Zusammenfassung: Facebook Mobile Hack London

Gastbeitrag von Klaus Breyer

Am 05.03.12 fand in London der erste europäische Mobile Hack für Facebook Entwickler statt. Veranstaltungsort war einem Kinosaal im Londoner „Rich Mix“. Über dem eigentlichen Saal war noch ein zweiter Kinosaal mit einem Livestream. Eröffnet und moderiert wurde das Event von James Pearce, Head of Mobile Facebook Developer Relations.

In der Keynote sprachen James Pearce und Jonathan Matus davon, dass mobile Geräte nicht als reduzierte, kleinere Plattform, stiefbrüderlich gesehen werden sollten. Im Gegenteil – Sie bieten noch viel mehr Features als ein Desktop, z.b. unter anderem Webcam-Zugriff und GPS.

Sie erwähnten auch das Engagement von Facebook die mobilen Plattformen gerade zu ziehen. Eine der Aktivitäten die daraus entsprang ist der „Ring Mark“, ein Benchmark für mobile Browser. Im speziellen der Webcam-Support in mobilen Browsern ist dabei ein stark priorisiertes Ziel.

Mobile Plattform, Best Practices, HTML 5  (weiterlesen …)

Facebook to Business: Gebt uns Geld und wir zeigen eure Statusupdates

Die Facebook Marketing Conference gestern Abend hat uns nach den Neuerungen des Mittags kaum noch neue Informationen gebracht. Größtenteils ging es um bereits bekannte Funktionen und Erfolgsstories, die wie bereits an anderer Stelle gehört haben.

Elektrisiert war ich dann aber an einer Stelle der Produktneuvorstellung.Das Thema:

Facebook Ads. Reach Generator. Premium on Facebook. – Vorgestellt von Mike Hoefflinger, Director of Global Business Marketing of Facebook

Ein Gedächtnisprotokoll:

Facebook Posts von Pages werden von etwa 16% der Fans wahrgenommen. [...] Nun ist es möglich durch das Schalten von Media einen viel größeren Teil der Fans zu erreichen. Wenn ihr spannende Inhalte habt, könnt ihr mit den neuen Story Ads nun 50, 70, im Falle von Ben und Jerrys sogar 98% der Fans erreichen.

Realisiert wird dies alles durch den neuen “Reach Generator” und “Premium on Facebook”. Die eigene Page wird zu einer Art “Mission Control” für das eigene Unternehmen und die neuen Anzeigen repräsentieren die “Stories”.

Aber Moment! Einen Schritt zurück: Facebook Filter und der Umstand, dass nicht immer alle Nutzer online sind sorgen dafür, dass nur 16% der Fans meine Nachrichten überhaupt erhalten. Um die übrigen 84 Prozent zu erreichen soll ich als (großer) Seitenbetreiber Geld ausgeben.  Hier pochen dann allerdings zwei Herzen in uns, zum Einen: “Saucool! Neue Anzeigen, mehr Menschen erreichen und die Page als Zentrale = Perfekt!”. Zum Anderen aber auch “Bitte? Ist die Sichtbarkeit nicht eine Grundvorraussetzung einer Seite die einfach so mitgeliefert werden sollte?!?”. (weiterlesen …)

Allfacebook Marketing Conference: Die Speaker

Zwei Tage noch, habt ihr die Zeit zum Vorzugspreis Eintrittskarten für die Allfacebook Marketing Conference in München zu erwerben. Warum sich das lohnt, zeigt unter anderem die Liste der hochkarätigen Referenten:

  • Allen voran haben wir Scott Woods. Er ist der Commercial Director für den DACH Markt bei Facebook Germany in Hamburg und wird in seiner Keynote das weiter Feld der Facebook Marketing Möglichkeiten darstellen.
  • Es folgen Daniel Backhaus und Stefan Spiegel, die über den Kudendialog 2.0 sprechen und hier auch die Fälle ihrer Kunden aus dem Reise und Tourismusbereich beleuchten werden.
  • Wenn ein Mobilfunkunternehmen sich auf Facebook traut, dann hat Florian Steps was zu erzählen. Er verantwortet die Abteilung “Direct und Dialog” bei Vodafone Deutschland.
  • Auch Stephanie Weigand und Christian Clawien wissen zu berichten, wie man aus Kunden Fans und aus Fans Kunden macht. In diesem Falle bei Burger King Deutschland.
  • Markus Piesch ist Leiter Online bei RTL2 und wird den spannenden Case “Berlin Tag & Nacht” vorstellen, bei dem TV und Online verschmelzen.
  • Mit “Marken mächtig machtlos” beschreibt Curt Simon Harlinghausen die Situation ziemlich gut, der sich eine Marke aussetzt, die auf Facebook aktiv wird und die eigenen Kommunikation aus der Hand gibt.
  • B2B auf Facebook? Macht das Sinn? Diese Frage beantwortet Christian Buggisch von der Datev.
  • Unser Kollege Thomas Hutter ist den meisten sicher durch seinen Facebook Blog bekannt. Bei uns beleuchtet er die schwierige Gewinnspielfrage von allen Seiten.
  • Daniel Panto ist Manager Digital bei endemol und hat geschafft, wovon viel träumen. Er hat Facebook Credits aus der Facebook-only Welt befreit und erfolgreich beim BigBrother Voting eingesetzt.
  • Wie viel ist ein Windows Fan wert? Und wie viel ein XBox 360 Fan? Diese Frage kann Marco Rinne ziemlich genau beantworten. Er ist Social Media Marketing Manager bei Microsoft Deutschland und stellt erfolgreiche Methoden zur Analyse von Fans und deren Engagement vor.
  • Rebecca Quinn, Director EU Strategy bei Wildfire Inc schließt die illustre Runde ab. Sie wagt sich an 10 Voraussagen für das Facebook Marketing in 2012.

