Zu gerne übersehen: Facebooks erhebliche kostenlose Medialeistung

Zu gerne übersehen: Facebooks erhebliche kostenlose Medialeistung


Es ist ja inzwischen schon zur Tradition geworden, dass Facebook Page Admins und Community Manager sich über die immer weiter sinkende Reichweite im Facebook Newsfeed aufregen. Dabei wird es nahezu immer als gottgegeben angenommen, dass Facebook die eigenen Dienste und das Netzwerk kostenlos zur Verfügung stellt. Eine leicht arrogante Haltung, denn kaum einer der hier Klagenden wird die eigenen Leistungen wohl ebenfalls ohne Vergütung erbringen.

Statt zu klagen und zu jammern sollten wir uns viel mehr freuen, denn Facebook bietet noch immer einen Teil der eigenen Ressourcen kostenlos an. Diese organische Reichweite geht zwar zurück (ob aufgrund von steigendem Wettbewerb im Netzwerk oder Aufgrund von simplem Geschäftssinn sei dahingestellt), aber sie ist noch immer vorhanden. Und über – in Facebooks Augen – gute Posts erlaubt das Netzwerk nach wie vor eine nicht zu verachtende Reichweite und damit Medialeistung kostenlos zu bekommen!

Statt zu jammern sollten wir Facebook Marketing an dieser Stelle also einmal anders herum sehen und uns anschauen, was Facebook uns derzeit schenkt! Fangen wir mal an:

  • Eine Infrastruktur, mit der wir kostenlos eine Firmen-Präsenz auf Facebook betreiben können
  • Page Insights, die uns kostenlos Informationen über die gibt, die unsere Facebook Page besucht haben oder mit dieser interagieren
  • Insights, die uns darüber aufklären, wie die Facebook-Integration unserer Webseite läuft
  • Audience Insights, die uns noch besser helfen, unsere Zielgruppe zu verstehen
  • Mobile Anwendungen, die uns bei der Verwaltung des Facebook-Auftritts helfen
  • Über 1 Milliarde Nutzer, die bereits mit dem Facebook-Universum und dessen Funktionen vertraut sind
  • Tools, um Sub-Zielgruppen auf unseren Facebook Pages zu erreichen
  • Einen Algorithmus, der den Nutzern ein gutes Verhältnis aus persönlichen und gewerblichen Meldungen präsentiert und der dafür sorgt, dass die Nutzer auch auf Facebook bleiben

Und dann ist da noch die bereits erwähnte kostenlose Medialeistung, die sich auch ganz konkret in Zahlen fassen lässt. Wenn ein Beitrag zum Beispiel 20.000 Personen organisch erreicht hat, können wir einfach mal schauen, was es – via „Post hervorheben“ – kosten würde weitere 20.000 Personen zu erreichen. Wenn ihr die Werte dann einmal für einen Monat zusammenrechnet, werdet ihr euch sicher wundern, wie viel Medialeistung euch Facebook hier regelmäßig schenkt!

boost

Wem das nicht reicht, für den hat Facebook immer noch, wie jeder Werbekanal, passende Tools zur Hand, mit denen sich Anzeigen haargenau an die gewünschte Zielgruppe ausspielen lassen. Den Wert dieser Anzeigen, wisst ihr ja nun zu schätzen.

Also, beklagt nicht, was Facebook für euch tun könnte, sondern erfreut euch an dem, was Facebook bereits für euch tut.

ImageCredits: pashabo @ shutterstock.com

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Es gibt 8 Kommentare

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  1. 1
    Thomas

    Das ist aber eine Milchmädchenrechnung, die ganz und gar nicht objektiv erörtert wurde. Die „freie“ Reichweite ist nicht kostenlos, sondern wird durch unsere Zeit auf dieser Plattform vergütet. Zeit, mit der Facebook Geld verdient. Auch sind die Nutzer die Basis für die Reichweite. Ohne den Nutzer geht das ganze nicht. Ich jammere nicht, aber die Gleichung aus dem Artikel ist realitätsfern – und könnte direkt von Facebook kommen ;)

    • 2
      Lena

      Naja, aber diese Milchmädchenrechnung könntest du auf alles übertragen. Um (externe) Reichweite zu generieren musst du immer Zeit investieren. Du brauchst immer Inhalte, Konzept, Design, Produktion, usw …

