:

Gravis

Wie viel Aufwand hattet ihr im Vorfeld des Starts?

Ein Teil der Vorbereitung im Vorfeld entfällt auf die Abstimmung mit den beteiligten Herstellern. Die Aktion von GRAVIS  ”Wir verschenken 10.000 mal Die Sims 3″ sind natürlich nur möglich, wenn sich die Hersteller beteiligen. Aber auch die technische Einrichtung der Systeme, damit z.B. die Downloadcodes funktionieren, beinhaltete einiges an Vorarbeiten. Das eigentliche Einstellen der “Angebote” selbst hält sich dann in Grenzen.

Wie wurden die Verkäufer geschult?

Wir haben dem Verkaufspersonal im Vorfeld über unser Intranet ausführliche Anleitungen zur Verfügung gestellt und Ihnen an Hand von Screenshots erläutert, wie die Funktion genutzt werden kann und worauf bei der Aktivierung eines Angebotes zu achten ist. Vor Ort in den Teams haben die Storemanager/innen die Umsetzung übernommen.

Gab es Probleme am Starttag? (weiterlesen …)

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