Geld regiert (auch) Facebook – Warum es manche Funktionen nicht (mehr) gibt


Dass Geld die Welt regiert ist nichts Neues und doch denken noch immer viele Facebook sei hier eine Ausnahme. Aber auch, wenn Facebook noch nicht an der Börse ist, muss das Unternehmen trotzdem Gewinne machen. Sei es um andere Unternehmen zu kaufen (das geht im Moment meist aus der Portokasse) oder um die Kriegskasse für harte Zeiten zu füllen.

Doch woher kommt das Geld bei Facebook? Mitgliedsbeiträge erhebt die Plattform nicht (und wird sie auch nie) und auch Facebook Pages sind für Unternehmen kostenlos. Die Einnahmen müssen also woanders herkommen und zwar primär aus Facebook Anzeigen und Facebook Credits. Während das Facebook Anzeigenprogramm jedem ein Begriffs sein sollte sind die Facebook Credits hier in Deutschland noch nicht so bekannt und auch noch nicht so verbreitet. Es handelt sich dabei um die Facebook eigene Währung, mit der derzeit hauptsächlich in Spielen wie Farmville, CityVille etc. virtuelle Güter erworben werden können. Dabei kassiert Facebook von jedem umgesetzten Euro 30 Cent.

Aber wie hängt das nun mit dem Funktionsumfang von Facebook zusammen? Ganz einfach: Facebook wird alles unternehmen um diese beiden Einnahmequellen zu schützen und auch auszubauen. Das Anzeigengeschäft wird also weiter ausgebaut und forciert und auch Facebook Credits als Zahlungsmittel werden gestärkt. Konkurrierende Funktionen und Anwendungen werden nicht unterstützt oder ausgebaut.

Um es ganz konkret zu machen:

  • „Freunde einladen“ konkurrierte in der ursprünglichen Version, die wir bis vor wenigen Monaten hatten mit dem Anzeigengeschäft. Hier konnten auf einfache und kostenlose Weise neue Fans generiert werden.
  • Facebook Check-In Deals werden in Deutschland vorerst wohl nicht kommen. Da diese Facebook keinen Umsatz bringen, das Sales Team aber unnötig belasten würden.
  • Facebook Credits als Zahlungsmittel für Spiele ist ab Juni für alle Spiele mit virtuellen Gütern verpflichtend. So kann die neue Facebook Währung gepushed werden.
  • Support von Facebook gibt es in erster Linie für Unternehmen, die ein entsprechendes Media-Budget mitbringen.

Das sind sicher nur einige Beispiele und mit ein wenig nachdenken, was an Facebook Funktionen noch nervt oder fehlt, findet man sichere weitere. Auch andere „Problemstellen“, wie etwa das Ändern von Seitennamen oder der Bulk-Upload von Anzeigen etc. lassen sich gegen entsprechndes Media-Budget (größer viertsellig) bei Facebook selbst platzieren und umsetzen.

Professionelles Facebook Marketing ist nicht (mehr) kostenlos. Und das hat nichts mir Benachteiligung kleiner Unternehmen zu tun sondern ist das ganz normale Gesetz der freien Marktwirtschaft: Die Facebook Resourcen sind knapp, entsprechend hoch ist ihr Preis.

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Es gibt 28 Kommentare

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  1. 3
    HR

    Soweit korrekt und klar. Das es so kommt, hatte ich schon länger erwartet und ist nur logisch. Allerdings sollte FB dann auch die Funktionen ausbauen die zum korrekten Anzeigengeschäft gehören. z.B. die Abrechnung. Wir geben bei FB für Anzeigen 5-stellige Beträge aus und bekommen im Rechnungssystem nur nervige tägliche Rechnungen überdie Abbuchung. Wie nervig ist denn sowas? Warum kann man nicht wie bei Google oder anderen eine normale monatliche Rechnung machen? Und 5-Stellige Werbebeträge reichen anscheinend ja noch lang nicht, dass da entsprechend auf Supportanfragen oder eben eine Bedarfeingabe reagiert wird. Sowas gehört eben aber auch dazu, wenn man das Geschäft professionalisieren will…

  2. 7
    Marco

    Netter Artikel, aber wie wär´s, wenn ihr euren Text wenigstens einmal langsam und sorgfältig Korrektur lest? Die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler sind ja grausam…

  3. 8
    Pascal Weinfurtner

    Zu Konkret 1) Freunden vorschlagen gibt es doch immer noch, oder verstehe ich da etwas falsch?