      Eine Werbeanzeige in der Zeitung erscheint auch nicht aus dem nichts und wird auch nicht von der Zeitung selbst erstellt. Das Gleiche gilt für alle Bereiche des Online Advertising. Auch da ist immer die Reichweite des Mediums ein wichtiger Punkt. Ohne Nutzer verdient Spiegel.de kein Geld, und mit der Zeit auf Spiegel.de verdient der Spiegel Geld… … Milchmädchen überall …

      Bei Facebook gibt es eben den ersten „Grundstock“ an Reichweite kostenlos, dazu noch einige Tools. Für den Rest/mehr Reichweite muss man zahlen, fair enough…

    • 3
      Lena

      Nachtrag:

      Das schöne ist doch das der kostenlose „Grundstock“ steigt wenn ich gute Inhalte produziere und das ganze logisch durchführe. Wenn ich gute „Werbemittel“ für andere Medien erstelle zahle ich da dann dennoch den gleichen TKP, CPC o.ä…

    • 5
      Dennis Müller

      Nein, das ist so als würde dir dein Arbeitgeber den Lohn halbieren, weil du a) nicht mehr so gute Arbeit leistet, wie er erwartet und b) deiner Konkurrenz im Büro hinterher hängst.
      Es ist ja Fakt, dass sehr gut gepflegte und interessante Seiten auf Facebook noch eine hohe organische Reichweite haben. Das sind dann sozusagen die besten Mitarbeiter in deinem Büro.
      Selbst Seiten, die komplett verwahrlost sind und seit Jahren keinen Inhalt posten, haben zumindest niedrige dreistellige Reichweiten (zu vergleichen mit dem kostenlosen Computer + der Heizung im Büro)

  2. 6
    Thomas Thaler

    Lassen wir bitte die Kirche im Dorf: Facebook schenkt uns derzeit (und auch in Zukunft) gar nichts *gg*

    Facebook passt ganz genau auf, wer was wann auf unserer Fanpage anklickt und errechnet daraus (zumindest manchmal zutreffend) ein warum. Reichert mit all diesen Informationen ihre Userprofile an, um noch besseres (kostenpflichtiges) Targeting für die Werbewirtschaft zu ermöglichen.

    Wie Werbung ohne solchem laserscharfen Targeting aussieht, können wir jeden Tag auf Twitter beobachten. #KrautUndRüben

  3. 7
    René

    Der Vergleich hinkt etwas. Denn wie von Thomas angesprochen, verdient Facebook an der Anzahl der Nutzer und an der Zeit der Nutzungsdauer viel Geld. Zum anderen lohnt es sich nur für Posts Geld zu zahlen, wenn man mit den Beiträgen auch Geld verdient. Die wenigsten privaten Seiten verdienen aber Geld mit dem was sie zeigen.

    Zwei Vorschläge wie es -in meinen Augen- fair wäre:
    1. Facebook beteiligt den Nutzer prozentual am Umsatz seines Geschäftes mit Werbung. Dafür reduziert sich die Reichweite wie es derzeit der Fall ist. Denn die Nutzer sorgen für den Wohlstand des Herrn Zuckerbergs.

    2. Facebook bietet eine Pay-Lösung an die u.a. für Geschäftskunden oder eben auch von Privatkunden genutzt werden können. Hier zahlt der Page-Admin im Monat einen gewissen Betrag an Facebook und erhällt damit volle Reichweite.

    Aber das ist sicherlich Wunschdenken. Würde mir aber gefallen.

  4. 8
    Markus

    Hallo,
    ich mache Werbung das meine Gruppe wächst, dann zahle ich noch einmal und die Mitglieder darin zu erreichen. Ok, ich generiere auch organisch, aber das ist egal. Die Schwierigkeiten meiner Mitbewerber ist beängstigend, denn es kommt immer weniger guter Content. Wenn gute oder kleine Gruppen keinen Bock mehr auf diesen Rummel haben, dann wird guter Inhalt rar und es kommt wie in den Printmedien: Bezahlte Artikel die nur so aussehen als ob es authentische Berichte sind. Mad

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