„Trink ne Coke mit Viren!“ – Späße mit der aktuellen Coca Cola-Kampagne (Update)

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Coca Cola hat aktuell wieder eine nette Kampagne am Start, die on- und offline verknüpft. Auf der Website coke.de/deinname kann man sich einen individuellen Schriftzug auf eine Cola-Flasche drucken lassen. Das Ganze kann man dann auf Facebook posten oder sich nach Hause liefern lassen. Für das Posting auf Facebook werden die Basis-Daten von einer App abgefragt, bei der man anschließend aus drei Motiven wählen kann. Will man sich die Flasche liefern lassen, kostet dies 1,99 Euro + Versand und Pfand.
Soweit so unspektakulär, zumindest was die Facebook-Integration angeht. Beachtlich ist aber, dass man trotz einer ausführlichen Blacklist (die man sich übrigens hier als JSON-File anschauen kann) noch sehr viel Schabernack mit der Kampagne treiben kann. Denn Worte wie „Viren“, „Salmonellen“ und eben „Keime“ lassen sich problemlos einsetzen. Die Markenbotschaft, die dann auf Facebook gepostet wird, ist sicherlich recht weit weg von dem, was man sich ursprünglich erhoffte.
Mal sehen, ob irgendwo die Zuckerfeinde einen Foto-Flashmob mit der App organisieren ;)
Aber auch aus Marketingsicht finden wir das Beispiel sehr interessant. Denn während die verantwortliche Agentur zusammen mit dem Kunden zwar eine äußerst beeindruckende Latte an „bösen“ Begriffen in einer öffentlich zugänglichen Blacklist definiert hat, wurde kein weiterer Schutz eingebaut, um die digitale Verbreitung weiterer nicht erwünschter Begriffe zu stoppen. Das ist in sofern höchst merkwürdig, als dass dieser Filter beim Bestellen einer „echten“ Flasche implementiert wurde. Denn dort arbeitet man nicht mit einer Liste verbotener Wörter, sondern genau andersrum mit 30.000 erlaubten Namen in einer Whitelist. Die nötige Datenbank scheint also vorhanden zu sein. Bleibt die Frage, warum sie nicht durchgehend genutzt wurde.
Und jetzt ihr: Was ist die abwegigste Flasche, die ihr designen konntet?
Update: Wie wir von unseren Kommentatoren auf Facebook erfahren haben, wird die Blacklist wohl ständig nachgepflegt. „Keime“ und „Viren“ sind zum Beispiel nicht mehr möglich. Zusätzlich können sich alle nicht JSON affinen Nutzer unseres Blogs auf der Seite deinecola.de die Einträge einzeln anschauen. Danke an Alex für den Hinweis.
Patrick Schneiderhttp://www.patrickschneider.net
Patrick arbeitet als Social Collaboration Manager bei DEKRA in Stuttgart. Zuvor war als Consultant, Redakteur und Social Media Manager in Rundfunk und IT tätig. Zudem hält er regelmäßig Vorträge und Workshops zur Digitalisierung von Arbeit und Kommunikation. Privat bloggt er auf patrickschneider.net

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