Deals verbinden On- und Offline Welt – Konsequenzen


Facebook Angebote Sticker am Gravis Store

Facebook Angebote Sticker am Gravis Store

Mit der Einführung von Facebook Deals ist dem Plattformbetreiber scheinbar ein Volltreffer gelungen. Aber das Angebot hat auch eine Konsequenz, die vielen so noch nicht bewusst ist. Die nerdige Online Welt in der ein Nutzer maximal mit einem Mitarbeiter der Marketingabteilung oder Agentur eine Unternehmens zusammen trifft, schickt sich an die Offline Welt aufzumischen. Eine Welt, in der  es nicht nur die Pinnwand einer Fanpage sondern Face-2-Face Kommunikation zwischen Kunden und Mitarbeitern beziehungsweise Verkäufern gibt.

Die Herausforderung für den Anbieter eines Deals besteht nun darin, die eigenen Mitarbeiter auch auf diese Kommunikation vorzubereiten. Erlebt haben wir diese Schwierigkeiten am ersten Facebook Angebote Tag, als wir versucht haben ein paar Deals einzulösen.

Die Situation war häufig wie folgt:

– Fragendes Gesicht
– Tuscheln mit den Kollegen/innen
– Lächeln und nicken
– Angebot aushändigen und den Kunden mit grimmigem Blick verjagen

Als Kunde hat man sich das ein oder andere Mal wie ein „Schnorrer“ gefühlt, aber nicht wie ein Kunde. Hier muss sich etwas ändern, beispielsweise durch Schulungen. Zwei Beispiele: Wenn ein Kunde nach dem Gratis-Parfüm fragt, wäre es konsequent sich als Verkäufer für den Check-In zu bedanken und  nachzufragen ob man ihm auch noch ein weiteres Pflegeprodukt der selben Serie anbieten kann. Und vielleicht hätte der Kunde im Kino auch mehr als nur ein Popcorn genommen, wenn man ihn denn gefragt hätte.

Denn so profitiert der Händler nicht nur Online sondern auch Offline. Während kleine Unternehmen es hier leichter haben werden alle Mitarbeiter auf die Facebook Deals vorzubereiten, müssen große Ketten hier sicher mehr Aufwand investieren. Ein Aufwand der sich aber durchaus lohnen kann.

Wie waren eure Erfahrungen mit den Facebook Deals bisher? Habt ihr euch auch wie „Schnorrer“ gefühlt?

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Es gibt 24 Kommentare

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  1. 8
    Karin Tanger

    Ich gebs zu: aus (fast nur) beruflicher Neugier hab ich alles durchprobiert :-)
    Meine Erfahrungen waren im Prinzip durchweg positiv: 4er-Deal bei Vapiano, 15% bei Douglas, Spenden bei Sisley und Esprit…
    Interessant: Auf Nachfrage kam scheinen es hauptsächlich „Junge Leute“ gewesen sein, die Deals einlösten. Und ja – die Dame bei Douglas und der Mensch bei Vapiano mussten noch mal nachfragen wie’s geht – aber das muss man zugestehen bei einem Angebot das gerade mal 2 Tage alt war ..

  2. 12
    ThinkyG

    Ich bin am ersten Tag direkt zu einer Douglas Filiale in Düsseldorf gewesen und wollte mir das gratis Parfüm abholen was man ja unabhöngig von einem Kauf bekommen hat. Die Damen waren aber nicht ordentlich gebrieft und ich hätte ein Produkt kaufen müssen um entweder das Gratis Parfüm zu bekommen oder die 15% auf das Produkt zu kriegen. Habe das dann direkt auf der Facebook Seite von Douglas gepostet und die haben sofort reagiert und mit der Filiale Kontakt aufgenommen. Konnte mir das Gratis Parfüm dann später abholen. Im Vapiano hat es (fast) reibungslos geklappt. Man sollte sich ja mit 3 weiteren Freunden einchecken um das Angebot des Bruschettas und des Proseccos zu bekommen. Irgendwie hat das App in dem Moment nicht funktioniert. Ich hatte sogar zusätzlich 4 Leute statt 3 Leute eingecheckt und dann hieß es auf dem App, ich solle bitte noch einen Freund markieren. Äußerst seltsam. Letztendlich hat eine Freundin für uns eingecheckt. Scheint wohl ein technischer Bug gewesen zu sein.
    Bei H&M hat allerdings alles wunderbar geklappt. Ich finde die Idee mit den Facebook Deals super und hoffe, dass da noch mehr Firmen mitmachen werden.