Und von der Besucherseite? Wen dürfen wir von euch begrüßen?

Das Gesetz der Masse (Gastbeitrag)

- Gastbeitrag von Arndt Carstens - 

Bildquelle: sajola / photocase.com

Vor gut zwei Wochen reihten sich bei den Öffentlich-Rechtlichen einige Dokumentationen über Facebook aneinander. Zum einen „Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft“  und zum anderen „Medien bei Facebook: Helfer der Datensammler“. Wie bei  generell allen Berichten über Facebook zu erwarten ist, behandelten auch diese beiden das nicht unumstrittene Thema Datensicherheit. Ebenso wenig überraschend der, aus meiner Sicht, nicht wirklich geglückte Versuch der ‚neutralen’ Berichterstattung.

Ich denke, der Mehrheit der Facebook-Nutzer sind die generellen Probleme und ungeklärten Fragestellungen hinsichtlich der Datenschutzbestimmungen bei Facebook  mehr als bewusst. In gewisser Weise muss man den Medien auch wirklich dankbar sein, denn sie haben dazu beigetragen, dass diese mitunter brisanten Themen auf breiter Front ins Bewusstsein der Nutzer gerückt werden. Aber mehr und mehr gewinne ich den Eindruck, dass Facebook, Google und Co lediglich als große, internationale Datenkraken dargestellt werden. Hinsichtlich des Geschäftsmodells vieler Firmen ist diese Behauptung prinzipiell richtig. Ferner ist auch richtig, dass z.B. der vielzitierte Like-Button dazu eingesetzt wird, zusätzliche Daten und Insights zu generieren und sich somit der Einfluss von Facebook nicht mehr nur auf die eigene Webseite beschränkt.

Was mir insbesondere bei den Berichten neueren Datums fehlt, ist die Sicht des Nutzers. Es wird, wenn überhaupt, nur nebensächlich auf den Nutzen, die Vorteile eingegangen, die Facebook, Google und andere der „Datenhortung“ bezichtigten Seiten den Nutzer bieten. Darüber hinaus wird der Nutzer sehr häufig als unwissend und vollkommen naiv dargestellt. Ich denke, vielfach werden die User hinsichtlich ihrer Souveränität  einfach unterschätzt und immerzu als die „Opfer“ dargestellt. Dass dem nicht so ist, lässt sich an vier weit verbreiteten, meiner Meinung nach, falschen Grundannahmen klar machen: (weiterlesen …)

Die Facebook Timeline für Politiker am Beispiel von Nicolas Sarkozy

Nicolas Sarkozy setzt seit neustem auf die Facebook Timeline und zeigt, dass es nicht immer eine Facebook Seite sein muss. Unternehmen sind an Seiten gebunden, nicht aber Personen. Politiker wie Nicolas Sarkozy, Stars oder auch bekannte Autoren und Redakteure können normale private Profile nutzen um mit anderen zu kommunizieren. Erst wenn es sich um keine reale Person handelt muss man laut Facebook Richtlinien zur Page greifen.

Möglich macht dies alles die “Abonnieren”-Funktion von privaten Profilen. Erst durch diese Erweiterung von Facebook im September 2011 ist es möglich, dass nicht nur Freunde die eigenen Statusupdates im Stream erhalten sondern auch alle anderen Nutzer öffentliche Statusupdates sehen können. Es ist also nicht mehr nötig jeden als Kontakt hinzuzufügen. Mit dem Abonnieren-Button können sogar viel mehr Personen erreicht werden. Facebook Gründer Mark Zuckerberg hat bereits über 11,5 Millionen Abonnenten.

Von dieser Reichweite ist Nicolas Sarkozy weit entfernt. Derzeit besitzt er über 12.500 Abonnenten auf seinem Profil auf seiner Facebook Page sind es hingegen schon über 500.000 Nutzer. Dennoch zeigt das Beispiel wie gut die Timeline für Politiker funktioniert. Die einzelnen Funktionen wie Lebensereignisse eignen sich perfekt zur Kommunikation und die Darstellung als Zeitstrahl mach die Person etwas greifbarer. So kann man unter anderem durch die Karte auch nachvollziehen wie viel Herr Sarkozy in der Weltgeschichte unterwegs ist. Genau diese Darstellung bietet auch eine neue Art der Transparenz, wie man sie bei Politikern so oft vermisst. Jeder Nutzer kann nun sehr einfach nachvollziehen wo Herr Sarkozy gerade ist und was er dort tut:  (weiterlesen …)

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