Best Practice: Die Milchbauern Sebi und Paul wollen dich kennen lernen

Wir haben ja in den letzten Monaten schon viele Anwendungen und Kampagnen gesehen, bei denen Filme aus den OpenGraph Informationen eines Nutzers heraus personalisiert wurden. Erst vor zwei Wochen machte der TimeLine Moviemaker mit diesem Konzept die Runde.

Eine wirklich schöne Umsetzung haben wir jetzt aber bei myswitzerland.com gefunden. Die offizielle Webseite von Schweiz Tourismus schickt die Milchbauern Sebi und Paul ins Rennen um eure Gunst. Die zwei Milchbauern sind nicht nur was ihre Fortbewegungsmittel angeht ganz vorne dabei, sondern nutzen auch aktiv Facebook. Ihr Ziel: Sie wollen mehr Besucher in die Ruhe und Natur der Schweiz locken. In eine Welt ohne Internet- und Handyempfang. Wer hätte gedacht, dass dies einmal Argumente für einen Urlaubsort sein könnten.

Auch hier wollen wir nicht zu viel vorweg nehmen, nur so viel: Man sollte mit leben können, wenn zwei Schweizer Milchbauern sich über die eignen Fotos und den Beziehungsstatus lustig machen.

Wir finden die Idee sehr gelungen, auch wenn man an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr in Richtung Viralität hätte rausholen können.

So genug verraten, hier geht es zur Anwendung von myswitzerland. Wie findet ihr die Idee?

Facebook Kampagne: Der sozialste VW-Bus der Welt

Tesse van der Woude wird sich freuen, denn sie wird in Kürze einen ganz besonderen Volkswagen fahren dürfen: den Fanwagen. Dahinter verbirgt sich ein ganz besonderer T1, der ja ohnehin schon ein Kultwagen ist – und zwar mit einigen netten Modifikationen, wie im Video zu sehen ist.

Tesse hat beim Facebook-Gewinnspiel von Volkswagen Niederlande mitgemacht. Dort wurden die Nutzer aufgerufen, sich zu entscheiden, ob der T1 oder der Käfer das Zeug zum Fanwagen mitbringt.

Die Namen all jener, die abgestimmt haben, werden übrigens auf dem Auto verewigt. Das und die “Social Features” des Autos (mein Favorit sind die Privatsphäre-Optionen!) dürften X-Zibit und den anderen Spezis von “Pimp my ride” die Tränen in die Augen treiben.

Wenn ihr demnächst in den Niederlanden unterwegs seid, könnt ihr ja die Augen offenhalten.

Bildquelle: http://designlov.com/fanwagen-o-volkswagen-do-facebook.html

32.000 Likes, die kleine Lily und ein Brot mit Giraffenmuster

Eine Offline-Aufmerksamkeit, die sich online auszahlt: Das ist sicherlich der Traum jedes Marketingmanagers, zumal wenn der finanzielle Einsatz bei 3 Britischen Pfund und einer Briefmarke liegt. Der britischen Supermarktkette Sainsbury’s ist genau das gelungen – und ich behaupte mal, dass 32.000 Likes und mehr als 9.000 Shares gar nicht das Ziel der Aktion waren. Chris King vom Kundenservice wollte einfach nur nett sein.

Anlass war ein Brief der 3 1/2-jährigen Lily Robinson, die sich bei Sainsbury’s erkundigte, warum das Tiger-Brot Tiger-Brot heißt und nicht etwa Giraffen-Brot, wo es doch viel eher das Muster eines Giraffenfells habe als die Streifen eines Tigers.

So sieht ein Tigerbread aus | Bildquelle: Wikipedia unter CC BY-SA3.0

14 Tage später bekam die kleine Lily einen Antwortbrief der Supermarktkette: Eigentlich habe sie ja recht, es sehe wirklich eher aus wie ein Giraffenbrot. Außerdem habe sich Chris vom Kundenservice sehr über den Brief gefreut und lege deshalb eine 3 Pfund Geschenkkarte bei, damit sich die kleine Lily ein Tigerbrot oder Süßigkeiten kaufen könne.

