Läuft Facebook anderen Diensten den Rang ab?


Facebook und andere Social Netwerke werden immer mehr zur „Schaltzentrale“ des Internets und ersetzen alte Dienste und Kommunikationsformen. Wir haben zwei Trends aufgegriffen und genauer beschrieben.

1. Facebook wird zu einem der größten Newsreader der Welt.

Laut den neusten Hitwise Berichten ist Facebook nun der viert größte Trafficgenerator für Newsportale direkt hinter Google, Yahoo und MSN.  Hitwise stellt auch die These auf das Facebook somit vielleicht sogar der größte Newsreader der Welt ist. Gleichzeitig ermuntert Facebook seine Nutzer dazu sich eigene News-Channel im Stream aufzusetzen und erstellt dafür sogar eigene Tutorials. Venturebeat nimmt das als Anlass und beleuchtet welche Vorteile Facebook gegenüber anderen Aggregatoren wie Google hat:

  1. Facebook erzeugt Loyalität zu Marken in der Newsbranche. Im Gegensatz zu Googles Suchmodel entscheidet sich der Nutzer also konkret für bestimmte Quellen und interagiert oft mit diesen.
  2. Facebook hat neue Analysetools die Google nicht bieten kann. So können Medien genau sehen welche Nutzer auf welche Nachrichten reagieren. Die Analysetools umfassen auch genaue demographische Daten zu Alter und Geschlecht.
  3. Nachrichten werden in Social Netzwerken diskutiert und dadurch attraktiver für die Nutzer. So sind manche Nachrichten nur dadurch interessant, dass Freunde und Bekannte über diese diskutieren.

Venturebeat fasst noch weiter Punkte zusammen und beleuchtet kritisch ob und wie Facebook den traditionellen Medien weiterhelfen kann. Interessant in diesem Bereich ist auch, wie bereits seit längerer Zeit die Huffington Post Facebook extrem erfolgreich dazu nutzt mehr Traffic auf ihre eigene Plattform zu treiben.

2. Facebook und Twitter könnten langsam aber sicher alte Kommunikationswege wie die E-Mail ablösen

Experten sprechen davon, dass nicht nur die private Kommunikation zukünftig über Social Networks wie Facebook oder Twitter abgewickelt werden wird sondern auch immer mehr Businessuser auf solche Lösungen umsteigen werden. So berichtet die Social Times unter Berufung auf Experten, dass bis 2014 bereits 20% der Businessanwender Social Media Angebote zur Kommunikation bevorzugen und E-Mail nur noch ein Begleitprodukt sein wird. Angetrieben wird dieser Trend durch eine neue Generation an Digital Natives die ins Berufsleben einsteigen wird. Bei diesen Trend dürfen aber nicht nur private Netzwerke wie Facebook Beachtung finden, noch wichtiger wird die Entwicklung von Businessnetzwerken wie Xing oder LinkedIn werden.

Gartner claims that Social networking will prove to be more effective than emails in real time communications, such as informing colleagues about status updates, or expertise localization within a business. This is an area which is already well covered by services like Twitter and Facebook. However, users currently use the status updates to inform others about personal activities. This would change over time, and users would be using updates for business communications as well. This new usage pattern would make companies build internal social networks and/or allow business oriented use of personal social accounts. (Quelle Social Times)

So wird sich die klare Abgrenzung zwischen der E-Mailkommunikation und der Kommunikation innerhalb von Social Networks langsam aber sicher verkleinern. Hier passt natürlich auch wunderbar das Gerücht über Facebooks neuen E-Maildienst ins Programm. Wenn Facebook es tatsächlich schafft einen E-Mailservice mit ihrer Plattform zu verknüpfen könnte dies wirkliches Innovationspotential bieten. Mit dem neuen E-Maildienst würde Facebook allerdings noch mehr Daten verwalten, was auch durchaus als kritisch angesehen werden kann.

Einen großen weiteren Trend sehen die Experten im Einsatz von Acitvity Streams in Unternehmen. Im privaten Umfeld sind viele dieser Trends bereits fest verankert. Facebook, StudiVZ, Twitter und Co. haben bei einer großen Anzahl an Digital Natives bereits zu einer Umstellung der Kommunikation geführt.

Image Credits: Photocase.com

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