    Zu Konkret 2) Ist durchaus verständlich in meinen Augen – mit diesem Argument; aber woher kommt die Information mit dem überlasteten Sale-Team eigentlich?

    Zu Konkret 3) Warum auch nicht? Es eine Facebook-Welt mit eigener Facebook-Währung… Was spricht genau dagegen?

    Zu Konkret 4) Welche Supports sind hier genau gemeint und welche davon bekommt man für welches Budget?

    Nebenbei bemerkt, neben dem Anzeigenmarkt und den App-Integrationen von Unternehmen muss das Geld von irgenwoher kommen bzw. eingespart werden, um die Plattform für die Allgemeinheit der User frei zu halten. Facebook ist nunmal in erster Linie ein Social Network für den Privatmann und kein kommerzielles Marketinginstrument im engeren Sinne. Nebenbei bemerkt, populäre Social Networks in China verlangen für die individuelle Gestaltung einer FirmenPage bis zu 40.000 Euro alle drei Monate….

  4. 10
    webberei

    hm, also wenn ich drüber nachdenke konkurriert „Freunde einladen“ doch nicht wirklich mit Anzeigen. Wer hat den ein paar -zigtausend Freunde, in einer bestimmten Stadt, in einem bestimmten Alter …. etcpp ;-)

  5. 13
    Fabian Beyer

    Es wäre traurig, wenn die These mit den nicht kommenden Check-In-Deals stimmen würde. Warum hat Facebook dann mit den ersten Deals den Leuten den Mund wässrig gemacht?
    Vor allem grast den Markt dann doch sicherlich jemand anderes (bspw. Foursquare) ab und das wäre doch Facebook sicherlich auch nicht recht…
    Ich denke Facebook wäre gut beraten, wenn Sie es einführen würden, denn wenn man darüber interessierte Kunden gewonnen hat, bzw. Firmen, die das kostenfrei nutzen können, und diese damit Erfolge zu verzeichnen haben, wächst doch auch deren Interesse an dem Medium und auch deren Bereitschaft dort Geld in Form von Werbung anzulegen.
    Was mir gar nicht gefällt ist, dass Facebook neue Features vollmundig ankündigt und dann ewig nicht massentauglich rausbringt – Questions und Check-In-Deals sind nur zwei Beispiele hierfür.
    Ich denke da wird sich Facebook bei Werbern und Marketing-Entscheidern selbst einige Steine in den Weg werfen!
    Just my 2 cents…

  6. 14
    Jana Gädeke

    Selbst wenn die Deals in Deutschland kommen würden, so hat mir Facebook in einem Webinar jüngt erst beigebracht, dass es nur für Unternehmen, die ein Budget von mindestens 30.000 € in Ads zu den Deals investieren Unterstützung gibt.

    Also können sich alle mittelständischen Unternehmen eigentlich schon von vornherein davon verabschieden… Es sei den sie geben ihr Jahresbudget (oder auch das für mehrere Jahre) mit einem Mal aus.