Ein Foto vom Brief der kleinen Lily und der Antwort von Sainsbury’s landete auf Facebook, einfach bezeichnet mit “Customer Service”.

Schön zu sehen, dass positive Außenwirkung nicht nur in Konferenzzimmern von Agenturen entsteht, sondern einfach durch eine kleine zwischenmenschliche Nettigkeit. Auch wenn die 30.000 Likes natürlich nicht direkt auf die Page des Supermarktbetreibers einzahlen.

Für 1.000.000 Fans: Der Like-Button als Schokotraum

Der britische Süßwarenhersteller Cadbury hat die eigene Kernkompetenz – Süßkram – mit dem Facebook-Like-Button gekreuzt. Nach mehr als 48 Stunden Arbeit freut man sich in Birmingham jetzt über einen rund drei Tonnen schweren Schokodaumen.
Gedacht ist die Aktion als Dankeschön, denn die Fanpage des Cadbury-Schokoriegels Dairy Milk hat vor kurzem die Marke von einer Millionen Fans geknackt. Die letzte Tafel platzierte “Superfan Denise” auf dem Schokoberg – wie der Auswahlprozess stattgefunden hat ist uns leider nicht bekannt.
Den Entstehungsprozess haben die Schokoladenmacher in einem YouTube-Video festgehalten. Neben diesem Video gibt es noch drei weitere, die die Bauarbeiten noch ausführlicher zeigen, zu finden u.a. auf der Facebook-Page.
Im Verlaufe der zwei Tage haben die Schoko-Architekten allerlei Online- und Offlinezuspruch aus der Community bekommen, der bestimmt auch nötig war, um nicht durchzudrehen. Schon das Auspacken von drei Tonnen Schokolade klingt nicht gerade nach Spaß.

Update: Die Facebook-Seite ist zur Zeit nicht erreichbar. Die genaue Ursache ist uns nicht bekannt, allerdings gab es in den YouTube-Kommentaren schon einige Kritik an der Lebensmittelverschwendung, vielleicht soll dem vorgebeugt werden.

Kleenex “Feel Good” Kampagne

Wir sind ja immer ein wenig hin und her gerissen, wenn wir eine gute Kampagne sehen, die aber gegen Facebook Richtlinien verstößt. Meistens entscheiden wir uns dann aber doch darüber zu berichten, auch wenn wir keinem empfehlen wollen die Idee in dieser Form zu kopieren. Vielleicht kann es aber als Anregung für eine “legale” Kampagne dienen.

So auch bei der “Kleenex Feel Good” Kampagne aus Israel. Die Idee ist so einfach wie genial: Kleenex hat in Israel “Feel Good” Pakete an die Facebook Nutzer versendet, die in ihren Statusupdates ihre Erkältung erwähnt haben. Dazu mussten die Empfänger sich aber nicht, wie so häufig bei Promotions, erst um diese Pakete bewerben oder ihre Meldungen explizit auf der Kleenex Seite absetzen, sondern die Empfänger wurden zufällig auf Grund eines Statusupdates von Kleenex ausgewählt.

Die Adressen der Nutzer wurden über Anfragen bei deren Freunden ermittelt, die Pakete wurden anschließend per Kurier zugestellt. Da Israel ein relativ kleines Land ist, erreichten die meisten der 50 versendeten Pakete so innerhalb von zwei Stunden nachdem der Nutzer sein Statusupdate gesendet hatte, den Empfänger. Wie groß die Freude und Überraschung der zwar noch immer kranken aber nun “good feeling” Facebook Nutzer war, zeigt das Video sehr gut.

Wenn wir aber noch mal auf die Facebook Richtlinien und auch auf deutsche Gesetze zurück kommen, müssen wir von einer solchen Aktion abraten. Auch wenn Facebook hier wohl kaum etwas unternehmen würde beziehungsweise in der kurzen Zeit auch nicht unternehmen könnte, so droht doch eine entsprechende Abmahnung durch einen Mitbewerber.

Kampagnenvideo:  (weiterlesen …)

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