  3. 13
    Patrick M.

    Ich war am Donnerstag beim Vapiano in Osnabrück und musste feststellen, dass der Deal in Facebook gar nicht angezeigt wird. Hab heute nochmal nachgeguckt und es war immer noch nicht der Fall. Muss aber auch zugeben, dass ich nicht nachgefragt habe.

    Esprit, H&M und Douglas wird diese Woche noch getestet!

  4. 15
    Andi

    Ich denke es war halt insgesamt nicht sehr geschickt einfach Gratis Produkte zu vertreiben, bei denen man nicht einmal etwas kaufen muss. Man könnte jetzt argumentieren, diese Geschäfte wollten jetzt am Anfang erstmal nur Aufmerksamkeit, aber trotzdem irgendwie komisch einfach wo reinzugehen was abzuholen und wieder raus. In Zukunft werden wir denke ich eher % bekommen oder beim Kauf noch ein Gratisprodukt dazu.
    Also vorallem das mit Cinimaxx habe ich schonmal wo gelesen und das ist ja einfach nur mal Anti-Werbung. Da hätten sie lieber sowas gemacht wie man bekommt durch das vorzeigen eine große Tüte Popkorn für den Preis einer mittleren.

  5. 16
    Till

    Ich war letzte Woche Dienstag im Cinemaxx Essen. Da hat ohne Problem alles geklappt. Steht ja auch auf dem Coupon „an der Kasse vorzeigen“. Hier wäre es um einiges besser gewesene ( für Cinemaxx ) das dann den Popcorn ständen zu machen. Vielleicht hätte ich mir ja noch was geholt. Das Popcorn war ganz Ok. Das ich frisches erhalte war mir schon klar.

    Dann hatte ich noch Zeit und musste auf die anderen warten. Also rein in Gravis. Auch alles super und nett. Wurde auch in ein Verkaufsgespräch verwickelt bzw. hatte noch fragen. Mein Mac läuft noch also leider kein bedarf.

    Noch zeit, rein ins Douglas. Leider wurde mir mitgeteilt das die Proben schon weg sind. Dann war das Interesse an dem Kunden aber auch schon wieder weg.

    Habe mich schon ein wenig wie ein Schnorrer gefühlt. Aber hey, ich mache Werbung auf FB und bin als Kunde aktiv da für F2F.

    Freu mich auf weitere Aktionen.

    Eine Sachen wollte die doch noch hinbekommen. Da keine Nummer eingescannt wird kann ich den Coupon so oft ein lösen wie ich will.

  6. 19
    Daniel (Preisjäger)

    Das leidige Thema kenn wir schon seit Jahren und wird sicher nicht so schnell „weggeschult“ werden (hat ja keiner Geld). Coupons zum ausdrucken und Gratis-Zeugs holen gibt es schon ewig und oft ist keiner der Mitarbeiter darüber informiert worden.

    Bei selbst ausgedruckten Coupons auf normalen Druckerpapier denken die Meisten an eine ungerechtfertigte Vervielfältigung oder Fälschung.

    LG,
    Daniel

    PS: Das Kommentarfeld hier dürfte ruhig einwenig größer sein ;)

  7. 21
    Nicole Haase

    Als Schnorrer habe ich mich bisher eigentlich bei der Nutzung der Deals nicht empfunden. Mir sind in der Überzahl sehr bemühte Verkäufer begegnet, die zum Teil selbst recht neugierig auf die Angebote waren. Speziell in den großen Ketten funktionierte das Einlösen problemlos.
    Doch kürzlich stoße ich an meiner üblichen Kaffee-Station auf ein handgemachtes Schild mit Spezial-Angebot zum Check-In, gehe darauf ein und merke im Anschluss, dass ich den netten Menschen doch zu sehr abgelenkt hatte und ein Teil meiner eigentlichen Bestellung fehlte.
    Alles wird gut, wenn sich Facebook Deals ein Weilchen etabliert.

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