    Naja, think positive … Bei den 10.000€ Werbebudget für Gewinnspiele ist Facebook ja auch ganz schnell wieder zurück gerudert…

  7. 17
    t3n-Linktipps: Twitter und Facebook trennen, Internet-Knutschen, mobiles Webdesign, Facebook & Geld, iPhone-Kinect-Game » t3n News

    […] Das führende Social Network Facebook hat mittlerweile rund 600 Millionen Nutzer und wird durch die Gerüchte eines Börsenganges quasi täglich mit neuen Fabelsummen gehandelt. Und dabei erzielt Facebook noch nicht mal Einnahmen durch Nutzeraccounts, sondern hauptsächlich durch die Werbung. Wie weit der Einfluss des Geldes über die Werbung hinausgeht, erklärt dieser Artikel von allfacebo…. […]

  8. 18
    Fabian Beyer

    Naja, dann hätte man diese Dinge mit den Mindest-Budgets usw. auch einfach etwas transparenter Handhaben sollen.
    Für einige meiner Kunden und Konzepte könnten die Check-In-Deals eine große Rolle spielen und wenn mich nicht alles täuscht, war dies anfangs ja auch genau so angelegt, dass auch die „kleineren Unternehmen“ wie bspw. Restaurants, Cafés, etc. diese Dienste nutzen können.
    Jetzt sitzen einige auf heißen Kohlen und es passiert nix…
    Aber in aller Regel wird ja heißer gekocht als gegessen wird, von daher sollten wir einfach mal der Dinge harren, die da kommen und dann weitersehen!
    Ich denke Facebook hat genug andere Möglichkeiten an monetäre Mittel zu kommen. Sonst würde das Unternehmen ja sicherlich nicht als so wertvoll eingestuft werden von den Wirtschaftsexperten dieser Welt…

  9. 20
    Mike Bretz

    Ich bin gespannt, wie das Rennen Mobile App Payments (Apple App Store, Google Checkout) sich mittel/langfristig mit Facebook Credits vertragen wird. Niemand will schliesslich Apps mit FB Support bauen, wo er an 2 Parteien je 30% abdruecken muss. Vor allem wird es interessant werden, wie sich das eine oder andere System durchsetzen wird. Lies: Was unternimmt beispielsweise Apple gegen FB Credits auf iOS Geräten?

  10. 22
    Moe

    Was hindert Zynga und Co. dann daran, dem Facebook-Payment den Rücken zu kehren? Wenn FB ihre Coins durchdrückt und die eigenen InGame-Währungen verbannt, hat das 1. neue Entwicklungskosten und 2. eine generelle Umsatzeinbuße von schlappen 30% nach sich.

    Das würde zu einer weiteren Verschlankung des Angebotes führen, da das Risiko für neue Games oder sogar neue Wettbewerber immens höher wird.

    Zynga könnte nun seine User auf die eigene Plattform schaufeln um diesen 30% Umsatzschwund entgegenzutreten, so nach der Art „Spielen kannst Du gerne auf Facebook, aber die Items gibts es nur bei uns.“

    Und Jens: Also deine Rechtschreibfehler sind ja sooowas von… oft erwähnt in den Kommentaren ;)

  11. 23
    Geraldine Göllner

    Interessant wäre es zukünftig, wenn Facebook es weiterführend ermöglichen würde, das Unternehmen mehr von den dazugehörigen Personen zu entkoppeln. Diese Verknüpfung erweist sich insbesondere im Bereich der KMU immer wieder als Hürde für Kunden und Unternehmen.

  12. 24
    Seba

    Mmh .. seien wir mal ehrlich: Ist das schlimm, das sowas Geld kostet? Facebook ist zu einem der wichtigsten Instrumente der Moderne geworden!

  13. 25
    Dantine

    Mich würde viel mehr interessieren, wieso FB Adressen aus Adressbüchern ausliest und von sich aus diese Adressen einlädt? Ich bin der Meinung, dass das Privatsache ist! Ich werde der Sache nachgehen und herausfinden, wie mehrere Fälle gelaufen sind! Das wird ein Fall für den Staatsanwalt!

  14. 27
    Doch keine Facebook Deals in Deutschland? | anyMORE media Blog

    […] Ähnliches liest man auch bei allfacebook.de in deren Blog zum Thema: Geld regiert (auch) Facebook&#… Dieser Beitrag wurde unter Facebook, Social Media Marketing abgelegt und mit Angebote, Facebook Deals, Places verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. ← Deutschland auf Platz 10 der größten Facebooknationen gestiegen! Die aktuellen Nutzerzahlen für Facebook (5/2011) […]

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