Interview: Marc Bürkle von DASDING

Interview: Marc Bürkle von DASDING


Im Rahmen unsere Interviewreihe hatten wir die Möglichkeit mit Marc Bürkle von DASDING über die Social Media Aktivitäten und die Rolle von Facebook zu sprechen. DASDING betreibt auch eine eigene Facebook Fanpage mit über 1400 Fans.

dasding

Guten Tag Herr Bürkle, vielen Dank, dass sie sich Zeit für dieses Interview genommen haben. Können Sie sich und ihren Arbeitgeber „DASDING“ kurz vorstellen?

DASDING ist das junge Programm des Südwestrundfunks, gemacht von jungen Menschen für junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren. Wir sind 1997 als DAB-Pilotprojekt an den Start gegangen. Das 24-Stunden-Angebot ist seit 2000 auch über UKW-Frequenzen und Kabel in den Ballungsräumen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu empfangen. Über den Livestream im Internet ist DASDING weltweit zu hören. Rund 30 junge Medienmacher zwischen 18 und 29 Jahre bestimmen die Themen, produzieren Beiträge für das Radioprogramm, den Internetauftritt und die wöchentliche TV-Sendung DASDING.tv. Damit ist DASDING die jüngste professionelle Medienredaktion Deutschlands.
Seit Ende 2001 leite ich die Internetredaktion von DASDING. Auf DASDING.de finden unsere User neben dem DASDING-Radioprogramm als Live-Stream auch Radio- und Fernsehbeiträge zum Nachhören und Anschauen, aktuelle und weiterführende Hintergrundinformationen, Bildergalerien von DASDING-Events und die DASDING.community. Außerdem: drei Special Interest-Musikkanäle, auf denen es rund um die Uhr Dance, Rock und HipHop zu hören gibt.

Als Jugendsender aufgestellt, ist eine SocialMedia Strategie ja ein wichtiger Punkt. Welche Strategie verfolgt DASDING hier?

Spread The Content! Die Zeit, in der man hauptsächlich über die eigene Webseite seine Zielgruppe erreicht, ist vorbei. Heute gehen wir auch dahin, wo unsere Zielgruppe ist – also auch in die sozialen Netzwerke.
Deshalb kümmern sich unsere Community-Manager nicht nur um unsere eigene Community, sondern verteilen unseren Content auch im Netz. So pflegen wir unseren Youtube-Channel, verteilen News auf unserem Twitter-Account und setzten unsere Programmaktionen auch auf unserer Facebook-Seite um.
Wichtig bei diesen Aktionen ist es, dass wir durch die Plattformen einen direkten Kontakt zu unseren Usern und Hörern haben. Dieser Kontakt muss aber gepflegt werden, in dem wir beispielsweise schnell auf Fragen und Kommentare reagieren.
Mit dieser Strategie stellen wir eine direkte Vernetzung zwischen unserer Zielgruppe und den Programm-Machern her.
Die Erfahrung zeigt uns: Die Kombination macht es. Unsere Themen werden auf möglichst vielen Kanälen kommuniziert und so das lineare Programm mit der interaktiven Online-Welt verbunden.

Welche Rolle spielt in dem Zusammenhang Facebook? Ist es auf bestimmten Gebieten „nützlicher“ als andere Plattformen?

Zurzeit bietet kein anderes Social Network die Möglichkeit an, multimediale Inhalte zu veröffentlichen. Das ist für uns als multimediales Programm sehr wichtig und ein klarer Vorteil für Facebook. Dadurch, dass sich Facebook für Entwickler geöffnet hat, war es für uns auch möglich, unseren Medienplayer für Facebook anzupassen.
Wie bereits erwähnt, ist uns die Kommunikation mit der Zielgruppe wichtig, Facebook bietet uns hierfür im Vergleich zu anderen Social Networks die besten Features an. Facebook hat früh erkannt, dass Content im Netz am besten und schnellsten über Empfehlungen verbreitet wird. Daran möchten wir teilhaben.
Wir verfolgen aber natürlich auch, was die anderen sozialen Netzwerke tun und sind auch dort aktiv. Auch wenn die Möglichkeiten noch eingeschränkt sind.

Als öffentlich rechtlicher Sender müssen Sie sicher auch Rechenschaft über die Verwendung ihrer Gelder für den Sozial Media Bereich ablegen. Können hier erste Erfolge und Meilensteine aufgeführt werden?

Unsere Aufgabe ist es, junge Menschen mit unserem öffentlich-rechtlichen Inhalten zu versorgen. Dafür ist es eben wichtig dort hin zu gehen, wo sie sich aufhalten. Insofern kommen wir lediglich unserem Auftrag nach. Das hat uns bislang noch niemand vorgeworfen.
Wir glauben, relativ früh die Bedeutung von Social Media für unsere Arbeit erkannt zu haben. Die Entwicklung der Nutzerzahlen zeigt uns, dass wir da richtig liegen: Wir haben inzwischen über 1.400 Fans bei Facebook und stellen einen steilen Anstieg an neuen Fans fest. Auch bei Twitter steigt die Zahl an Followers. Die Qualität der Reaktionen und die Tatsache, dass auch andere Medien nun so handeln, bestätigt uns, dass wir mit unseren Unternehmungen im Bereich Social Media auf dem richtigen Weg sind. Deswegen werden wir diesen auch weiter verfolgen.

Blicken wir in die Zukunft: Welche Rolle spielen Sozial Media Aktivitäten für Radiosender in den nächsten 5 Jahren?

Für uns werden Aktivitäten im Social Media Bereich immer wichtiger. Man darf die neuen Plattformen nicht als Konkurrenz für ein Medienunternehmen begreifen, sondern eher als neuen Ausspielweg. Wichtig ist, dass unsere Inhalte genutzt werden. Auf welchem Kanal dies geschieht, ist dann eher zweitrangig. Daher gehe ich davon aus, dass sich die Aktivitäten im Bereich Social Media verstärken werden.

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