Randi Zuckerberg: Es darf im Internet keine Anonymität mehr geben

Randi Zuckerberg: Es darf im Internet keine Anonymität mehr geben


Randi Zuckerberg (2.vl.) mit den anderen Podiumsteilnehmern (Quelle: mediabistro.com/prnewser)

Randi Zuckerberg (2.vl.) mit den anderen Podiumsteilnehmern (Quelle: mediabistro.com/prnewser)

Randi Zuckerberg, Mark Zuckerbergs große Schwester, hat sich jetzt auf einer Podiumsdiskussion zum Thema Anonymität im Internet geäußert. Bei der von Marie Claire veranstalteten Diskussion zum Thema Social Media sagte sie laut HuffPost:

I think anonymity on the Internet has to go away. … People behave a lot better when they have their real names down. … I think people hide behind anonymity and they feel like they can say whatever they want behind closed doors.

Nach ihrer Argumentation ist dies der einzige Weg Cyber-Mobbing effektiv zu begegnen. Ein Problem von dem in Deutschland nach einer Studie der Techniker Krankenkasse bereits 35% der Kinder und Jugendlichen betroffen sind. Mit ihrer Forderung steht Zuckerberg nicht alleine. Auch Googles Chef Schmidt hat bereits im vergangenen Herbst in diese Richtung argumentiert:

 We need a [verified] name service for people … Governments will demand it.

Bereits vor einigen Monaten hatte Mark Zuckerberg mit einer ähnlich radikalen Ansage für Verwirrung gesorgt, als er das Zeitalter der Privatsphäre für beendet erklärte:

And then in the last 5 or 6 years, blogging has taken off in a huge way and all these different services that have people sharing all this information. People have really gotten comfortable not only sharing more information and different kinds, but more openly and with more people. That social norm is just something that has evolved over time.

Auch die t3n hat Zuckerbergs Ausführungen zur Grundlage eines Beitrags gemacht und der Diskussion um Anonymität und Privatsphäre ein weiteres Statement der Flickr Mitbegründerin Fake hinzugefügt:

Pseudonyms are not in themselves harmful. Yes, they can be used for harm, as when people use them for anonymous, slanderous attacks, trolling, etc., but in the vast majority of cases there is no harm done. Importantly, they can serve to protect vulnerable groups. There’s even a comprehensive list of people harmed by Real Names policies. In the cases where pseudonyms are being abused, it is the harm that should be stopped, not the pseudonyms.

Was denkt ihr? Brauchen wir die totale Transparenz im Internet? Wie kann einen sinnvolle Verbindung von Klarnamen oder Pseudonymen und Privatsphäre aussehen?

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Veröffentlichung 1. August 2011

Es gibt 3 Kommentare

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  1. 1
    Knut

    Nun ja, was soll man dazu sagen? Ich denke das wichtigste ist das erst einmal alle sich verantwortungsvoll im Internet bewegen. Dazu gehört es auch mit seinen Kindern darüber zu sprechen. Vor allem wenn es darum geht, was man im Internet preis gibt.

    Da geht es nicht darum komplett die Privatsphäre aufzugeben. Ich denke die kann und muss gehalten werden. Aufklärung wäre ein wesentlicher Weg für mich

  2. 3
    jobnomade

    Es wird allzu auf die Gefahr und das Risiko genommen, um eine Sache/Entscheidung zu begruenden. So machen es Regierungen und Politiker mit ihren rhetorischen Mitteln. Anonym kann jeder sein, mit falschen Namen auftreten und boeses planen, etc. Jeder kann ein Blog aufsetzen und eine pseudo Identitaet aufsetzen. Angst war schon immer das beste Mittel der Medien. Auch in diesem Falle.

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