Recruiting auf Facebook am Beispiel von Bayer Business Consulting (Interview mit Bernd Schmitz)

Recruiting auf Facebook am Beispiel von Bayer Business Consulting (Interview mit Bernd Schmitz)


Bayer Business Consulting Fan Page

Bayer Business Consulting Fan Page

Auch für das Recruiting spielt Facebook eine immer größere Rolle. Bayer hat mit der eigenen Facebook Fan Page “Bayer Business Consulting” diese Entwicklung schon früh erkannt und entsprechenden darauf reagiert. Wir haben Bernd Schmitz, der selbst im Social Web mit dem Multimediablog aktiv ist, zu den Aktivitäten von Bayern Business Consulting auf Facebook interviewt:

1. Guten Tag Herr Schmitz. Bitten stellen Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vor.

n690466535_2289Mein Name ist Bernd Schmitz und ich leite das Hochschulmarketing von Bayer.
Bayer ist ein Forschungsunternehmen, das weltweit tätig ist. Die Kernkompetenzen liegen in den Gebieten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Als Erfinderunternehmen gestalten wir aktiv die Zukunft und leben unser Leitbild „Bayer: Science for a better life“. Eine der wichtigsten Aufgaben des Hochschulmarketings liegt im Bereich Employer Branding – der Positionierung des Bayer-Konzerns als attraktives Unternehmen für zukünftige Arbeitnehmer. Dies ist wichtig, da wir ständig auf der Suche nach qualifizierten Nachwuchskräften sind.

2. Sie haben Facebook sehr früh als Medium für Personalmarketing entdeckt. Warum haben Sie sich damals für Facebook entschieden und was waren ihre Ziele?

Facebook ist das größte und am schnellsten wachsende Social Network. Die Hauptbeweggründe dort aktiv zu werden, liegen für mich klar auf der Hand. Ein sehr hoher Teil unserer Zielgruppe der Young Professionals ist Mitglied bei Facebook. Diese Social Media-Anwendung bietet gute Möglichkeiten, ein soziales Netzwerk zu pflegen und miteinander in Kontakt zu treten. Um junge Bewerber anzusprechen und auf uns aufmerksam zu machen, ist die direkte und authentische Ansprache wichtig. Durch Videos, Fotos und die Pinnwand mit Kommentaren können wir den Absolventen einen unmittelbaren und unverfälschten Eindruck geben, zum Beispiel von Bayer Business Consulting, der internen Unternehmensberatung des Bayer-Konzerns. „Wie ist die Arbeit in der internen Beratung von Bayer?“, „Wie ist die Atmosphäre und wie sind die Kollegen?“, „Welche Aufgaben gibt es und wie gestaltet sich die Projektarbeit?“. Antworten auf diese Fragen finden die Absolventen in unserer Facebook-Gruppe. Ein weiterer Aspekt ist unser Selbstverständnis als Erfinderunternehmen. Dazu gehört für mich auch, dass wir uns intensiv mit Social Media-Anwendungen beschäftigen und so den „Bayer-Spirit“ für unsere Zielgruppe auch online erlebbar machen.

3. Sie konnten bisher etwa 840 „Fans“ für die Seite von Bayer Business Consulting gewinnen. Wie ist ihre Strategie? Wie gewinnen Sie neue Fans?

Dass die Facebook-Seite von Bayer Business Consulting stets mehr Fans gewinnt, liegt zum einen am generischen Wachstum des Netzwerkes und zum anderen an aktivem Empfehlungsmarketing. Unsere Fans erzählen ihren Freunden und Bekannten von uns, die sich uns dann ebenfalls anschließen. Zudem haben wir uns früh die Vanity-URL www.facebook.com/inhouseconsulting gesichert und werben unter anderem auf Messen mit Visitenkarten auf denen steht „Become a fan“. Wir schalten Engagement Ads, sprich Werbebanner auf Webseiten, die für unsere Zielgruppe relevant sind – zum Beispiel auf Portalen für die Jobsuche. Auch das Jobportal des Bayer-Konzerns www.mybayerjob.de verlinkt auf den Facebook-Auftritt von Bayer Business Consulting.

4. Gibt es auch kritische Kommentare auf ihrer Facebook-Seite und wie gehen Sie damit um?

Grundsätzlich steht Bayer für einen offenen Dialog. Ich selber nehme Stellung zu kritischen Äußerungen, solange diese sich auf die Themen des Hochschulmarketings beziehen.

5. Wie aufwändig ist es, eine solche Seite stets aktuell zu halten? Wie viel Aufwand macht Ihnen und Bayer die Pflege der Seite?

Die Pflege der Facebook-Seite nimmt jeden Tag einige Minuten in Anspruch. Das ist wesentlich weniger Zeit, als ich zum Beispiel brauche, um all meine Emails zu bearbeiten. Auch die Mitarbeiter von Bayer Business Consulting helfen, die Seite zu pflegen. Allerdings ist der Aufwand, den die Facebook-Seite macht, sehr gering, gemessen am Erfolg und an der Resonanz, die sie hervorruft. Viele Sachen erledige ich auch zwischendurch: In einer Gesprächspause auf einer Messe kann ich Texte vorbereiten, Fotos machen und diese direkt hochladen.

6. Sie sind einer der Vorreiter in Sachen Personalmarketing und soziale Netzwerke. Wohin geht der Weg des Recruitings im Social Media-Bereich? Welche Ziele haben Sie noch?

Für Themen wie zum Beispiel Recruiting sind Social Media-Aktivitäten von großer Bedeutung, denn immer mehr junge Menschen sind in sozialen Netzwerken aktiv. Die klassischen Medien für Personalmarketing existieren natürlich weiterhin. Es wird auch zukünftig den klassischen Mediamix aus Tageszeitungen und Beiträgen in Fachzeitschriften geben. Im Onlinebereich bleiben Google AdWords, Bannerwerbung und Fachinternetportale wie beispielsweise www.squeaker.net auch in Zukunft aktuell. Ich persönlich denke, dass der Printanteil weiter sinkt und die Social Media in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Vielen Dank Herr Schmitz!

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on LinkedInBuffer this pageEmail this to someone

Es gibt 6 Kommentare

Deinen hinzufügen

+ Hinterlasse einen Kommentar